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Zitterpartie zu Ende: Libyen hat eine Regierung

31.10.2012 | 19:29 |   (DiePresse.com)

Nach wochenlangem Streit gab das Parlament dem neuen Kabinett von Ministerpräsident Ali Seidan seinen Segen.

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Nach wochenlangem Hickhack hat Libyen eine neue Regierung. Das Parlament in Tripolis stimmte am Mittwoch dem neuen Kabinett von Ministerpräsident Ali Seidan zu. Ein erster Versuch hatte am Tag zuvor noch im Chaos geendet, weil die Parlamentarier lautstark stritten und junge "Revolutionäre", die mehr Ämter für Politiker aus Tripolis forderten, den Saal stürmten.

Seidans Vorgänger Mustafa Abu Shagur war Anfang Oktober mit seinen Vorschlag für ein Kabinett im Parlament gescheitert. Daraufhin war der als liberal geltende Seidan mit der Regierungsbildung beauftragt worden, der vor der Revolution im Exil in München lebte.

Die neue Regierung umfasst 29 Minister und 3 stellvertretende Ministerpräsidenten, die einem breiten Parteienspektrum angehören. Ihre größte Herausforderung wird es sein, die Sicherheit in dem von Krisen gebeutelten Land wieder herzustellen. Das Kabinett löst eine Übergangsregierung ab, die noch von den Führern der Revolution benannt wurde und als wenig effizient gilt.

Unter Muammar al-Gaddafi, der im vergangenen Jahr von den Revolutionären erst entmachtet und dann getötet worden war, gab es in Libyen weder Parteien noch ein Parlament. Die 200 Abgeordneten des neuen Parlaments waren im Juli gewählt worden.

"Jede Verzögerung hat auch ihr Gutes"

Der frühere Oppositionelle Ali Seidan hatte das Chaos gelassen genommen. "Jede Verzögerung hat auch ihr Gutes", zitierte er ein arabisches Sprichwort. Anders als bei seinem Vorgänger Mustafa Abu Shagur wurde diesmal nicht einzeln über jeden Minister abgestimmt, sondern einmal über die gesamte Liste.

Kritik an der Kabinettsliste kam unter anderem von den radikal-islamischen Salafisten. Sie erklärten laut Presseberichten, der designierte Minister für islamische Stiftungen gehöre der Glaubensrichtung der Sufis an und sei deshalb für sie nicht akzeptabel.

Die beiden größten Fraktionen im Parlament - die islamistische Partei für Gerechtigkeit und Aufbau und die liberale Nationale Allianz - äußerten sich zwar kritisch zu einigen der vorgeschlagenen Minister. Am Ende trugen die Parteien, die beide an der Regierung beteiligt sind, die Kabinettsliste aber mit.

(APA/dpa)

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4 Kommentare
Gast: hmm
01.11.2012 08:39
4 0

genug Quislinge?

Haben sich doch genug Quislinge gefunden die das Land an die Dominanz verraten und herausgeben? Ob man die einst auch so behandeln wird wie den abgedankt gewordenen Diktator samt dessen Vasallen? Der abgedankt gewordene Diktator verfolgte wenigstens libysche Interessen ...

vivat iustitia!

Libyen hatte auch vor dem Frühling eine Regierung ...

... dann wurde diese gestürzt, 80 von 200 Sitzen haben die Bürger bei der Wahl bestimmt, 120 Sitze wurden an "Unabhängige" vergeben und die "eigentliche Partei der Libyer" verboten.

Das ist Demokratie, schon fast so gut wie in der EU.

..wau...

.. freut euch doch ihr Nattern ...

Gast: PÖHSE
31.10.2012 20:01
2 1

..hat eine Regierung.. das heißt GAR nichts,



so was haben wir auch, Libyien kann unsere geschenkt kriegen !

Viel Spaß !