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Bond-Bösewicht im Clinch mit Spaniens Regierung

01.11.2012 | 11:18 |   (DiePresse.com)

Oscar-Preisträger Javier Bardem kritisierte die Sparpolitik von Premier Mariano Rajoy als "humanitäres Drama". Dessen Sprecher schimpfte ihn einen "Schurken" und sprach von "Frivolitäten eines Millionärs".

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Oscar-Preisträger Javier Bardem liegt im Clinch mit Spaniens Regierung. Nachdem der aktuelle "Bond-Bösewicht" die Spar- und Arbeitsmarkt-Politik des konservativen Kabinetts von Premier Mariano Rajoy (Volkspartei/PP) kritisiert hatte, reagierte ein PP-Sprecher am Mittwoch laut Medienberichten scharf. Er bezeichnete Bardem als "Schurken" und sprach von "Frivolitäten eines in Miami residierenden Millionärs."

Der spanische Schauspieler und Ehemann von Hollywood-Star Penelope Cruz hatte während einer Promotion-Veranstaltung für den neuen James-Bond-Streifen "Skyfall" erklärt: "Wir erleben in Spanien ein humanitäres Drama mit mehr als 25 Prozent Arbeitslosigkeit. Aber dieser Regierung ist das egal. Ihr ist ja nur recht, wenn die Bedingungen für die Arbeitnehmer schrecklich sind. So kann sie die Schulden allein mit dem Bleistift senken und Banken retten, statt verschuldeten Menschen zu helfen und ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen."

"Frivolitäten eines Millionärs"

Der Sprecher der PP-Fraktion im spanischen Kongress, Rafael Hernando, reagierte laut der Tageszeitung "El Pais" via Twitter ziemlich ungehalten: "Man muss schon ein großer Schurke sein, und zwar ein echter und nicht einer aus dem Film, um der Regierung so etwas zu unterstellen. Das sind Frivolitäten eines in Miami residierenden Millionärs."

Daraufhin konterte Bardem: "Ich habe keine Ahnung, warum diese Leute behaupten, dass ich in den USA lebe." In Wahrheit wohne er im Süden von Madrid und verbringe die meiste Zeit in Spanien. In den Vereinigten Staaten sei er heuer gerade einmal zweimal gewesen. Und das nur zu Werbezwecken für den neuen Bond-Streifen, der ab 1. November auch in den österreichischen Kinos anläuft. Darin ist der 43-Jährige als Gegenspieler des legendären Geheimagenten James Bond (verkörpert von Daniel Craig) in der Rolle des Bösewichts Silva zu sehen.

Der Spanier hatte einen Nebenrollen-Oscar als mörderischer Fiesling in dem Film "No Country for Old Men" (2008) gewonnen. Cruz war als beste Nebendarstellerin in Woody Allens Film "Vicky Cristina Barcelona" mit dem Oscar ausgezeichnet worden. Bardem und Cruz sind seit Juli 2010 verheiratet. Das Paar hat einen kleinen Sohn.

(APA)

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7 Kommentare
Gast: NuloNuloSiete
03.11.2012 14:16
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Mariano Rajoy?

Hat der nicht immer den Ernst Stavro Blofeld gespielt?

Er könnte ja was spenden ...

... schlussendlich hat er mit den Zuschauern in Spanien auch sein Geld verdient.

Zudem ist die spanische Regierung trotz der harten Massnahmen, die erfolgreichste in der derzeitigen Krise.
Auch Hut ab vor dem Zusammenhalt der spanischen Bevölkerung, wie die Regionalwahl in Galicien am 21.10. gezeigt hat.
Die tun alles um den "Kredit" der EU nicht annehmen zu müssen.

Re: Er könnte ja was spenden ...

Ich denke mal, wenn er in Spanien seine Steuern zahlt wie es sich gehört, ist alles in Ordnung und Spenden gar nicht notwendig.

Man hört ja immer wieder aus Österreich, das Schauspieler, Sportler, abgehalfterte Politiker und Industrielle eben NICHT ihre Steuern in Österreich zahlen und lieber mit (Partei)Spenden auffallen.

Antworten Gast: gäst
01.11.2012 17:35
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Re: Er könnte ja was spenden ...

Wieso soll er etwas spenden? Das ist doch vollommen unlogisch. Er kritisiert die Krisenpolitik und nicht etwa, dass vermeintlich in Miami lebende Millionäre die Schauspieler sind zu wenig Almosen geben.
Es geht nicht um Almosen sondern um Rechte.

Re: Re: Er könnte ja was spenden ...

Ach was Sie nicht sagen ....
Soll sich die Spanische Regierung die "Dineros" aus dem Finger saugen?

Ich weis, Ihnen wäre lieber wenn die Spanier das Krisenmanagement über die EU laufen lassen würden, aber so schlau sind die dass sie das Land nicht komplett verkaufen. Zudem hat Moody's (sprichwörtlich) "Nochmal auf den eingetreten der schon am Boden lag"!

Solln sich um ihre eigenen Probleme kümmern da drüben, aber diese werden ja vor den Wahlen verschwiegen ... bsp. Schuldenobergrenze ;-)

Antworten Antworten Antworten Gast: gäst
01.11.2012 21:30
1 0

Re: Re: Re: Er könnte ja was spenden ...

Mir wäre eine kontrollierte europaweite Abschreibung der Schulden (d.h., der daraus resultierenden Vermögensansprüche, d.h. weiters der Vermögen) am liebsten, ein Schuldenaudit. Abgeschrieben wird bei all jenen, die von dem System der letzten Jahrzehnte profitiert haben, das sind auch in Spanien sehr, sehr viele. Und ich meine damit nicht die 08/15 spanischen Familien, die bei (politisch gewollten) nichtexistenten Mietwohnungsangebot und einer Immoblase gezwungen waren, massiv in die Schulden zu gehen (und sich im Gegenzug dafür zugegebenermaßen reich fühlen durften. Fühlen ist aber wohl was anderes als sein).
Aber ich weiß, das liegt hier jenseits jeder Vorstellungskraft (obwohl es das einfachste wäre - Verspekuliert, selbst schuld).

Re: Re: Re: Re: Er könnte ja was spenden ...

Genau das System ist das Problem dass die Europäer erst in diese Lage gebracht hat ....
Ich vetstehe dass es für Sie am besten wäre die Reichen zu zwangsenteignen und das an dem Staat zu geben oder die EU ...

Aber wir haben einen offensichtlichen Knix im System, mir wäre es am liebsten zuerst Austritt aus der EU dann mal weiterschauen.
Antikapitalistisch gesehen brauchen wir die EU nicht, aber was sollen die Gierigen nach Macht dann machen in ihrem Leben dass daraus besteht gierig zu sein, am Besten in die USA auswandern