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Russland: Putin feuert Verteidigungsminister

06.11.2012 | 08:53 |   (DiePresse.com)

Das Verteidigungsministerium habe es unter Anatoli Serdjukow versäumt, Militärangehörige ausreichend mit Wohnungen zu versorgen, rechtfertig sich der Präsident.

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow entlassen. Nachfolger werde der Gouverneur der Region Moskau, Sergej Schoigu, sagte Putins Sprecher Dmitrij Peskow am Dienstag. Mit der Entlassung Serdjukows werde der Weg für eine Untersuchung von Betrugsvorwürfen gegen ein dem Verteidigungsministerium unterstelltes Unternehmen freigemacht. Es gehe um etwa hundert Millionen Dollar (gut 78 Millionen Euro), sagte Peskow.

Spekulationen über die Zukunft Serdjukows gab es, seit Ermittler am 25. Oktober Büroräume der im Zentrum der Betrugsvorwürfe stehenden vom Verteidigungsministerium kontrollierten Firma durchsuchten. Mehrere Beamte des Verteidigungsministeriums stehen laut dem Ermittlungskomitee Russlands unter Verdacht, liquide Immobilien, darunter auch im Moskauer Stadtkern, zu niedrigen Preisen verkauft zu haben, wie die russische Agentur RIA Novosti berichtete.

Die Räume der Aktiengesellschaft Oboronservice wurden demnach durchsucht. Inspiziert wurde auch das Arbeitszimmer der ehemaligen Leitern des Ressorts Eigentumsverhältnisse des Verteidigungsministeriums.

Oboronservice ist eine Holding des Verteidigungsministeriums, die Betriebe für technische Wartung und Reparaturen von Militärtechnik sowie u. a. Unternehmen für die Produktion von Baustoffen, Lebensmitteln und Druckerzeugnissen, für den Betrieb von Energieobjekten vereint. Wie RIA Novosti weiter berichtete, traf Verteidigungsminister Serdjukow am Donnerstagmorgen im Büro von Oboronservice ein.

Wohnungen für Militärangehörige

Aber noch einen weiteren Grund für die Entlassung des Ministers nannte Putin: Das Verteidigungsministerium habe es unter Serdjukow versäumt, Militärangehörige ausreichend mit Wohnungen zu versorgen, sagte Putin. Ein neuer Ressortchef solle die dynamische Entwicklung der russischen Streitkräfte fortsetzen. Das Militär des Riesenreichs befindet sich in der größten Reform seiner Geschichte.

Serdjukow war bereits Verteidigungsminister, als Putin noch Regierungschef war, und galt bisher als Vertrauter des Präsidenten. Als Putin nach dem Ende seines vierjährigen Intermezzos als Ministerpräsident im Mai für eine dritte Amtszeit als Staatschef vereidigt wurde, blieb Serdjukow im Kabinett von Regierungschef Dmitrij Medwedjew.

(APA)

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3 Kommentare
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Bitte auch gleich ein Ukas für HBM Darabos ..

Besteht für Putin ev. eine diplomatische Möglichkeit das Zentralbüro der SPÖ mittels Ukas anzuweisen BM Darabos mit sofortiger Wirkung noch vor dem 20.1.2013 von seiner Funktionen zu entheben - ein Analogieschluss was die Fähigkeit unseres Norbert D. betrifft scheint zulässig, oder?

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Da ist entweder viel mehr im Gange in Russland,

was sich im Schatten der US-Wahlen abspielt - oder Putin kämpft schon gegen eine versteckte oder wachsende Macht im Hintergrund.

Was im Westen als Vorwand gerne genommen wird, Steuerhinterziehung, das ist in Russland das Verscherbeln von Volkseigentum, möglichst an dubiose ausländische Absahner.


Lange lebe

der edle Präsident des russischen Reiches, Vladimir Vladimirovich Putin!