Israelischer Außenminister zu "Geheimtreffen" in Wien

09.11.2012 | 20:30 |   (DiePresse.com)

Alle Teilnehmer mussten ihre Handys ausschalten. Angeblich ging es um die Anerkennung des palästinensischen Beobachterstatuts in der UNO-Vollversammlung.

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Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hat am Freitag Wien zu einem Krisentreffen mit Botschaftern seines Landes in zahlreichen europäischen Staaten besucht. Die Diplomaten sollten nach israelischen Medienberichten auf eine Initiative gegen die Anerkennung des palästinensischen Beobachterstatuts in der UNO-Vollversammlung eingeschworen werden.

Die Sitzung in Wien war so geheim, dass die Botschafter sogar ihre Handys abgeben mussten, berichtete die "Zeit im Bild". Vom Inhalt des Treffens wurde nichts bekannt.

Die Palästinenser hatten zuvor international einen Entwurf ihres Antrag bei den Vereinten Nationen verbreitet. Es soll noch im November offiziell vorgelegt werden. Eine Mehrheit für den Antrag in der Vollversammlung der Vereinten Nationen gilt als sicher. Die Palästinenser hätten dann einen ähnlichen Status wie der Vatikan und würden erstmals offiziell als Staat geführt. Israel und die USA lehnen allerdings die Anerkennung eines Palästinenser-Staates durch die Vereinten Nationen vor einem Friedensschluss mit Israel ab.

 

(APA)

 
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13 Kommentare
Zionist1
11.11.2012 18:26
1

Treffen der Nationalzionisten

"Israel und die USA lehnen allerdings die Anerkennung eines Palästinenser-Staates durch die Vereinten Nationen vor einem Friedensschluss mit Israel ab."

Nicht die USA lehnen ab, sondern die von AIPAC, ADL, WJC unter Druck gesetzte Regierung (in BRD ist das noch schlimmer).
Wenn Obama seinem Stab eine Order erteilt, dann weiß Netanjahu durch den MOSSAD schneller Bescheid, als das der Stab Obamas reagieren kann.

nightlife30
10.11.2012 22:41
1

...

das ist Politik. jetzt wird Druck auf die Regierung ausgeübt.
und dann wird eine Entscheidung getroffen.
pikant dabei ist allerdings, dass es in einem Demokratie normalerweise mindestens zwei Interessenvertretungen gibt, die unterschiedlicher Meinung sind. dadurch entsteht ein Kompromiss der für beide Seiten und somit für die gesamte Gesellschaft tragbar ist. zb: Gewerkschaft vs Arbeitgeber
Ein ähnliches Ungleichgewicht ist sonst nur noch in der Finanzindustrie anzutreffen!


Luzius
10.11.2012 12:32
3

Israel und die USA lehnen allerdings die Anerkennung eines Palästinenser-Staates durch die Vereinten Nationen vor einem Friedensschluss mit Israel ab.

zuerst einmal muss es von beiden Seiten Frieden geben; welcher nur dann funktioniert, wenn man sämtliche Besetzungen und Siedlungsprogramme umgehend beendet und benötigte Güter durchlässt und Wasser nicht als EIGENTUM BETRACHTET !

Daily Observer
10.11.2012 11:56
7

Ich prostetiere: Diesen Herrn

sollte das neutrale Österreich besser nicht hier auftreten lassen! Wenn er darf, dann dürfen die Palästinenser auch!
Und die IKG sollte sich aus dem politischen Hickhack zwischen Israel und Palästina heraushalten! Wenn das nicht unterbunden wird muss man sich nicht wundern, wenn auf österreichischem Boden ein womöglich blutiger Stellvetrteterkonflikt wie in Frankreich ausgetragen wird!

Antworten halvarvonflake
10.11.2012 17:46
4

Re: Ich prostetiere: Diesen Herrn

na ja, bis dato haben hoechstens die palaestinenser in oesterreich b.utig zugeschlagen,
zb den stadtrat nittel ermordet, die opec uberfallen, am flughafen blut vergossen und die wiener synagoge uberfallen.

aehnliches ist mir von jüdischer seite nicht bekannt.

(nichts aber für ungut, der libermann ost so appetitlich wie haider und konsorten)

buhbuh
10.11.2012 10:33
13

es ist absolut nicht einzusehen , warum

die Palästinenser diesen Beobachterstatus nicht haben sollen.Selbstverständlich bilden sie einen
Staat,ob das nun Israel passt oder nicht.

Antworten halvarvonflake
10.11.2012 17:48
2

Re: es ist absolut nicht einzusehen , warum

den staat haben sie durch die ablehnung des uno teilungsbeschlusses von 1947 haben koennen, jedoch versemmelt.

zum 2. mal 1968 versemmelt, als sie gemeinsam mit den arabern im sudan ein nein zu israel, einnein zum frieden aussprachen

zum dritten mal, als sie nach dem abzug aus gaza eine raketenhagel losliessen.....

ok?

Antworten Antworten Zionist1
11.11.2012 18:37
0

Re: Re: es ist absolut nicht einzusehen , warum

Die Araber wissen nun mal, dass der israelische Staat einem seit dem 18. Jhdt. entworfenen und weiterentwickelten Plan entspricht. Der Grund waren Nationalzionisten, die es als nicht mehr erträglich erachteten weiterhin unter Nichtjuden leben zu müssen. Sie wissen auch, dass dieser Staat durch Betrug, Niedertracht, Erpressung und Missachtung aller UN Resolutionen entstanden ist. Sie wissen, dass Israel auf der Basis von Unrecht, Mord und Todschlag, Vertreibung usw. errichtet worden ist. Heute muss Israel die höchsten Mauern bauen um das Unrecht zu schützen. Ein Staat der Mauern errichtet ist dem Untergang geweiht.

Antworten Antworten buhbuh
10.11.2012 19:19
1

Re: Re: es ist absolut nicht einzusehen , warum

was Sie nicht sagen, aber was soll das jetzt heissen ? Was versuchen Sie da aufzurechnen ?

cs745f
10.11.2012 08:33
11

kriegstreiber treffen


Boris
10.11.2012 07:32
10

Da geht es um ganz etwas Anderes...


die Diplomaten stimmen ihre offiziellen Angaben /Reaktionen gegenüber ihrer jeweiligen Gastländer bezüglich der imminenten kriegerischen Ereignisse ab.

Agent Orange
09.11.2012 22:53
14

Nana, so geheim, dass es in allen Zeitungen steht?

Vielmehr soll es wahrscheinlich keine Audioaufnahmen geben, wenn der Rechtsaußen zur Befehlsausgabe mit anschließendem Umtrunk lädt.

Ein Friedensschluss ist völkerrechtlich für nichts mehr mehr notwendig. Haben uns zumindest sämtliche Diplomaten letztes Jahr im Zusammenhang mit Deutschland treuherzig erklärt.

Ich bin schon neugierig, was sich rund um Gaza die nächsten Wochen tun wird, da wird wohl wieder viel Blut fließen müssen...

Antworten Agent Orange
11.11.2012 00:14
1

Re: Nana, so geheim, dass es in allen Zeitungen steht?

Und geht schon los: Mindestens fünf Tote bei israelischem Panzerangriff (TT, 10.11.2012)

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