Tunesien: Zwei Islamisten nach Hungerstreik gestorben

17.11.2012 | 19:18 |   (DiePresse.com)

Die Islamisten waren an der Erstürmung der US-Botschaft in Tunis beteiligt. Grund für den Sturm war ein islamfeindlicher Film aus den USA.

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Einer der nach der Erstürmung der US-Botschaft in Tunis festgenommenen Islamisten ist am Samstag an den Folgen eines Hungerstreiks gestorben. Mohamed Bakhti, einer der radikalsten Vertreter der tunesischen Salafistenbewegung, hatte vor knapp zwei Monaten aus Protest gegen seine Inhaftierung mit dem Hungerstreik begonnen. Bei dem Angriff aus Wut über einen in den Vereinigten Staaten produzierten islamfeindlichen Film kamen am 14. September mindestens zwei Menschen ums Leben.

Bereits am Donnerstag starb ein Islamist an den Folgen eines Hungerstreiks. Auch er hatte gegen seine Inhaftierung nach dem Angriff auf die US-Botschaft protestiert. Mehr als 140 Personen wurden nach den Ereignissen im September verhaftet.

(APA)

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10 Kommentare

role model

Das sollten sich alle Salafisten zum Beispiel nehmen.

Mei...

Was für ein unersetzlicher Verlust...

Wer sich unbedingt zu Tode hungern will...

den soll man nicht hindern!

Re: Wer sich unbedingt zu Tode hungern will...

da hätte er aber noch ein paar mehr mitnehmen können!

Das war die gute Nachricht von heute


allah wird ihnen honig und so geben


Re: allah wird ihnen honig und so geben

und 400 Jungfrauen

Re: Re: allah wird ihnen honig und so geben

Jetzt muss ich mal etwas besserwisserisch werden:

Es sind nicht 400 sondern 72 "hurin", Himmelsjungfrauen, die den Märtyrern zur Verfügung stehen (und trotzdem auf wundersame Weise jungfräulich bleiben).
Allerdings entlarvt der Koranforscher Christoph Luxenberg (Wiki googeln) die "hurin" überzeugend und bislang unwiderlegt als "Weintrauben".
Auf die Märtyrer warten als mickrige Trauben.
(Allerdings warten auf sie Ströme von Wein, die ja im realen Märtyrerdasein verboten sind, im Paradies inkonsequenterweise allerdings nicht.)

Immer diese Übersetzungsfehler....

Re: Re: Re: allah wird ihnen honig und so geben

wahrscheinlich sinds auch keine trauben sondern verschrumpelte rosinen ;-(

Das ist der Unterschied!

Bei uns knickt die Regierung jedes Mal ein, wenn ein Radikaler mit einer Hungerkur den Staat zu erpressen versucht.

In Tunesien wartet man bis sich das Problem von selbst erledigt hat.
Auch, wenn ich dem Islam eigentlich kritisch gegenüberstehe: DAS nenne ich Rückgrat haben!

Warum treten nicht einfach die übrigen 139 (salafistischen) Verhafteten auch in den Hungerstreik?

Die Tunesier galten immer als relativ tolerant gegenüber anderen Religionen. Die Salafisten sollten auf jeden Fall darauf aufmerksam gemacht werden, dass ihre Radikalität und Intoleranz in der zivilisierten Welt keinen Platz hat.

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