Papandreou-Clan soll 550 Mio. Euro in der Schweiz horten

03.12.2012 | 19:09 |   (DiePresse.com)

Die Mutter des griechischen Ex-Premier soll hinter dem Konto stehen, das auf einer Steuersünder-Liste steht. Die Familie weist die Vorwürfe zurück.

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Der Skandal um die Liste mit mutmaßlichen griechischen Steuersündern weitet sich aus: Die Familie des ehemaligen griechischen Ministerpräsidenten Giorgios Papandreou soll Medienberichten zufolge 550 Millionen Euro auf einem Konto in der Schweiz gebunkert haben. Das Konto soll auf den Namen der 89-jährigen Mutter Papandreous, Margaret Papandreou, bei einer Genfer Filiale der Londoner Bank HSBC lauten.

Laut "Financial Times" sollen sich auf dem Konto 550 Millionen Euro befinden. Das griechische Wochenmagazin "Proto Thema" schrieb indes am Montag, dass es noch unklar sei, um welche Währung es sich bei dem Betrag handle.

Konto steht auf Lagarde-Liste

Das Konto soll sich auf der Liste mit Steuersündern befinden, die die damalige französische Finanzministerin Christine Lagarde 2010 ihrem griechischen Amtskollegen übergeben hatte. Griechische Finanzermittler hatten ihre Untersuchungsergebnisse erst kürzlich dem Parlament in Athen übergeben. "Hinter dem größten Konto auf der Liste befand sich Frau Margaret Papandreou", sagte Nikos Lekkas, Leiter einer Einheit der griechischen Steuerpolizei, laut "Financial Times" gegenüber Parlamentariern.

Laut der Zeitung "To Vima" wird das Konto von Maria Pandelli verwaltet, einer Angestellten des Geschäftsmanns Sabi Mioni, dem Besitzer einer Vermögensverwaltung. Mioni erklärte in einer Mitteilung, dass er die Familie Papandreou nicht kenne und keine Verbindung zu dem Konto habe. Die Begünstigte dieses Kontos sei eine Fondsgesellschaft, die in Irland aktiv sei.

Die gebürtige Amerikanerin und Ex-Frau des verstorbenen sozialistischen Premiers Andreas Papandreou wies die Vorwürfe umgehend zurück. "Warum solche Lügen? Warum solche Angriffe? Vermutlich, weil meine Familie nie den Mächtigen dieses Landes diente", wird sie in Medien zitiert. Ihr Sohn Georgios, der im November 2011 als Regierungschef zurücktrat, aber weiter Parlamentsabgeordneter ist, sagte, die Berichte seien "Gerüchte ohne Fakten“ und seien Teil einer Kampagne gegen seine Bemühungen als Regierungschef, die Korruption zu bekämpfen. Die von Andreas Papandreou gegründete sozialistische Regierungspartei PASOK forderte laut "Proto Thema" personelle Konsequenzen bei der Finanzpolizei.

Lagarde, nunmehr Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hatte die Liste mit den Namen griechischer Konteninhaber der HSBC in der Schweiz als französische Finanzministerin ihrem griechischen Amtskollegen zukommen lassen, um nach Hinweisen auf Steuerflucht zu suchen. Die griechischen Behörden ignorierten die Liste jedoch. Ein griechischer Journalist, der die Liste schließlich veröffentlichte, muss sich nun deswegen vor Gericht verantworten.

(APA)

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7 Kommentare

jeder der so große Mengen abzweigt

gehört eigentlich lebenslänglich bei Wasser und Brot verwahrt.

Das sollte eigentlich schon klar sein.

Und wenn das stimmt, wir zahlen mit unseren Euros diese Kriminellen.

Echt arg, auch wenn man Sch´üssel neuerdings zu den Eurofigthern hört.

Viel hat er nicht gesagt, aber er glaubt immer noch , dass alles in Ordnung war.

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Mafia Paragraph

gegen Tierschützer! Aber bei Parteien und Politiker wuerde er doch viel besser passen.

Re: Mafia Paragraph

so ist es bei der Justiz in Österreich.
Und im Süden, da findet man nur einen Journalisten, weil alle gern wegschauen.

Eingentlich gehört der griechische Sozialist ja eher zu den Rechten, wie Fekter etc.
Seit jeder unserer ÖVP Politiker hofft, dass ihm auch noch eine Mille so locker zufliegt, ist man in der EU halt für das große Geldverteilen, entgegen den seit Jahrzehnten gemachten Ankündigungen vom Sparkurs.


diese griechen werden mir immer sympathischer

schöne grüsse aus istanbul nach athen
weiterr soo

ha ha haaaa

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Der Fisch stinkt beim Kopf!

IMMER!

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Re: Der Fisch stinkt beim Kopf!

Wenn man diese Fake Phantom Firmen schon hört in Irland, dann wird es lächerlich, warum in der EU solche Firmen nicht beschlagnahmt werden. Papandreu und Co. waren immer schon korrupt, so das es nicht überrascht

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Wenn das stimmt...

... wäre es eine unglaubliche Schweinerei!

Es wird Zeit, das die Griechen einmal mehr auf die Straße gehen und verlange, dass diese berühmte Steuer-CD ausgewertet wird, egal wer drauf ist.

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