Ziel Gottesstaat: Syrische Islamisten mit neuer Allianz

22.12.2012 | 18:39 |   (DiePresse.com)

Die Radikalen wollen nach einem möglichen Sturz von Präsident Assad einen Gottesstaat errichten. Das Oppositionsbündnis erkennen sie nicht an.

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Radikale Islamisten wollen in Syrien nach einem Sturz von Präsident Bashar al-Assad einen Gottesstaat errichten. In einem Internetvideo verkündeten sie am Samstag die Bildung einer Islamistenfront, deren Ziel der Gottesstaat sei. Die im November von zahlreichen Oppositionsgruppen gegründete "Nationale Koalition" erkennen sie - anders als die internationale Staatengemeinschaft - nicht als legitime Vertreterin des syrischen Volkes an.

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Eine weitere Rebellengruppe meldete sich im Internet zu Wort und drohte zwei christlichen Ortschaften in der Unruheprovinz Hama. In der Videobotschaft waren sieben bewaffnete Männer zu sehen, die schwarze Stirnbänder mit dem islamischen Glaubensbekenntnis trugen. Aus deren Mitte verlas ein Mann eine Warnung an die Christen. Sollten sie Assad-Kämpfer nicht ausliefern, würden sie angegriffen, betonte er.

Syrische Regierungstruppen setzten ihre Einsätze gegen die Rebellen unterdessen fort. Sie sicherten die Zufahrt zum Flughafen der Hauptstadt Damaskus ab, nachdem in dem Gebiet wochenlang gekämpft worden war. Nach Angaben des Staatsfernsehens wurde einer ihrer Kameramänner von Bewaffneten vor seinem Haus erschossen.

Autobombe in Damaskus

Bei einem Autobombenanschlag in der  Hauptstadt Damaskus sind am Samstag nach Angaben von Aktivisten fünf Menschen getötet worden. Dutzende Menschen seien durch die Explosion im nordöstlichen Stadtteil Kabun verletzt worden, teilte die in London ansässige oppositionelle Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

In den vergangenen Monaten ereigneten sich zahlreiche Autobombenanschläge in Damaskus, unter anderem gegen Regierungseinrichtungen. Im März hatten Proteste gegen die Regierung unter Präsident Bashar al-Assad begonnen. Seit einigen Monaten liefern sich Regierungstruppen und Rebellen heftige Kämpfe. Nach unbestätigten Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden seit Beginn des Aufstands mehr als 43.000 Menschen getötet. Meldungen aus Syrien sind wegen der Medienblockade des Regimes von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

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24 Kommentare

Der ORF

nennt diese Terroristen noch immer "Rebellen"

mit freundlicher Unterstützung

der westlichen Allianz wird der Gottesstaat möglich!Der Steuerzahler finanziert die Alquaida-Rebellen indirekt über die Finanzhilfen von USA, GB, Frankreich und co. - lt. unserem Außenminister ist das sicher gut investiertes Geld... - Abschlachtung von Christen wie in Lybien wo jetzt ein Bürgerkrieg herrscht...macht nix Hauptsache brav nachplappern was Washington befiehlt!Happy X-MAS...

Gottesstaat

Soferne diese Länder nicht in der Lage sind sich im Rahmen eine freien Demokratie zu regieren, wird eben nichts anderes drin sein als einen "Gottesstaat" zu etablieren.
Sollten die Befeindeten ihre Waffen abgeben und gemeinsam in die Moschee beten gehen wäre auch schon Einiges erreicht.
Im Vordergrund steht die persönliche Daseinsvorsorge, die insbesondere in Syrien nicht gewährt erscheint!

Re: Gottesstaat

supper bitte bringt uns Demokratie

ich hoffe nur das es nicht so ist

http://www.youtube.com/watch?v=P9EUW4Ez84Q


Re: Re: Gottesstaat

Mit diesen billigen Islamischen Propagandavideo kannst du keinen beeindrucken.


Ägypten, Syrien, Jemen, Saudi-Arabien usw.

eine gottesstaaten-phalanx des bösen. wann reagiert endlich der westen auf diese kollektive bedrohung? und wie, herr spindelegger, wollen sie angesichts dessen noch immer das von ihnen geförterte salafistenzentrum in wien rechtfertigen?

Re: Ägypten, Syrien, Jemen, Saudi-Arabien usw.

der Westen reagiert doch mit großzügigster finanzieller und militärischer Unterstützung der friedlichen Rebellen ganz offiziell durch das State Department und über die Geheimdienste CIA, Mossad, MI6 und co.!

Re: Re: Ägypten, Syrien, Jemen, Saudi-Arabien usw.


Bald wird der Westen auch Israel unterstützen müssen!

(»Erez Israel« umfaßt neben Jordanien, dem Libanon, einen Großteil Syriens, des Irak, den Nordteil Saudi‑Arabiens und die Sinai­-Halbinsel mit einem Teil Ägyptens. In bekannter Vorliebe für Symbole zeigt auch die israelische Flagge dieses Ziel: In der Mitte der Davidstern und auf beiden Längsseiten außen je ein blauer Streifen auf weißem Grund: Israel in den Grenzen zwischen den blauen Flüssen Euphrat und Tigris und dem Nil: Erez Israel).

Das war von Anfang an des Pudels Kern.


...

sollte Assad gestürzt werden drohen dem Syrischen Volk Terror, Terror und nochmals Terror!!!
Wie können sich Entscheidungsträger noch in den Spiegel schauen?
Sie haben sich verzockt und unsägliches Leid über ein Volk gebracht!!!

Meine besten Wünsche

Gehen in Richtung Assad.
Möge er standhaft bleiben und weiter gegen die Primitivisierung Syriens kämpfen.

Re: Meine besten Wünsche

es ist erbärmlich was unsere Politiker und die Journaille abliefern - nur um einen weiteren "Gottesstaat" in den Sattel zu heben !

dann doch lieber Assad !

"Gottesstaat" ...

da helfen die EU-Bonzen gern mit!

Christliche Wegbereiter

Finanziert und mit Waffen unterstützt von Menschen, die für ein Waffenverbot eintreten.

Wehret den Anfängen kann man nicht mehr sagen.

Man muß schon sagen wehret der weiteren Forschreitung.

Wenn wir es nicht tun werden wir,aber am meisten unsere Kinder und Enkelkinder ihr blaues Wunder erleben.


Jetzt....

hat sich herausgestellt was Syrien nach dem Sturz von Assad wird.

Jetzt hat hoffentlich auch der letzte Trottel kapiert, ...

... was das Ziel dieser freundlichen Terroristen ist.

Terroristen,

welch hässlich Wort, im gleichgeschalteten Österreich hat das Aktivisten zu heißen!

Re: Jetzt hat hoffentlich auch der letzte Trottel kapiert, ...

stimmt, 7 typen wollen einen islamistischen staat errichten. ich finde in jedem niederösterreichischen gasthaus ein paar typen, die einen kleinen hitler fordern. und trozdem ist das nicht die mehrheit....

Re: Re: Jetzt hat hoffentlich auch der letzte Trottel kapiert, ...

dass in diesen Staaten auf die Mehrheit gepfiffen wird. Es herrscht die Minderheit, die durch Androhung oder Ausübung von Gewalt und Terror die Mehrheit in die Passivität drängt. Die radikale Islamisten haben durch ihre Taten in der Vergangenheit keinen Zweifel darüber gelassen, was sie zu Tun gedenken.

Re: Re: Jetzt hat hoffentlich auch der letzte Trottel kapiert, ...

so wie in Ägypten? In Tunesien wurde es auch nicht besser!

20

Re: Jetzt hat hoffentlich auch der letzte Trottel kapiert, ...

Wer soll das kapiert haben ?

Doch nicht unsere Politiker und Gutmenschenorganisationen ?

Re: Jetzt hat hoffentlich auch der letzte Trottel kapiert, ...

frommer Wunsch..... aber unsere Linksgrünen werden das auch nicht begreifen, wenn man sie entweder massakriert oder unterdrückt hat.

Genau das kommt dabei heraus, wenn man dem Islam die Oberhand gewinnen lässt.


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