US-Fiskalstreit: Obama lädt zum letzten Versuch

28.12.2012 | 07:14 |   (DiePresse.com)

Die Zeit läuft davon. Der US-Präsident trifft sich mit vier Top-Politkern beider Parteien. Die Frist für die Beilegung des Streits endet am 31. Dezember.

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In den USA wird mit Hochdruck an einer Lösung des Haushaltsstreits gearbeitet. Präsident Barack Obama wird sich nach Angaben eines Sprechers am heutigen Freitag mit vier Top-Politikern von Demokraten und Republikanern treffen, um vor Ende der Frist 31. Dezember doch noch eine Einigung zu erreichen.

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Demnach lud der Präsident den republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, John Boehner, den republikanischen Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell sowie seine Verbündeten in Senat und Abgeordnetenkammer, Harry Reid und Nancy Pelosi, zu sich. Die Büros von Boehner und McConnell bestätigten das Treffen. Obama war am Donnerstag wegen des Streits vorzeitig aus dem Weihnachtsurlaub nach Washington zurückgekehrt.

US-Börsen honorieren Treffen

Schon zuvor war bekannt geworden, dass im Ringen um eine Beilegung des Streits am Sonntag das US-Repräsentantenhaus zu einer Arbeitssitzung zusammenkommen wird. Die Nachricht hatte dazu geführt, dass die US-Börsen am Donnerstag im späten Handel einen Großteil ihres Tagesverlustes wieder wettmachen konnten.

Obamas Demokraten und die Republikaner müssen sich auf einen Kompromiss einigen, um zu verhindern, dass zum 1. Jänner in den USA Steueranhebungen und Ausgabenkürzungen der öffentlichen Hand ("Fiskalklippe") im Volumen von mehr als 600 Milliarden Dollar in Kraft treten. Sollte es zu dem Automatismus kommen, fürchten Beobachter eine deutliche Eintrübung der US-Konjunktur mit gravierenden Auswirkungen auch auf die Weltwirtschaft.

(APA/AFP/Reuters)

 
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22 Kommentare
civil liberties
28.12.2012 14:18
0

diese affen! wenn keine einigung erzielt wird, kommt der amt (alternative minimum tax) hammer fuer die mittelklasse

und anstelle ab 75k dollar sinkt die schwelle auf 60 auf ca. 60k dollar, wo ein verheiratetes ehepaar 25% und nicht nur 15% steuern zahlt.

wie toll ist das denn? kein wunder wenn das ganze land die schauze voll hat, von diesen gedoens was die volksvertreter da abliefern


Antworten Pongau
28.12.2012 15:13
3

Re: diese affen! wenn keine einigung erzielt wird, kommt der amt (alternative minimum tax) hammer fuer die mittelklasse

jedes mal das selbe Theater.... bis 5 Minuten vor Deadline hassen sich alle dann Sitzung einberufen durchpeitschen und Friede Freude Eierkuchen, das sich davon an der Börse tatsächlich noch jemand beunruhigen lässt ist eigentlich total unverständlich! das dafür überhaupt noch ein Artikel herausgegeben wird... mir geht das schon auf den Sack

cb745
28.12.2012 13:34
1

wieder sinds die konservativen die uns in den abgrund reissen


satyricon
28.12.2012 12:52
3

wo sind die ratingagenturen?

us-schulden auf ramschstatus und usd um 20% abwerten und die sache hat sich

Antworten Pongau
28.12.2012 15:14
0

Re: wo sind die ratingagenturen?

alle in den USA! wir Europäer glauben immer noch wir brauchen keine! oder wir lassen uns gerne verarschen...

WiKa
28.12.2012 12:25
2

USA heben Schuldenlimit auf 200000000000000 Dollar an

Normalerweise würde es niemand merken, auch wenn es nicht nur schwindelerregend sondern auch der reinste Schwindel ist:

http://qpress.de/2012/12/28/usa-heben-schuldenlimit-auf-200000000000000-dollar/

Kommt es wirklich noch eine Null an? Zugegeben, das nächste Ziel wird wohl um die 20 Billionen Dollar liegen. Nur geht jetzt alles viel schneller vor sich.

Ludwig von Mises stellte schon fest, das Kreditexpansion keine Rettung ist, sondern nur die Verschiebung des totalen Kollaps. In dem Sinne reduzieren sich insgesamt die Auswahlmöglichkeiten. Machen wir also zum fröhlichen Jahreswechsel jetzt fix noch mal die Äuglein zu, denn 2013 wird die Welt sich massiv verändern, weil das jetzt das „Endspiel“ eingeläutet wird … (°!°)

kontra
28.12.2012 11:09
2

Ich glaube inzwischen, dass der Fiscal Cliff die einzig vernünftige Maßnahme ist

Die Rezession wird kurz sein, aber danach ist die US wieder gesund. Eine Blase wie sie die Schuldenpolitik seit Bush Jun. Fabriziert hat, muss platzen, je schneller desto besser.

Antworten civil liberties
28.12.2012 14:21
0

Re: Ich glaube inzwischen, dass der Fiscal Cliff die einzig vernünftige Maßnahme ist

die fiscal cliff fuert keineswegs dazu, dass der haushalt ausgeglichen ist. nicht mal annaehernd.

es muessten gezielt behoerden eingestampft werden und saemtliche unauthorisierte kriege eingestellt werden und alle truppen und basen im ausland nach hause gebracht werden.

Antworten Antworten kontra
28.12.2012 17:08
0

Re: Re: Ich glaube inzwischen, dass der Fiscal Cliff die einzig vernünftige Maßnahme ist

Also eine wirksamere Einsparung als den Fiscal Cliff können sie politisch in den USA nicht durchsetzen.
Übrigens: Wo führt denn die USA derzeit gerade mal einen unauthorisierten Krieg? Mir fällt das gerade nicht ein, und abgesehen davon, sind authorisierte billiger?

Antworten Albert Keinstein
28.12.2012 13:31
0

Re: Ich glaube inzwischen, dass der Fiscal Cliff die einzig vernünftige Maßnahme ist

was soll denn vernünftig daran sein, nach der rasenmähermethode die ausgaben zu senken und die einnahmen zu erhöhen?

mir fällt keine einzige dümmere methode ein.

Antworten Antworten kontra
28.12.2012 17:04
0

Re: Re: Ich glaube inzwischen, dass der Fiscal Cliff die einzig vernünftige Maßnahme ist

Mir fallen sogar sehr viele dümmere Methoden ein, nämlich alle, die nur so tun als ob. Die Rasenmähermethode funktioniert wenigstens.
Und im Speziellen würde ich sagen, wäre das republikanische Angebot bei weitem schlechter.

Walter2
28.12.2012 10:42
4

Was ist nun richtig?

Eine Steuererhöhung im Niedrigsteuerland USA wäre der Weg in die Krise? Steuererhöhungen in den Hochsteuerländern Europas sind jedoch der Weg aus der Krise?

Besser kann man fast nicht beschreiben, wie die einzelnen politischen Gesinnungen ihre eigenen Süppchen kochen, und dabei immer ihre Rezepte als das allein selig machende zu verkaufen versuchen.

Antworten kontra
28.12.2012 11:05
2

Re: Was ist nun richtig?

Es kommt immer auf die Ausgangslage darauf an. In einem Hochsteuerland wie Österreich sind Steuererhöhungen schädlich, in einem Niedrigsteuerland wie den USA allerdings absolut notwendig.

Antworten Antworten Walter2
28.12.2012 11:32
3

Re: Re: Es kommt immer auf die Ausgangslage an

Ich gebe Ihnen vollkommen recht.

Die vorstehende Frage war daher auch eher ironisch gemeint, denn die dazu gemachten Ankündigungen betreffend "Vermeidung des Wirtschaftsunterganges" widersprechen exakt dieser, Ihrer und meiner Ansicht.

Antworten Antworten Antworten Manuel Eder
28.12.2012 13:39
0

Re: Re: Re: Es kommt immer auf die Ausgangslage an

Es geht nicht so ganz um die Steuererhöhungen (die allerdings auch Leute treffen würden die es gerade nicht treffen sollte) sondern um die Rasenmäherkürzungen der Budgets. Und das führt definitv in den Abgrund.

Mag. Robert Cvrkal
28.12.2012 10:13
1

Eine Rezession der Weltwirtschaft ist vorprogrammiert

Gesucht wird nur mehr der Schuldige. Ist es die USA, Japan oder gar Europa?

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/511632_Vorschau-2013.html

vsmeister
28.12.2012 09:45
0

Obama' letzter Versuch?

Das Bild sagt wohl mehr als tausend Worte: ist mir aber ein Trost, dass nicht nur die Politik Kontinentaleuropas so verkommen dasteht - für die viel gepriesene Globalisierung aber kein gutes Omen.

Ich wünsche ein erfolgreiches Neues Jahr - wir werden es sehr benötigen!

Gemütsmensch
28.12.2012 09:23
0

Es kommt zu einem Kompromiss,

theater, -medien, - und hollywoodgerecht aufbereitet nach Art der Amerikaner.

Das nennt man Effekthascherei und das fast kindische Bedürfnis, das weltweite Interesse auf dieses Land zu lenken.

Was ist aus diesem Land geworden??

Antworten vsmeister
28.12.2012 09:49
0

Re: Was ist aus diesem Land geworden?

Es scheint, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten kann sich nur mehr auf Hollywood's Niveau über komische Agenturmeldungen finanzieren?

Immer nur Horrormeldungen über Sturmschäden (desolate Bretterhütten) ist wohl auch nicht das Wahre.

RAL
28.12.2012 08:47
1

OFFENSICHTLICH

haben in sllen konservativen Parteien die 10% der Reichsten das alleinige Sagen. Ein bedenklicher Zustand, wenn nur mehr die kapitalstärksten Gruppen in den Demokratien alleine die Fäden ziehen.

Antworten Walter2
28.12.2012 11:37
0

Re: OFFENSICHTLICH

Ein bedenklicher Zustand, wenn nur mehr die kapitalstärksten Gruppen in den Demokratien alleine die Fäden ziehen?

Wenn das den Tatsachen entspräche hätte wohl kaum Obama nochmals das Rennen gemacht. Das aber die "10% der Reichsten" nicht einfach untätig herumsitzen und gottergeben auf "staatliche Enteignung" warten, ist auch irgendwie verständlich.

Wobei sich gerade unter den US-Reichen viele finden, welche sich für soziale Projekte engagieren und auch dafür freiwillig zahlen.

Antworten Antworten Pongau
28.12.2012 16:05
0

Re: Re: OFFENSICHTLICH

gute 65 mio für Obama
gute 60 mio für Romney

so klar ist das nicht auch wenns die Wahlmänner so aussehen lassen!


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