Tschechoslowakei: Eine gelungene Scheidung

03.01.2013 | 18:25 |  VON CHRISTOPH THANEI (BRATISLAVA) und HANS-JÖRG SCHMIDT (PRAG) (Die Presse)

Die Tschechoslowakei wurde vor 20 Jahren aufgelöst. Die Slowakei entwickelte sich zum wirtschaftlichen „Tiger“ in Mitteleuropa. Prager Politiker unterschätzten nach 1989 das slowakische Emanzipationsstreben.

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Wien. Es herrschte international tiefe Skepsis, als Tschechen und Slowaken vor 20 Jahren ihren gemeinsamen Staat, die Tschechoslowakei, auflösten, um getrennter Wege zu gehen. Vor allem die Überlebensfähigkeit der kleineren Slowakei wurde angezweifelt. Doch das Land schaffte einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufstieg. Bratislava wurde von einer Stadt an der tschechoslowakischen Peripherie zur boomenden Hauptstadt. Die tschechisch-slowakische Scheidung ist Musterbeispiel für eine gelungene Trennung. Eine Gegenüberstellung.

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Slowakei

1 War die Scheidung beider Länder erfolgreich?

Für die Slowakei begann die Unabhängigkeit mit einem volkswirtschaftlichen Scherbenhaufen und wurde zu einer einmaligen Erfolgsgeschichte. Brachte das erste Jahrzehnt vor allem Massenarbeitslosigkeit und hohe Inflation, machte gerade der Status als Niedriglohnland und Land der niedrigen Unternehmenssteuern die Slowakei ab dem Beitritt zur EU zum „Tigerstaat Mitteleuropas“.
Bis die Wirtschaftskrise 2009 auch die Slowakei einholte, hatte sie in ihren ersten fünf Jahren EU-Mitgliedschaft ein Wirtschaftswachstum von über sieben Prozent pro Jahr. Nach einem kurzen Einbruch 2009 gehörte die Slowakei 2010 zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Europas.
Der Wirtschaftsboom baute vor allem auf enormen Steigerungen der Produktivität auf, die Arbeitslosigkeit mit knapp 14 Prozent war noch immer hoch. Der wirtschaftliche Erfolg des Landes ist wohl der wichtigste Grund dafür, dass heute kaum mehr jemand die politische Eigenständigkeit der Slowakei infrage stellt.

2 Wie sieht das Verhältnis zum ehemaligen Partner aus?

Das Bedürfnis der Slowaken nach Gemeinsamkeit mit den Tschechen zeigt sich nicht zuletzt in der Unterhaltungskultur. Die tschechischen Stars aus Musik, Film, Sport und TV sind in der Slowakei fast genauso bekannt wie in Tschechien. Tschechische Filme werden in der Slowakei ebenso wie tschechische Bücher im Original genossen. In der Slowakei ist Tschechisch aufgrund eines 2009 beschlossenen Sprachgesetzes dem Slowakischen gleichgestellt.

3 Warum kam es zur Trennung der beiden Länder?

Die Slowakische Republik galt in den ersten fünf Jahren ihrer Existenz als „Staat, den keiner wollte“. Vor allem die Gebildeten in Bratislava (Pressburg) waren zunächst dagegen. „Staatsgründer“ Vladimír Mečiar hatte noch im Wahlkampf 1992 keine Unabhängigkeit, sondern nur mehr Autonomie für die Slowakei im Rahmen einer Konföderation angestrebt – mit Transferzahlungen für die Slowakei. Erst nach dem Scheitern aller Kompromissversuche stimmte Mečiar der von seinem tschechischen Gegenüber Václav Klaus ins Spiel gebrachten Teilung zu.

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Tschechien

1 War die Scheidung beider Länder
erfolgreich?


Die Tschechen hatten sich wirtschaftlich von der Teilung mehr versprochen und zudem für die Slowaken auf diesem Gebiet nur ein mitleidiges Lächeln übrig. Tschechiens Präsident Václav Klaus musste dieser Tage einräumen, dass sich das BIP in Tschechien seit 1993 um 50 Prozent erhöht habe, „in der Slowakei aber um 100 Prozent“. Grund: radikale Reformen, die in Tschechien unmöglich gewesen wären.
Glaubt man einer repräsentativen Umfrage, dann hat sich die Zahl derjenigen Tschechen, die die Teilung heute für einen richtigen Schritt halten, erhöht (von 33 Prozent 1993 auf jetzt 46 Prozent). Die Umfrage sagt aber zugleich, dass die Mehrheit bis heute die Teilung als einen Fehler ansieht.

2 Wie sieht das Verhältnis der ehemaligen Partner aus?

Es wird von den Politikern beider Seiten als das denkbar beste bezeichnet. Es gehört zu den ungeschriebenen Gesetzen, dass ein tschechischer Präsident oder Premier nach seiner Wahl zuerst Kontakt zu seinem slowakischen Gegenüber aufnimmt. Beide Länder sind außenpolitisch gemeinsam aktiv, es gibt unter anderem gemeinsame Missionen in Krisengebieten. Derzeit wird darüber nachgedacht, in einigen Ländern nur noch eine Botschaft zu haben, die den ehemaligen Bruderstaat mitvertritt. Im Fernsehen suchen Tschechen und Slowaken gemeinsam ihre „Superstars“. Trotz des Widerstands der internationalen Föderationen bemühen sich Fußballer und Eishockeyspieler um die Wiedereinrichtung gemeinsamer Ligen.

3 Warum kam es zur Trennung der beiden Länder?

Es gab nach 1989 nicht einen tschechischen Politiker von Rang, der das slowakische Emanzipationsstreben begriffen hätte. In Prag ging man davon aus, dass die Slowaken dankbar zu sein hätten, seit der Gründung des gemeinsamen Staates 1918 in vielerlei Hinsicht Entwicklungshilfe bekommen zu haben. Nach 1989 fühlten sich Tschechiens Politiker immer wieder von Bratislava provoziert, wo man zunehmend auf mehr Mitsprache drängte. Während die tschechischen Reformer privatisierten, um die Grundlagen für eine funktionierende Marktwirtschaft zu errichten, fürchtete man in der Slowakei die Folgen dieser Entwicklung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.01.2013)

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37 Kommentare
 
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Tschechoslowakei: Eine gelungene Scheidung

es stellt sich die Frage, warum zuerst Trennung wenn doch alle Länder in eine EU integriert werden sollen.
Das Problem ist nicht die EU. Alte Politiker wie Adenauer oder auch F.J.Strauss waren da schon viel weiter.
Das Problem war und ist man konnte es nicht erwarten und hat geglaubt mit dem EURO geht es schneller.

"Dieses Europa hat ein gemeinsames Schicksal und eine gemeinsame Zukunft. Was liegt näher, als dass es zu einer gemeinsamen Politik kommen muss ?"
Während einer Bundestagsdebatte zum EVG-Vertrag am 7. Februar 1952, in: Verhandlungen des Deutschen Bundestages 1.Wahlperiode 190. Sitzung. 1952, S. 8123
"Ich fordere alle poltischen demokratischen Kräfte auf, im Interesse der Wahrheit, des Rechtes und der friedlichen Entwicklung einer demokratischen Zukunft Europas, an der Einheit und Freiheit Deutschlands festzuhalten und sie als politisches Ziel mit allem Nachdruck zu vertreten."
Franz Josef Strauß: Von deutscher Verantwortung. Rede zur Eröffnung des 39. Tages der Heimat in Berlin am 11. September 1988, 2. Auflage Bonn 1988, S.14.

"Weltanschauungen sind dogmatische Bastarde, gezeugt aus ungeduldiger Quasi-Religiosität, die gleichsam die Apokalypse nicht erwarten kann".
Anlässlich der Verleihung der Kultur- und Sozialpreise 1982 der Bayerischen Landesstiftung (ACSP, NL Strauß Slg. Kray RA 82/106)


Die Trennung...

... war richtig. Auch der Zerfall Jugoslawiens (den man billiger à la CSR hätte haben können!).
Was mich ärgert: warum heißt es immer "Bratislava" -- im Deutschen heißt es "Pressburg" (wie auch Milano > Mailand, Lisboa > Lissabon usw.).
Im Slowakischen hieß die Hauptstadt übrigens bis 1919 Presporok oder -rek (s mit Häkchen [sch]); die Form Bratislava kommt erst im 19. Jhdt. auf und ist eine (tschechische!) Konstruktion. Die ältesten urkundlichen Belege lauten 907 Brezalausburc, Braslavesburch, später Brezisburg, Preslawasburch also "Burg eines Mannes namens Braslav oder Preslav", von einem Vornamen Bratislav keine Spur!

Eine Zwangsheirat wurde getrennt

Wieder ein Teil des groessten Ungluecks der Neuzeit, dem Vertrag von Trianon, der nicht gehalten hat. Ausser der Kastrierung Restoesterreichs und Ungarns ist nun so ziemlich alles rueckgaengig gemacht. Und als katholisches Land kann man natuerlich nicht bei den Neo-Hussiten in PRag bleiben.

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Trennung von Staaten nach Gründung der EU

Es ist schon interessant dass sich in den letzte 20 Jahren neue Staaten aus schon Bestehenden sich gebildet haben, so Tschechische Republik und Slowakei und das ehemalige Jugoslawien.
Es bestehen trennungsabsichten in Spanien-Katalunien, Belgien- Flamen und Wallonen, Großbritannien Schotten und Engländer.
Statt Verinigungen also Trennungen!

Ansicht Aus Pressburg

Man muss sagen, dass die Informationen in dem Artikel bischen vereinfachene sind. Insgesamt sie sind in Ordnung aber doch fählen dort die echte Grunde für die Teilung.

1.Die erste gemeinsame Republik in 1918 wurde gegründet, dass zwei Nationen als ein selbständiges Land leben konnten. Beide wollten die eigene Traditione, Kultur und Sprache vor allem retten und weiter entwickeln.
In dieser Zeit wie zwei sebständige Republiken wäre es nicht möglich. In Tchechien lebten 8mio Einwohner, daraus fast 3mio Deutschen.
In der Slowakei 3,5mio, daraus 0,75mio Ungar.
Masaryk hat in der Welt ein Model als ,,tschechoslowakisches volk,, durchgesetzt und die Rebublik hätten zwei gleichwertige Nationen schaffen. Aber schon nach paar Jahren die Slowake haben festgestellt, dass sie niemals in dieser gemeinsamen Rebublik gleichwertig werden. Und dieses Problem hat 70 Jahre gedauert.

Ich entschulige mich für meine grammatische Fehler.

Re: Ansicht Aus Pressburg 2

2. Die Slowake haben bischen unterschidliche Mentalität, die vor allem vom Religionsbekenntnis hervorgeht. In der Slowakei es meldet sich zur Religion bis zu 75% der Menschen, in Tschechien nur 18%. Die Tschechien göheren zu den atheistischsten Nationen im Europa. In 1989 es hat zu den Kommunisten in Tschechien bis zum 1mio Bewohner gemeldet. Zum Beispiel in 1948 in der Slowakei hat den Wahl die demokratische Patrai eindeutig gewonnen, in Tschechien haben die Kommunisten gewonnen, darum ganze Republik musste ,,rot,, sein.

Ich entschulige mich für meine grammatische Fehler.


Oder anders

warum schreibt keiner, daß die Slowakei die Werkbank Tschecheis war?
Und das reizte die europ. Industriebetriebe, genügend Fachleute in der Nähe zu finden wohin man Schwerarbeit auslagern konnte. Und dies war ein Erfolgsmodel

Auch die EU sollte ein Europa...


stolzer Vaterländer sein und keine Sozi-Super-Kolchose.

So haben zumindest die Urväter der gesamt-europäischen Idee (z.B. Adenauer) gedacht.


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Re: Auch die EU sollte ein Europa...

Ein Europa der "stolzen Vaterländer" hatten wir schon seit Jahrhunderten. Diese "stolzen Vaterländer" führten aber unzählige Kriege -miteinander und gegeneinander-, immer unter der Devise, die der ewig-gestrige Strache und seine "soziale Heimatpartei" auch heute noch immer predigt:

"Österreich zuerst",...... Deutschland zuerst, Frankreich zuerst, Italien zuerst, Großbritannien zuerst, Spanien zuerst................usw. usw.
Diese "stolzen Vaterländer haben auch ihre Wirtschaft mit Zöllen, mit Diskriminierung und vielerlei protektionistischen Maßnahmen vor "ausländischen Produkten" geschützt und sinnlose Monopole erhalten!

Und Ihr Märchen von den Urvätern der gesamteuropäischen Idee ist so falsch wie es nur sein könnte. Das Gegenteil ist wahr.
Adenauer, Schumann und die Gründerväter haben sehr wohl mit der Gründung der Montanunion bereits eine völlig neue Idee eingebracht:

Die Schaffung einer MULTILATERALEN AUFSICHTSBEHÖRDE über alle Kohle- und Stahlvorkommen der die Mitgliedsstaaten Teile ihrer SOUVERÄNITÄT ÜBERTRAGEN haben.

Daraus und mit diesem Erfolgsrezept entstand in weiterer Entwicklung die EWG, die EG und die EU!


Die Trennung war anachronistisch und vollkommen unnötig !

Und das Ganze, weil zwei Männer ihre eigenen kleinen Königreiche wollten: Meciar und Klaus

Re: Die Trennung war anachronistisch und vollkommen unnötig !

aus welchem der 2 Länder stammen Sie?

Aus gar keinem....

Wieso fragen Sie ?

Re: Aus gar keinem....

na weil ein Urteil über diese Staatstrennung am ehesten wohl einem betroffenem Staatsbürger (Tschechen oder Slowaken) zusteht

Ein Urteil steht jedem zu, der sich dafür interessiert....

.....und somit auch mir :)

Los von Wien

Für ein freies Herzogtum Kärnten.

Trennungstrends

Die Bayern haben auch schon einmal anklingen lassen, autonom von der Bundesrep. sein zu wollen. Schließlich haben sie die höchsten Steuereinnahmen, Siemens, BMW, Tourismus etc. und müssen Vorpommern miterhalten.

1 2

Re: Trennungstrends

Die BAYERN ?

Nein, nur einige nationale, separatistische ..........in Bayern !!!

Desintegration

Wenn nicht einmal zwischen Tschechen und Slowaken die Integration funktioniert hat, wie soll das dann zwischen Portugiesen, Finnen, Griechen und Deutschen, Bulgaren und Engländern klappen??
Man kann nur hoffen, dass die aufgrund der sich zuspitzenden Verteilungskontroversen im Raum stehende Desintegration Europas dann ähnlich friedvoll ablaufen wird wie bei der vormaligen Tschechoslowakei und nicht wie in Jugoslawien.

13 15

Durch die Teilung haben beide Ländern profitiert

Warum?
Weil die nötigen Strukturreformen in kleinen Einheiten schneller umgesetzt werden konnten.
Genau das gleiche Problem hat die EU. Sie ist zu groß geworden, um noch sinnvolle Reformen umsetzen zu können.
Daher sollte Österreich möglichst rasch aus der EU austreten, damit auch in Österreich der Wohlstand wieder steigt.

1 3

Re: Durch die Teilung haben beide Ländern profitiert

"Weil die nötigen Strukturreformen in kleinen Einheiten schneller umgesetzt werden konnten."

Diese falsche Theorie können Sie bei der Reformunwilligkeit der österreichischen Bundesländer, als den "kleineren Einheiten" nachvollziehen!

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Re: Durch die Teilung haben beide Ländern profitiert

90% der Probleme Österreichs sind hausgemacht(Pension, Bildung, ... etc) die EU hat auf diese Bereiche keinen Einfluss.
Wohl sind Reformen in kleineren Einheiten zumeist schneller umsetzbar aber dennoch funktioniert das in Ö nur schleppend und teilweise gar nicht, hier wäre es wohl sinnvoller mehr Kompetenzen sowohl einnahmen- als auch ausgabenbezogen an die Regionen(Länder) zu übergeben im Grunde ein Weg der bereits angedacht und teilweise gegangen wird... auch von der EU...

5 10

Re: Re: Durch die Teilung haben beide Ländern profitiert

EU bedingt sind jedenfalls Probleme wie: Menschenhandel über die unkontrollierten Staatsgrenzen und damit verbundener Waffenhandel, Drogenhandel, Handel mit gestohlenen Autos,
das Währungsproblem mit dem EURO, das Problem der Griechenlandrettung, das Problem der Spanien-Rettung, Milliardenzahlungen an Polen, Rumänien, Bulgarien usw.
das EURATO-Problem,
das Problem der EU-Soldaten in Österreich,
das Problem des Demokratieverlusts,
das Problem mit dem Sozialabbau ...
usw.

3 2

Re: Re: Re: Durch die Teilung haben beide Ländern profitiert

Probleme wie Menschen-, Waffen-, und Drogenhandel existieren nicht nur in Europa sondern auch an der Südgrenze der USA zu Mexiko die wie ich hier erwähnen möchte als am besten überwachte Grenze der Welt gilt, dennoch wird nirgendwoanders soviel Handel mit diesen Dingen betrieben. Insofern können wir uns nur alle glücklich schätzen diese Situation rund um Ö nicht zu haben...
Auch wenn der Euro milde ausgedrückt als Baustelle bezeichnet werden kann kann man dies über vieles sagen das heute hochgehalten werden, einst dachte niemand an die Überlebensfähigkeit eines Staates Österreich...
Keine Ahnung auf welche Probleme Sie mit EU Soldaten ansprechen...
Probleme des Sozialabbaus sind jedenfalls nationaler Natur welchen Einfluss hat die EU darauf, kennen sie sich mit dem EU Recht und deren Kompetenzen überhaupt aus?
Um zuletzt auf die Förderungen an östliche Staaten zurückzukommen will ich sie an dieser Stelle darauf hinweisen das Nicht EU-Länder wie die Schweiz oder Norwegen viele der EU Bestimmungen mittragen, inklusive Schengen, EWR und eben Förderungen an den Osten.
Wie würde sich wohl Europa entwickeln wenn die Einkommensunterschiede weiter auseinanderklaffen, Menschen wie sie würden wohl weiter höheren Mauern, mehr Wachen, mehr Waffen usw fordern, an dieser Stelle waren wir bereits, wollen Sie wirklich dorthin zurück?

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Re: Re: Re: Re: Grenze USA - Mexiko

Was glauben Sie würde passieren, wenn die Staatsgrenze USA - Mexiko offen wäre, so wie es die Staatsgrenzen innerhalb der EU sind?

PS: Warum vereinigen sich nicht USA - Mexiko - Kanada zu einer Wirtschafts- und Währungsunion?

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Re: Re: Re: Re: Re: Grenze USA - Mexiko

Ich hatte auf diese Antwort schon gehofft. Selbst die ewig gestrigen Amerikaner haben mittlerweile festgestellt, dass sich durch wirtschaftliche Zusammenarbeit mehr erreichen lässt als als Einzelstaat ((NAFTA seit 1996) durch das Abkommen wurde ein erster Schritt in diese Richtung gesetzt. Die Grenzen jetzt zu öffnen würde einer Sprengung des 3 Schluchten Damms gleichkommen, das Problem wurde vor vielen Jahrzehnten erzeugt und über die Jahre aufgebaut man kann es daher nicht mit einem Schlag bereinigen, aber auch die Amerikaner haben begriffen das sich diese Kunstlösung nicht auf ewig halten lassen wird, ergo wurde der Weg in Richtung mehr Zusammenarbeit eingeschlagen. Auf Europa umgemünzt kann man nur sagen wir hatten die selbe Situation vor etwas mehr als 20 Jahren über die letzten Jahre ist es allerdings gelungen große Schritte in Richtung Abbau dieser Ungleichheiten zu gewährleisten, ohne die von Ihnen proklamierten Einbüßen, sondern im Gegenteil mit realen Wohlstandssteigerungen.

Wie gut könnte es auch Österreich ohne dem Euro gehen?

Die Tschechen können ihr Steuergeld weiterhin im eigenen Land investieren und damit Wohlstand und Arbeitsplätze schaffen

 
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