Obama plant Initiative gegen laxe US-Waffengesetze

06.01.2013 | 08:51 |   (DiePresse.com)

Der US-Präsident will nach dem jüngsten Amoklauf in einer Schule offenbar den (Wieder-)Verkauf von Waffen strenger regeln. Auch wer Schusswaffen an Minderjährige abgibt, muss künftig mit härteren Strafen rechnen.

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US-Präsident Barack Obama plant nach Informationen der "Washington Post" eine breite Initiative gegen laxe Waffengesetze, die über das Verkaufsverbot von Sturmgewehren weit hinausgeht. Die Taskforce, die Obama nach dem jüngsten Amoklauf in einer Schule in Newtown (Connecticut) ins Leben gerufen hatten, prüfe unter anderem Hintergrund-Checks bei allen Waffenkäufern. Außerdem solle der Verkauf und der Wiederverkauf von Waffen auf nationaler Ebene beobachtet und registriert werden.

Als eine weitere Maßnahme seien schärfere Strafen gegen das unerlaubte Waffentragen etwa in der Nähe von Schulen ins Auge gefasst. Auch wer Schusswaffen an Minderjährige abgebe, müsse künftig mit härteren Strafen rechnen, schreibt die Zeitung unter Verweis namentlich nicht genannte Quellen.

Verkaufsverbot für halbautomatische Sturmgewehre

Obama hatte nach dem Massaker von Newtown, bei der ein junger Mann mit einem Sturmgewehr 27 Menschen tötete, zwar klargemacht, dass er mit aller Schärfe gegen laxe Gesetze vorgehen wolle, aber keine Einzelheiten genannt. Als eine konkrete Maßnahme galt aber stets ein Verkaufsverbot für halbautomatische Sturmgewehre an Privatleute. Mit diesen kann man ohne Nachladen innerhalb kürzester Zeit extrem viele Schüsse abgeben. Vorsitzender der Taskforce ist Vizepräsident Joe Biden.

Obama hatte allerdings auch betont, dass er den zweiten Verfassungszusatz, der das Recht auf den Besitz und das Tragen von Waffen festschreibt, nicht antasten wolle.

Die einflussreiche Waffenlobby National Rifle Association (NRA) lehnt schärfere Gesetze ab und betonte, im Kern müsse jeder Amerikaner in der Lage sein, einem Angreifer mit einer eigenen Schusswaffe zu begegnen.

(APA/dpa)

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41 Kommentare
 
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Toll

Dann haben bald wirklich nur noch Verbrecher Waffen - denn diese lassen sich von solchen Regeln nicht davon abhalten illegale Schusswaffen zu besorgen.
Nur der unbescholtene Bürger darf sich dann nicht mehr wehren können. Schließlich sieht es ja viel besser aus, wenn ein Überfallsopfer getötet wurde, als wenn es sich gewehrt hätte. Man bekommt ja jetzt schon Probleme mit dem Gesetz wenn man einen Übergriff abwehrt und der Täter dabei womöglich noch verletzt wird.
Ein Freund, der im gleichen Schützenverein und Anwalt ist, meinte einmal, dass man einen Überfall am besten mit einem Schuss in Kopf oder Herz abwehren sollte, denn ein überlebender Verbrecher verklagt das Opfer auf Schadensersatz - und gewinnt mit einem guten Anwalt auf jeden Fall...

Huch Leute

hoffe das ihr nie mehrheitsfähig werdet's -küssel ein Justizskandal und Waffen für jeden -eine spaßige Mischung hier im Forum

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Re: Huch Leute

jaja der Cybermob ist wieder in Hochform

Diesen Mut MUSS der Präsident persönlich

aufbringen ! Natürlich besteht die Gefahr, daß dann wieder einmal ein Mr. Präsident ermordet wird - aber .. Politisch hätte Herr Obama nichts zu verlieren, aber wesentliches zu gewinnen und .... noch ein weiteres Mal wieder gewählt werden kann er gar nicht. Also das sonst übliche Schielen auf den nächsten Wahltermin bliebe ohnehin aus.

Man kann über die Reduktion von Magazinkapazitäten

reden, über die Anzahl an Waffen die jemand erwerben darf. Aber grundsätzlich sollten Schusswaffen für unbescholtenen Bürger zugänglich sein.
Wer einen Amoklauf veranstalten will wird sich die Waffen auch illegal anschaffen können.

Abgesehen davon werden auch Autos, Zigaretten oder ungesundes Essen nicht einfach unzugänglich gemacht bloß weil jährlich Hundertausende Menschen daran sterben.

Das soll nicht zynisch wirken aber wenn man alle Risiken die einem das Leben unnatürlich kosten könnten eindämmen nimmt man dem Menschen zwei wichtige Faktoren weg: Freiheit und Verantwortung.

Re: Man kann über die Reduktion von Magazinkapazitäten

Was für ein dummer Vergleich. Der Großteil der Menschen kann mit Freiheit und Verantwortung nicht umgehen. Was glauben sie was los wäre, würde der Verkehr nicht mehr mit Ampeln geregelt werden? Was der USA helfen kann, ist eine Moralisierung der Bevölkerung, und raus aus der Angstgesellschaft. Den Kleinsten wird schon der Umgang der Waffe nahe gelegt und somit verliert der Bürger jede Ehrfurcht vor der Waffe. Ein Verbot würde bewirken das es nicht mehr so einfach wird legal an Waffen zu kommen. Oder warum wird bei uns das Messer bevorzugt und nicht die automatische Waffe?

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Leichter Zugang zu Waffen bringt Frieden und Demokratie....

Das sieht man doch an Beispielen wie Jemen, Somalia und Saudi Arabien....

Was macht Mr.US-Constitution-Patriot mit einem Sturmgewehr um sich gegen die Predator Drohnen, Apache Helikoptern und Abrams Panzer zu schützen, wenn die Armee jemals auffahren sollten?
Unter dem Argument muss man alle Waffen am Markt legalisieren für Privatbesitz. (Panzerfäuse, Surface to Air Missles, usw.)

Re: Leichter Zugang zu Waffen bringt Frieden und Demokratie....

Dort funktioniert Frieden und Deokratie desshalb nicht, weil sich diese Kameltreiber noch im tiefsten Mittelalter befinden und mit modernen Technologien, wozu auch Waffen gehören, nicht so umgehen wie es sinnvoll wäre, sondern sie missbrauchen um ihren kranken Glauben anderen aufzuzwingen.
Das selbe wäre auch bei uns im 14jhd passiert, wenn wir plötzlich Zugang zu solchen Technologien gehabt hätten.
Man muss eben bedenken, dass in all diesen Ländern, ohne Erdöl (welches wir ja dummerweise auch noch kaufen) nur ein paar Normaden mit ihren Kamelen durch die Gegend ziehen würden.

Sorry, aber dieser Artikel gehört in das Krone-Forum und nicht in die Presse.

Es liest sich wie ein polemischer Post und nicht wie ein differenziert recherchierter, und gut argumentierter Artikel.


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die unqualifizierte bemerkung ueber 'waffenfetischisten' kann sich der verfasser

wo hinschmieren. wer polemisch sein will,soll eine polemik schreiben und keine anschimpfungen in sachlicher berichterstattung verstecken. befuerworter der gaengigen regelung sind noch lange keine emotional gestoerten menschen.

das die ganzen Dödel

mit Drogen und Pharmaka zugedröhnt sind ist natürlich kein Thema in den Medien - das wird doch nicht etwa mit den sprudelnden Werbeeinnahmen von der Pharmaindustrie zusammenhängen...

amtseid eines jeden praesidenten "I do solemnly swear (or affirm) that I will faithfully execute the Office of President of the United States, and will to the best of my Ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States."

2. verfassungszusatz (die der verfassungseid inkludiert):

"A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed."


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Re: amtseid eines jeden praesidenten "I do solemnly swear (or affirm) that I will faithfully execute the Office of President of the United States, and will to the best of my Ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States."

Die "well regulated Militia" nicht vergessen.

Re: amtseid eines jeden praesidenten "I do solemnly swear (or affirm) that I will faithfully execute the Office of President of the United States, and will to the best of my Ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States."

Bitte das 2nd Amendment historisch betrachten --> Zweck des Gesetztes ist weggefallen

Ich mags nicht mehr zum x-ten mal als Antwort auf so einen Kommentar posten...

Re: amtseid eines jeden praesidenten "I do solemnly swear (or affirm) that I will faithfully execute the Office of President of the United States, and will to the best of my Ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States."

Gegen die well regulated militia sagt ja keiner was - solange die die Waffen nach ende der Übung wieder abgeben.

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Jeder Amerikaner soll in der Lage sein, einem Angreifer mit einer eigenen Schusswaffe zu begegnen.

Hätten wir ähnliche Regeln, würde es viel weniger Überfälle auf Tankstellen, Wettbüros und Banken geben.
Unter den Kriminaltouristen würd sich schnell herumsprechen, wenns mal einen "erwischt" hat.

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Re: Jeder Amerikaner soll in der Lage sein, einem Angreifer mit einer eigenen Schusswaffe zu begegnen.

Was für ein Schwachsinn, was soll der brave Bürger mit der Waffe, wenn der böse zuerst schießt? Wie kann man nur so blödsinnig argumentieren. Und was ist mit den Kindern, sollen die dann auch Waffen bekommen um sich zu verteidigen? Und was ist wenn jemand gar keine Waffe will, wird er dann für sein Unglück selbst verantwortlich gemacht? Weg mit den Waffen aus Privatbesitz, das ist die einzige Lösung den Horror einzudämmen, ganz beseitigen wird man ihn eh nicht können.

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Re: Jeder Amerikaner soll in der Lage sein, einem Angreifer mit einer eigenen Schusswaffe zu begegnen.

Mit einem durchschnittlichen Sturmgewehr entleert man ein 30 Schuss Magazin in ca. 2-3 Sekunden.

In der Zeit denkt der gute Samariter nicht mal daran die Waffe zu ziehen. Und die meisten dieser Shootings verlaufen innerhalb von Minuten.

Sicher vielleicht würden mehr Waffen ein paar Leuten das Leben retten, aber das Potential die Lage deutlich zu verschlimmern, in all dem Chaos das in solchen Situationen herrscht, ist nicht zu verachten.

Re: Jeder Amerikaner soll in der Lage sein, einem Angreifer mit einer eigenen Schusswaffe zu begegnen.

Tolle Idee!
Dann braucht man in einem Anfall von Rage nur noch die Safetür zu öffnen und los geht das saubere Massaker.
Ist sicher auch für Kinder und Jugendliche eine wunderbare Erfahrung....

BITTE NICHT!!!!!

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Re: Jeder Amerikaner soll in der Lage sein, einem Angreifer mit einer eigenen Schusswaffe zu begegnen.

Das meinte interessanterweise sogar ein Polizist als er letztes Jahr von einem Reporter gefragt wurde, wie man in Linz wieder dafür sorgen könnte dass die Überfälle aufhören. Der meinte sinngemäß wenns einen von denen erwischt, ist wieder für 2 Jahre Ruhe.

Drohnenverbot fuer Praesidenten

Der Oberste Kindermoerder der Nation sollte einmal vor seiner eigenen Tuer kehren.

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Naiv, Naiver am Naivesten

Obama und die meisten Leser hier kapieren es wohl nicht. Gesetzte können verbrechen nicht verhindern. Es ist ja jetzt schon streng verboten sich mit einer Waffe auf irgendein Schulgelände zu begeben, und? Wann einer den eigenen Tod in Kauf nimmt sind ihm alle Gesetze Wurscht!

Re: Naiv, Naiver am Naivesten

der hirnlose sind sie und ein graf wohl nicht eher so ein mensdorf-pfui. es geht einfach darum dass nicht jeder ein strumgewehr besitzen darf oder besser soll. weil sonst kann er mit 5 magazinen ratz fatz 30 leute abknallen auf dauerfeuer eingestellt.

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Re: Re: Naiv, Naiver am Naivesten

Mann oh Mann.

Sturmgewehre, also ihr Dauefeuer ist in den USA genauso verboten wie bei uns.

Es geht um Halbautomaten. Da müssen sie schon für jeden Schuss erneut abdrücken.

Aktuell wollen die jagdliche Halbautomaten erlaubt lassen. Jene die militärisch "ausschauen" aber verbieten.

Deutschland hat genau diesen Anscheinsparagraph vor ein paar Jahren abgeschafft. Was ändert dass den wenn man ein Gewehr "optisch" so aussehen lässt wie ein Militärisches? Gibt man Holz dran und lässt es jagdlich aussehen soll das gleiche Gewehr plötzlich gut sein?!?

Was die vorhaben bringt genau gar nichts. Die hatten dieses Gesetz bereits ein Jahrzehnt lang und haben es wegen Sinnlosigkeit wieder abgeschafft (bzw. auslaufen lassen). Es hat einfach nichts gebracht.

Außerdem SINKT die Mordrate und dazu kommt nur sehr wenige Morde geschehen mit Gewehren. Und noch viel viel weniger mit Halbautomatischen Gewehren.

http://www.fbi.gov/about-us/cjis/ucr/crime-in-the-u.s/2011/crime-in-the-u.s.-2011/tables/expanded-homicide-data-table-8

Re: Re: Re: Naiv, Naiver am Naivesten

Super Link, 10.000 von 14.000 gestorben durch Schusswaffen. Mehr ist da nicht zu erwähnen, vielen dank.

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Re: Naiv, Naiver am Naivesten

soll bedeuten man sollte es stillschweigend hinnehmen ?dann verzichten wir doch gleich auf irgendein Gesetz in dieser Richtung und lassen jeden Bürger Kriegsgerät zu Hause lagern
aus der Bush Ära ist mir kein einziger Versuch bekannt irgendwas an diesem Treiben zu ändern,der verschwendete nicht mal einen Gedanken drann,dass sind die tödlichen Auswirkungen davon
eine habgierige hasserfüllte Gesellschaft die über Leichen geht

 
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