Nach Kurdinnen-Mord: Zwei Festnahmen in Paris

18.01.2013 | 20:58 |   (DiePresse.com)

Bei den beiden Männern soll es sich um in der Türkei geborene Kurden handeln. Offenbar entstammten sie dem engen Umfeld der getöteten Frauen.

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Im Zusammenhang mit der Ermordung von drei kurdischen Aktivistinnen in Paris sind zwei Verdächtige in Polizeigewahrsam genommen worden. Wie am Freitag aus Justizkreisen verlautete, erfolgten die Festnahmen bereits am Donnerstag. Eine Polizeiquelle sagte, bei den beiden Männern handle es sich um in der Türkei geborene Kurden, und sie entstammten dem engen Umfeld der getöteten Frauen.

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Einer der beiden Männer sei offenbar der Fahrer von einer der getöteten Kurdinnen gewesen, verlautete aus Polizeikreisen weiter. Die Ermittler seien zudem einer "entscheidenden Spur" gefolgt. Es blieb aber zunächst unklar, was genau den Verdächtigen vorgeworfen wurde und ob und inwieweit sie mit den Morden an den drei Frauen zu tun haben.

Die drei kurdischen Aktivistinnen, darunter eine Mitbegründerin der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), waren am Donnerstag vergangener Woche im Kurdischen Informationsbüro in Paris tot aufgefunden worden. Sie waren durch Kopfschüsse regelrecht hingerichtet worden. Die Ermordung der Kurdinnen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Soylemez hatte zu Großkundgebungen und Trauermärschen von Kurden unter anderem in Frankreich und in der Türkei geführt.

Zehntausende gedachten den Aktivistinnen

Erst am Donnerstag waren in der südostanatolischen Stadt Diyarbakir zehntausende Kurden in Gedenken an die Ermordeten auf die Straße gegangen. Mit ihrem Trauermarsch begleiteten sie die drei Särge, die durch die Stadt getragen wurden. Cansiz, die Mitbegründerin der PKK, wurde am Freitag in ihrem Heimatdorf Tunceli beigesetzt.

Die Morde wurden vor dem Hintergrund von Friedensverhandlungen zwischen der türkischen Regierung und dem inhaftierten Chef der verbotenen PKK, Abdullah Öcalan, verübt. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte spekuliert, die Morde könnten möglicherweise auf eine PKK-interne Fehde zurückgehen, die darauf abziele, die Friedensgespräche zwischen Ankara und Öcalan zu sabotieren.

Die PKK hatte 1984 im Kampf für die Rechte der Kurden zu den Waffen gegriffen. Im Zuge des Konflikts wurden seitdem mehr als 45.000 Menschen getötet.

(APA/AFP)

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2 Kommentare

k. und t.

sind nicht "unser Bier"

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