Bombenangriff auf Einkaufscenter

20.01.2013 | 19:24 |   (Die Presse)

Sprengsatz in einem Athener Kaufhaus richtet nur Sachschaden an. Die Täter stammen vermutlich aus der autonomen Szene.

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Athen/Apa/Dpa. Der Bombenanschlag auf ein Einkaufszentrum in Athen ist am Sonntag glimpflich ausgegangen. Durch die Explosion wurden lediglich zwei Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes leicht verletzt, wie griechische Medien berichteten. Allerdings sei der Sachschaden erheblich.

Die Attentäter wollten offensichtlich Opfer vermeiden. Ein anonymer Anrufer habe bei einer Zeitung und einer Internetnachrichtenseite etwa 50 Minuten vor der Explosion vor dem Anschlag gewarnt, hieß es. Die meisten Geschäfte des Einkaufszentrums waren zum Zeitpunkt der Detonation geschlossen. Nur in den oberen Stockwerken waren Cafés und Kinos geöffnet.

Der Vorfall ist der jüngste Höhepunkt einer Serie von Angriffen, hinter denen, Vermutungen der griechischen Polizei zufolge, autonome bzw. anarchistische Gruppierungen stehen. Vergangenen Montag wurde die Zentrale der größten griechischen Regierungspartei Nea Dimokratia mit Schnellfeuergewehren beschossen. Anfang Jänner wurden Brandanschläge auf Wohnhäuser mehrerer griechischer Journalisten verübt; nur wenige Wochen zuvor hatten Unbekannte zwei Autos vor dem Haus des früheren griechischen Finanz- und Verteidigungsministers, Giannos Papantoniou, in Brand gesteckt. Und auch die Zentrale der ultranationalistischen griechischen Partei Goldene Morgenröte ist vor wenigen Wochen das Ziel eines Bombenanschlags gewesen – bei dem es ebenfalls keine Verletzten gegeben hat.

 

Demos gegen Rassismus

Gewalt gibt es in dem krisengeschüttelten Land allerdings nicht nur gegen Politiker und Medienmacher. Am Samstag demonstrierten tausende Griechen in Athen gegen Rassismus, Faschismus und Ausländerfeindlichkeit, nachdem es in den vergangenen Monaten zu Dutzenden Übergriffen auf Migranten in Griechenland gekommen war. Im Land leben mittlerweile mehr als eine Million Migranten – bei einer Gesamtbevölkerung von rund 11,5 Millionen Menschen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.01.2013)

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2 Kommentare

Geh bitte...

hört endlich mal auf mit dem Geschwafel von autonom. Das sind Terristen, genauso wie die mit dem Turban.

Re: Geh bitte...

Terroristen

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