US-Vizepräsident Joe Biden rief das iranische Regime am Samstag zu direkten bilateralen Verhandlungen über sein Atomprogramm auf: "Die USA sind bereit zu einem Treffen mit der iranischen Führung, und wir würden aus einem solchen Treffen auch kein Geheimnis machen", sagte Biden im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz. Biden stellte für diese Gespräche allerdings eine Bedingung: "Es muss eine klare Agenda geben, über die man dann verhandeln kann. Wir führen solche Gespräche nicht als bloße Fingerübung."
Der Iran solle nicht länger warten, dieses Gesprächsangebot anzunehmen, meinte im Anschluss Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle: "Die Hand ist ausgestreckt. Irans Ankündigung, die Uran-Anreicherung auszuweiten, ist da das falsche Signal". 2013 sei ein entscheidendes Jahr dafür, im Atomstreit mit dem Iran zu einer diplomatischen Lösung zu kommen.
Biden: "USA bereit zu Treffen mit iranischer Führung"
02.02.2013 | 10:29 | von Helmar Dumbs (DiePresse.com)
US-Vizepräsident Joe Biden ruft bei der Münchner Sicherheitskonferenz den Iran zu direkten bilateralen Verhandlungen über sein Atomprogramm auf.
14 Kommentare
der kriegshetzer netanjhu wird schon dreinfunken
Dreierkonferenz wäre realistischer
Noch besser wäre eine Konferenz unter Einschluss von Israel mit Diskussion über die Atomwaffen, die dieser Staat als einziger im Nahen Osten seit langem schon besitzt.Das ist nur ein weiterer Schritt im Spiel
Die ausgestreckte Hand ist nur ein Schein. Ich sage nicht, dass es Pläne gibt den Iran anzugreifen (auch wenn das gut möglich ist), sondern behaupte, dass man aus den letzten innenpolitischen Entwicklungen im Iran, seine Chance zur Erpressung gerochen hat.Der Iran hat massive innenpolitische Probleme, wie zB eine extrem hohe Inflation und wirtschaftliche Unruhen. Die Sanktionen haben gefruchtet kann man sagen.
Was nun passiert, war bereits vorauszusehen. Man gibt den Anschein als würde man verhandeln um ein für beide Seiten akzeptables Atomprogramm auf die Beine zu stellen, dabei stellt man Forderungen die jenseits von gut und böse sind. Schließlich gilt es den iranischen Markt zu erobern um an Rohstoffe zu kommen und natürlich um die Zentralbank zu übernehmen. Das Eine resultiert aus dem anderen und man nennt das dann "Liberalisierung" :-) Der Iran wir den Forderungen natürlich nicht folgen und wird als verhandlungsunfähig abgestempelt.
Wahrscheinlich weiß man jetzt schon, dass daraus nichts wird und bereitet sich insgeheim auf die ersten "präventiven Verteidigungsmaßnahmen" vor. Genug Zeit hatte man und es ist eine logische Schlussfolgerung, dass nun die arabischen Jahreszeiten auf den Iran überschwappen.
Letzte Warnung.
Das dürfte wohl der letzte Versuch der USA sein den Iran friedlich zu.überzeugen...Re: Letzte Warnung.
Wenn all das was die USA dem Iran bisher angetan haben als friedlich dargestellt werden kann, dann würde ich gerne wissen was sie unter "friedlich" verstehen.Die wirtschaftlichen Sanktionen, das Öl-Embargo, der Angriff auf die Atomanlagen, oder die Gewalt gegenüber die Souveränität des Irans können nicht als friedlich dargestellt werden.
Zuerst werden Drohnen versendet,
vorsichtshalber mal ein paar Kriegsschiffe in richtung Iran geschickt, danach sei man bereit zu Gesprächen, und erwartet sich ernsthaft eine "gute Freundschaft" so wie mit Gaddafi.Die Diplomatie kennt keine Grenzen.
Re: Zuerst werden Drohnen versendet,
Wenn ein Aussenminister vollmundig "der Iran" sagt, dann meint er das Aussenministerium, dieRegierung, die Verwaltung und die Geschichte aber nicht das Volk.Re: Re: Zuerst werden Drohnen versendet,
Ich kenne da einen Iraner der das absolute Paradebeispiel für diese Situation ist, der hat protestiert und geschimpft als der Ahmedinejad zum Präsidenten ernannt wurde, als die Sanktionen in kraft getreten sind, die Drohne abgefangen wurde und der Syrienkonflikt los gegangen ist, hat er seine Meinung geändert.Re: Re: Re: Zuerst werden Drohnen versendet,
Und das schlimmste für ihn war: Dass er seine iranischen Programne nicht mehr über Satelit empfangen konnte, also weis er auch nicht so richtig was in Seinem Land los ist.http://de.m.wikinews.org/wiki/EU_l%C3%A4sst_iranische_TV-Sender_abschalten
meingott Walter...
der Westerwelle ...der lange Arm über den Atlantik
"..Der EU wirft die ehemalige Brüssler Komissarin vor, die Krise viel zu zögerlich und halbherzig anzupacken.."Die darf von USA Gnaden nicht anders! Haben wir Europäer das noch immer nicht kapiert? Die USA tun alles, um über die Schiene GB die EU zu torpedieren....
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