Selbstmordattentäter von Ankara aus Deutschland

02.02.2013 | 19:58 |   (DiePresse.com)

Der Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in Ankara soll von einem aus Deutschland eingereisten Türken verübt worden sein.

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Der Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in Ankara soll von einem illegal aus Deutschland eingereisten Türken verübt worden sein. Der Mann sei über die griechischen Inseln mit einem gefälschten Ausweis in die Türkei gekommen, berichteten türkische Medien am Samstag weiter. Unterdessen bekannte sich die linksextremistische DHKP-C in einer im Internet verbreiteten Erklärung zu der Tat.

Bei dem Anschlag am Freitag war neben dem Attentäter ein Wachmann der US-Botschaft getötet worden. Eine Journalistin, die auf dem Weg zum US-Botschafter war, wurde schwer verletzt.

Ziel: Regierung in Türkei stürzen

Die DHKP-C (Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front/Devrimci Halk Kurtulus Partisi-Cephesi) hat in der Türkei Anschläge auf Polizei und Justiz verübt. Sie operiert im Untergrund und steht sowohl in der Europäischen Union als auch den USA auf der Terrorliste. Ihr Ziel ist es, das Regierungssystem der Türkei zu stürzen. Sie war 1994 als eine Nachfolgeorganisation der berüchtigten Devrimci Sol (Revolutionäre Linke) gegründet worden.

Der Attentäter hat bei dem Anschlag am Vortag eine Handgranate und sechs Kilo TNT-Sprengstoff gezündet, wie die Ermittlungen ergeben haben. Er sprengte sich in einem Eingangsgebäude zum Botschaftsgelände in die Luft. Die türkische Regierung verstärkte die Sicherheitsmaßnahmen für diplomatische Vertretungen.

Die türkischen Behörden haben nach bisherigen Ermittlungen Ecevit Sanli (40) mittels DNA-Test als Attentäter identifiziert. Bei ihm soll es sich um ein Mitglied der verbotenen DHKP-C handeln. Er trug demnach einen gefälschten Ausweis, der auf den Namen Irfan A. lautete. Er habe in Deutschland gelebt, berichteten türkische Medien, ohne weitere Details zu nennen.

(APA/dpa)

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7 Kommentare

Kein...

Wunder! Was sich bereits alles in D tummelt und mit Sozialhilfegelder durchgefüttert wird ist kaum mehr normal.

Schade dass er nicht mehr lebt, D hätte dieAuslieferung verweigern können bis ihnen die Türken den Mörder von Johnny K auslierfern


Tuerken reisen illegal in die Tuerkei?

Das ist wohl nicht ernst gemeint?
Amschiebung aller um terrorismus zu verhindern!

Re: Tuerken reisen illegal in die Tuerkei?

Auf n-tv war (oder ist) zu lesen daß der Türke in der Türkei eine längere Haftstrafe abzusitzen hatte. Er trat in Hungerstreik, wurde dadurch schwer krank und deshalb auf freien Fuß gesetzt. Daraufhin hat er sich offenbar nach Deutschland abgesetzt und sich dort vermutlich illegal aufgehalten.

Re: Re: Tuerken reisen illegal in die Tuerkei?

aber wir hätten so gern unsere sozialhilfe vorurteile bestätigt gehört! schade! wird uns aber nicht hindern, sie zu verbreiten ;)

Re: Tuerken reisen illegal in die Tuerkei?

Ich glaube nicht, hätte man ihn in die Türkei zurück abgeschoben, dass er keinen Anschlag gemacht hätte...

Außerdem kann er in Deutschland alles gemacht haben alles. Er kann einen wichtigen Job für qualifizierte Personen gehabt haben oder arbeitslos gewesen sein.
Wie es Stronach schon so schön formuliert hat: EineN jedeN einfach Abzuschieben geht am Ziel vorbei, vor allem, wenn die Person qualifiziert und arbeitswillig ist.

Nachdem die 911 Attentäter

zum Teil auch aus Deutschland kamen, wird jetzt folgerichtig Jordanien zu bombardieren sein.
Go US-boys, go!

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