Iran: "Verhandeln nur, wenn USA Haltung ändern"

03.02.2013 | 10:20 |  von Helmar Dumbs  (DiePresse.com)

Teheran reagiert bei der Münchner Sicherheitskonferenz zurückhaltend auf das US-Verhandlungs-Angebot im Atomstreit.

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Der Iran hat am Sonntag verhalten auf das jüngste Gesprächsangebot der USA im Atomstreit reagiert: "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Außenminister Ali Akbar Salehi bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Am Vortag hatte US-Vizepräsident Joe Biden im gleichen Rahmen dem Iran direkte bilaterale Verhandlungen in Aussicht gestellt. Salehi erklärte, dass man nur in Verhandlungen eintreten wolle, wenn die USA ihre Haltung gegenüber dem Iran ändern würden. Man müsse sicher sein, dass Washington auch ernsthafte Absichten habe: "Auf der einen Seite sagen sie, sie wollen bilaterale Verhandlungen, auf der anderen droht man mit Krieg, spricht von Druck, der auf den Iran ausgeübt werden müsse: Das passt doch alles nicht zusammen", sagte Salehi, der den USA die Schuld gibt, dass bisherige Gespräche gescheitert sind.

Salehi fordert "Gespräche auf Augenhöhe"

Man werde sich nicht mit jemanden an einen Tisch setzen, der auf den Iran herabblickt, forderte Salehi "Gespräche auf Augenhöhe". Der Iran wolle keinen Konflikt, aber das wichtigste sei dem Land seine Unabhängigkeit: "Dafür sind wir bereit, jeden Preis zu zahlen."

"Die USA sind bereit zu einem Treffen mit der iranischen Führung, und wir würden aus einem solchen Treffen auch kein Geheimnis machen", hatte Biden am Samstag gesagt. Er stellte für diese Gespräche allerdings eine Bedingung: "Es muss eine klare Agenda geben, über die man dann verhandeln kann. Wir führen solche Gespräche nicht als bloße Fingerübung."

Der Iran solle nicht länger warten, dieses Gesprächsangebot anzunehmen, meinte im Anschluss Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle: "Die Hand ist ausgestreckt. Irans Ankündigung, die Uran-Anreicherung auszuweiten, ist da das falsche Signal". 2013 sei ein entscheidendes Jahr dafür, im Atomstreit mit dem Iran zu einer diplomatischen Lösung zu kommen.

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11 Kommentare

...Steinzeitislamisten....

....gefährlich wirds wenn DUMME Leute intelligente Waffen haben ... und diese Steinzeitislamisten die öffentlich der ganzen Welt drohen gehören genauso bedroht wie sie es tun..

da wackelt der Schwanz mit dem Hund

irgendwie unrealistisch

einfach Loesung

wenn man diesen Irren damit droht ihre 2 oder 3 Raffinerien zu zerstoeren wenn sie nicht nachgeben, dann werden sie es vielleicht tun. Der Iran kenn nur die Sprache roher Gewalt...das ist seit 3000 Janren so...

hinhallten

das ist alles, irgendwann ist d a bombe fertig u dann beginnt das herumgejammer warum keiner vorher was dagegen tat. (d iran ist ja keine weltoffene demokratie! ist genauso toll wie wenn nordkorea eine a bombe hat. u was machen die dsmit? erpressung! , weil d eigene bevölkerung nicht versorgt werden kann!)

Man kann nicht ernsthaft verhandeln wollen ....

wenn es eigentlich nichts zum VERHANDELN im eigentlichen Sinne gibt; d.h. wenn eine Seite der anderen generell Unbewiesenes unterstellt - die USA und ISR dem Iran z.B. Atomwaffengelüste - und sich im stillen vorstellt, daß im Zuge solcher "Verhandlungen" ein "Geständnis" herauskommt, obwohl es vielleicht wirklich nichts zu gestehen gibt. Das bedeutet obendrein, daß die iranische Seite von vornherein für unehrlich gehalten wird.

Am Ende wird stehen: Weiter wie bisher und auch mit zivilen politischen "Foltermethoden" sprich "Sanktionen"

chris kyle wurde kaltgemacht.

hihihihihi

Iran

Der Iran ist alles andere als Kriegslüster,und der IRAN hat ein recht auf Atomstrom.Israel hat zig Atombomben und ist bis heute zu feige es Öffendlich zuzugeben! Die Zionisten wollen mit allen mitteln den Krieg gegen den IRAN der Niemanden was getan hat. Vieleicht liegts ja daran das der IRAN noch keine Rothschild Bank hat und sich vom Dollar lossagt! Na wenn das schule macht können sie einbacken mit ihrer NWO

Lediglich...

ein Versuch des kriegslüsternen Irans weiter Zeit zu gewinnen. Mit der Zerstörung der Atomanlagen sollte Israel und die USA umgehend beginnen. Ein Zuwarten macht die Situation nur gefährlicher

Nicht unbillig die Forderungen des Iran.-

Kein Mensch versteht, warum hier zweierlei Maß angewendet wird: Weder sin die israelischen Atomwaffen Punkt der Verhandlungen, noch ist einzusehen, warum der Iran militärische Sperrgebiete als EINZIGES Land für Kontrollen öffnen muß. Das sollte man einmal von den USA verlangen!

Re: Nicht unbillig die Forderungen des Iran.-

Das ist leicht zu beantworten: Israel ist eine Demokratie mit absolut vernünftigen Grundwerten; der Iran ist eine nichtsäkulare Diktatur und kennt nicht einmal die primitivsten Menschenrechte....

Re: Re: Nicht unbillig die Forderungen des Iran.-

Hihi, sagten Sie Demokratie mit Grundwerten? Fragen Sie einmal, was arabische Einwohner Israels davon halten! Iran hat den Atomwaffensperrvertrag ratifiziert, Israel leugnet den Besitz solcher Waffen.

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