Austro-Islamist: Drohvideo beschäftigt Ermittler

17.03.2013 | 18:06 |  PHILIPP AICHINGER UND HELMAR DUMBS (Die Presse)

Verfassungsschutz wird im Fall von Mohamed Mahmoud aktiv. Die Staatsbürgerschaft verliert er auch nach Verbrennen seines Passes nicht.

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Wien. Die wüsten Drohungen des Austro-Islamisten Mohamed Mahmoud beschäftigen nun die österreichischen Terrorismus-Fahnder: „Der Verfassungsschutz ermittelt bereits“, erklärte Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Innenministeriums am Sonntag. Wenn sich zeigen sollte, dass Mahmoud ein strafrechtliches Delikt begangen habe, werde der Verfassungsschutz den Fall an die Justiz übergeben, sagte Grundböck im Gespräch mit der „Presse“.

Nicht äußern wollte man sich im Ministerium am Sonntag hingegen zur Frage, ob bereits ein internationaler Haftbefehl gegen den Österreicher, der sich vermutlich in Ägypten aufhält, vorliegt.

Mahmoud drohte Österreich – die „Presse am Sonntag“ berichtete – in einem Internetvideo, das ihn in Tarnjacke und mit einem AK47-Sturmgewehr zeigt, mit Anschlägen auf „Städte, Züge und Parlamente“. Mahmoud, der bereits mehrere Drohvideos lancierte, saß in Österreich bereits wegen Bildung und Förderung einer terroristischen Vereinigung vier Jahre in Haft. Nach Verbüßung der Strafe setzte er sich zunächst 2011 nach Deutschland, später nach Kairo ab.

(c) Screenshot AustroIslamist Drohvideo beschaeftigt Ermittler

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Mit dem neuen Video könnte Mahmoud sich wieder eines Terrordelikts schuldig gemacht haben. Auch „Landzwang“ käme als Delikt infrage, zumal der Islamist das Ziel haben dürfte, mit seinem Video die Bevölkerung Österreichs in Furcht und Unruhe zu versetzen. Da es sich dabei um sogenannte Offizialdelikte handelt, dürfte die Staatsanwaltschaft auch sofort von sich aus ermitteln, ohne dass das Ministerium erst Anzeige erstatten müsste.

 

Heikle Situation für Ägypten

Klar ist, dass man dem Austro-Islamisten nicht die österreichische Staatsbürgerschaft entziehen kann, auch wenn er seinen Reisepass im Drohvideo öffentlich verbrannt hat. Ein Entzug der Staatsbürgerschaft sei nur innerhalb der ersten sechs Jahre nach der Verleihung möglich, heißt es aus dem Innenministerium. Auch von sich aus zurücklegen kann Mahmoud die von ihm offenbar gehasste österreichische Staatsbürgerschaft nicht. Ein Verlust der österreichischen Staatszugehörigkeit wäre erst dann möglich, wenn der Mann die Staatsbürgerschaft eines anderen Landes erhält. Momentan ist Mahmoud aber, soweit bekannt ist, nur Österreicher.

Sollte sich Mahmoud tatsächlich in Ägypten aufhalten und über Interpol ein internationaler Haftbefehl ausgestellt werden, käme die islamistische Regierung in Kairo in eine knifflige Lage. Die Regierung wird zwar von den vergleichsweise gemäßigten Muslimbrüdern gestellt, die Gewalt offiziell ablehnen, sie steht aber unter ständigem Druck der radikalen Salafisten, die ihr vorwerfen, nicht islamisch genug zu sein. Eine Auslieferung Mahmouds, den man am ehesten als militanten Salafisten kategorisieren kann, wäre für die Regierung also durchaus eine heikle Sache. Doch bevor er im Fall des Falles an Österreich überstellt werden könnte, müsste man ihn in Ägypten erst einmal aufspüren und festnehmen.

Zur Person
Geburt: Mohamed Mahmoud wurde am 18. Juni 1985 als Sohn ägyptischer Eltern in Wien geboren. Sein Vater war in seinem Herkunftsland Mitglied der damals noch verbotenen Muslimbruderschaft – auch in Wien war er als Prediger tätig.
Islamische Jugend: 2005 gründete Mohamed Mahmoud eine eigene Jugendorganisation und rief unter anderem zum Boykott von Wahlen auf. Die Islamische Glaubensgemeinschaft erkannte die Organisation nie an und ging auf Distanz.
Drohvideos: Als 2007 Videos auftauchten, in denen Österreich und Deutschland bedroht wurden, nannte er sich in einem ORF-Report (verdeckt) Mitglied der Global Islamic Media Front, die hinter den Videos steckte.
Verhaftung: Im September 2007 wurden er und seine damalige Lebensgefährtin verhaftet. Ein Gericht verurteilte ihn zu vier Jahren Haft wegen Bildung und Förderung einer terroristischen Vereinigung. Nach Absitzen der Strafe emigrierte er nach Deutschland, als ihm dort die Ausweisung drohte, setzte er sich nach Ägypten ab.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.03.2013)

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589 Kommentare
 
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Ich bin für einen geregelten Tagesablauf für den Herrn Mohamed M.

06:00 aufstehen, Frühsport, rasieren
dann nützliche Arbeit
22:00 Nachtruhe
Das ganze auf 6m² und mit Vergitterung an Tür und Fenster.

Re: Ich bin für einen geregelten Tagesablauf für den Herrn Mohamed M.

Die Vergitterung selbstverstaendlich nur zu seinem Schutz!

wieviel Prozent der Ägypter haben Salafisten gewählt?


27,8 %

Da ist er ja unter ganz vielen Gleichgesinnten.

Was wird passieren? Nichts!

Unsere Organe werden weiter kriechen vor dem Islam.

Re: Was wird passieren? Nichts!

Vor dem Islam muss Niemand kriechen!

Vor den Islamisten/Salafisten usw. schon, vor dem Kopfabhacken.

Merke den Unterschied!

was geschah aus Mona S.?

wo lebt die Gute, die sich so gewehrt hat Ihre Burka vor dem österreichischen Gericht auszuziehen?

wer es nicht mehr weiß: Mona S. war oder ist die Gemahlin von Mohamed Mahmoud!


Wenn man sich sein Foto so ansieht…..



versteht man besser was die Tante Jolesch gemeint hat, als sie sagte: "Alles was ein Mann schöner ist als ein Affe, ist Luxus."

Wobei sein aufgedunsenes Gesicht weniger dem eines Affen, sondern mehr dem eines gemästeten Tieres ähnelt, das von einigen als unrein angesehen wird.

Wenn man sich sein Foto so ansieht…..



versteht man besser was die Tante Jolesch gemeint hat, als sie sagte: "Alles was ein Mann schöner ist als ein Affe, ist Luxus."

Ins Lächerliche ziehen.....

... prüfen ob ein Tatbestand besteht....

... als Einzelidioten abtun.....

... wird uns nicht weiterbringen.

Wenn so eine Drohung keine Straftat darstellt, wie kann es dann sein, dass jemand bei "Wiederbetätigung" einsitzen muss?

Wegen jeder depperten erhobenen Hand und jeden Sch.iß Symbol aus der 40ern wird sofort ermittelt und angezeigt.

Bei so einer Drohung finden es manche Menschen auch noch lustig!?

Verkehrte Welt!

Täterschutz im ORF

Beim ORF sagt man sich vermutlich, dass dieses Video nie existiert hat, weil es ja vom Nutzer entfernt werden musste.

So werden bei uns Staatsfeinde und andere Täter geschützt

http://www.youtube.com/watch?v=NYlswpvvvGU

Re: Täterschutz im ORF

A so a Blödsinn. Aus welchem Grund sollte der Staatsfunk den Geistesgestörten schützen wollen? Warum man solche Dinge immer gleich für politische Propaganda benutzen muss ist mir ein Rätsel.

Re: Täterschutz im ORF

Und was willst du uns mit diesem "toten" Link vorführen?

Re: Re: Täterschutz im ORF

Genosse, Du bist zu langsam aber hast immer die Klappe offen.

Woran liegt das?

Re: Re: Re: Täterschutz im ORF

LOL!

Ein toter Link, eine unintelligente Unterstellung und sonst nichts.

Schaffst du auch mehr, oder schwächelst du immer so durch´s Leben?

Re: Re: Re: Re: Täterschutz im ORF

Maori bist du eigentlich arbeitslos oder noch in deinem 15. Semester vom Soziologie Bachelor?
Du hast ja ganz schön viel Zeit dafür anderen deine Meinung ein wenig auf zu drängen!
Außerdem sind Aussagen nicht automatisch unintelligent nur weil sie nicht deine Meinung widerspiegeln.

Deine sinnlose Aufregung ist ein bisschen mühsam.
So viel Ahnung von Recht und "Sozialem" hätten die meisten hier wohl gerne! *gg* :P

Re: Re: Re: Re: Re: Täterschutz im ORF

Ich denke nicht, dass ich dir Rechenschaft über meine Internetnutzung oder sonst etwas schuldig bin, ganz abgesehen davon, dass es hier um ein gänzlich anderes Thema geht.

Ps.: Wenn dir meine Ausführungen zu mühsam sind, dann beschäftige dich nicht damit. Niemand zwingt dich, auf meine Aussagen zu reagieren.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Täterschutz im ORF

Deine Ausführungen finde nicht nur ich mühsam, wie du vielleicht dran erkennst, dass du hier so viele Minus erntest für deine Kommentare!

Aber ich glaube, du kannst dir einen anderen Artikel suchen um mit deinem "Intellekt" zu punkten. Man hat hier glaub ich wahrgenommen, dass du auch da bist!

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Täterschutz im ORF

Ich gebe nichts auf anonym abgegebene Zustimmungen/Ablehnungen - das überlasse ich den Leuten, die meinen sich auf Kindergartenniveau bewegen zu müssen.

Zu deinem Glauben: Es interessiert mich herzlich wenig, was du glaubst und was nicht - dafür hast du einfach zu wenig Wichtigkeit für mich.

So eine Flasche

Wenn er wirklich seinen Pass verbrannt hat, wird er es aber schwer haben zu reisen. Ob nach Pakistan ins Ausbildungscamp oder nach Oesterreich zum Amoklauf.

Re: So eine Flasche

das war nicht sein aktueller roter pass, sondern ein uralter grüner. schauen sie sich mal die dimansionen auf dem foto an.
mit diesem relikt hätte er gar nicht mehr reisen können.

Re: So eine Flasche

Unsere Gutmenschen stellen ihm sicher einen neuen Pass aus anstatt drüber nachzudenken, ob man ihm nach dieser Tat nicht die Staatsbürgerschaft aberkennen kann

Re: So eine Flasche

Und das ist auch gut so.

Und was sagt der ORF dazu?

Sehr wenig.
Interessant ist dort nur:

"Sozialbetrug wird selten von Ausländern, aber zu drei Vierteln von Österreichern begangen. Das ist das vorläufige Ergebnis einer in Arbeit befindlichen Studie der Linzer Johannes Kepler Universität."

Eines Tages wird der Königsberg

Re: Und was sagt der ORF dazu?

wie kann man den zweiten Teil des Satzes vervollständigen, ohne selbst....

dieser Mann ist, war und wird niemals ein Österreicher sein!!!

Und seine radikalen Glaubensbrüder in Österreich auch nicht!

Auch wenn die österreichsiche Regierung und einige Parteien es so wollen!!

Re: dieser Mann ist, war und wird niemals ein Österreicher sein!!!

was hamma davon, wenn nichtösterreicher trotzdem einen pass haben ?

 
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