Syrien: CIA soll Rebellen mit Erkenntnissen versorgen

23.03.2013 | 11:08 |   (DiePresse.com)

Ziel sei es, ausgewählte Gruppen der Aufständischen im Kampf gegen Diktator Assad zu stärken, heißt es.

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Der US-Auslandsgeheimdienst CIA soll syrische Aufständische angeblich mit Erkenntnissen zur Lage in dem Bürgerkriegsland versorgen. Ziel sei es, ausgewählte Gruppen der Aufständischen im Kampf gegen Staatschef Bashar al-Assad zu stärken, berichtete das "Wall Street Journal" am Samstag unter Berufung auf amtierende und frühere US-Beamte. Die CIA arbeitet demnach vor allem mit säkularen Aufständischen zusammen, in erster Linie mit Kämpfern der Freien Syrischen Armee, die sich vornehmlich aus Deserteuren der regulären syrischen Streitkräfte zusammensetzt.

Die CIA ist dem Bericht zufolge unter anderem in der Türkei aktiv. Dort prüfe sie Rebellen, die von Golfstaaten mit Waffen versorgt würden. Es bestehe die Befürchtung, dass diese Waffen in die Hände islamistischer Rebellen gelangen könnten.

Zudem arbeite die CIA mit Antiterror-Eliteeinheiten im Irak zusammen, wird berichtet. Dadurch solle verhindert werden, dass Aufständische mit Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida vom Irak über die Grenze nach Syrien gelangen. Kommandeure syrischer Oppositionstruppen sagten der Zeitung, die CIA bilde gemeinsam mit britischen, französischen und jordanischen Geheimdiensten Aufständische an verschiedenen Waffengattungen aus.

(K)ein direktes Eingreifen

Die USA lehnen ein direktes militärisches Eingreifen in den syrischen Konflikt ab. Vor einer Woche hatte die "Los Angeles Times" allerdings berichtet, die CIA bereite mögliche Drohnenangriffe auf radikale Islamisten in Syrien vor. Die USA äußerten sich außerdem positiv zu Überlegungen Frankreichs und Großbritanniens, syrischen Rebellen Waffen zu liefern. Dies lehnen unter anderem Österreich und Deutschland ab.

In dem seit zwei Jahren andauernden bewaffneten Konflikt in Syrien sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen bisher mehr als 70.000 Menschen gestorben.

(APA/AFP)

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14 Kommentare
2 0

Die Amerikaner können das schüren und sticheln offensichtlich nicht lassen

Man will halt möglichst nahe an die Russen heranrücken. Dies wäre strategisch ein neuer Vorteil. In einem direkten Konflikt mit Rußland könnten solche Positionsvorteile entscheidend sein.

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Die CIA wieder mal Haupt Sponsor

das schaut dem USA Geheimdienst mal wieder gleich, zuerst werden die Rebellen mit Millionen $ an Waffen versorgt nach geraumer Zeit geht das ganze in ein Pack voller Terroristen über.
Und dann kommt wieder das große Wunder wo die ganzen Terroristen auf einmal herkommen.
Die Amis sind wirklich obern Kopf hinaus dumm wie Stroh der ganze Schuss ist nähmlich schon beim Osama nach hinten losgegangen.
Machts nur weiter so ihr Idioten mischt euch überal ein sponserts a bissl was an Waffen und mit jedem neuen Aufstand entstehen neue Terroristen made by USA.

8 0

da habe ich doch akkurat den Namen des US-Außenministers vergessen, der die UNO mit CIA-Infos über Massenvernichtungswaffen...

überzeugt hat.

"Aufständische", "Rebellen"...

Und ich sage wieder mal, es sind Terroristen.

also die guten Rebellen

werden mit Waffen versorgt, was man schon seit 2 Jahren weiss und die Bösen werden mit Drohnen bombardiert...haben die beiden Gruppen jetzt Ausweise wo drinnen steht ich bin der Gute Alquaida und ich bin der Böse...das ist echt an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbeiten!!!

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Re: also die guten Rebellen

Doch, das ist zu überbieten, ist schon vielfach überboten worden und wird in der Zukunft überboten werden In der Wirklichkeit, nicht im Roman.

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Säkuläre Aufständische, die Freie Syrische Armee?

Sagts einmal, geht's noch? Die sogenannte Freie Syrische Armee sind säkuläre Aufständische? Man öffne einmal die Website Liveleaks und gebe dort als Suchbegriff FSA ein, dann sieht man, wer diese sogenannte Freie Syrische Armee ist und was sie macht.

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Re: Säkuläre Aufständische, die Freie Syrische Armee?

Wos ned inda Garohne schteht, des iss glogen.

5 0

na dann schon lieber Westerwelle!

Der glaubt das wenigstens.

die CIA bereit offensichtlich den nächsten "Nine Eleven" vor

na dann, viel Erfolg ...

Vertrauen

Da habe ich volles Verstrauen das die USA auf die richtige Gruppen von Terroristen setzen. Das haben sie immer schon gut geschafft. Und wenn es sich dann später doch als fasch heraus stellen sollte, kann man die immer noch mit Drohnen zerfetzen. Die Strategie der Amis lautet: Lerne niiiemals aus der Vergangenheit.

Zum 10. Jahrestag der Irak-Invasion: eine Lektion in strategischem Fingerspitzengefühl

Auf die Gefahr hin hier von denen die es gerne einfach haben virtuell gesteiningt zu werden, behaupte ich, dass die Obama-Administration im Rahmen ihrer Syrien-Strategie (derzeit noch!) genau jenes Fingerspitzengefühl beweist, das der Bush-Truppe auf dem Weg in den Irak so vollständig abging. Oder sich innerhalb des sehr eng gesteckten Spielraums zumindest ernsthaft darin versucht. Assad zu unterstützen ist politisch weder haltbar noch ratsam, aber kontraproduktive militärische Einmischung wird tunlichst vermieden. Nachrichtenmaterial und (indirekt) Waffen für einigermaßen verlässliche, säkulare Gruppierungen, zugleich Vorbereitung von Drohnenangriffen gegen die Radikal-Islamisten unter ihnen. Ein Eiertanz? Natürlich. Aber derzeit der einzig vernünftige Umgang mit der Situation. Wenn es nur dabei bleibt...

Re: Zum 10. Jahrestag der Irak-Invasion: eine Lektion in strategischem Fingerspitzengefühl

O' Bummer geht nur deshalb mit vermeintlichem Fingerspitzengefühl vor, weil man die übliche Haudraufmethode nicht mehr vor dem eigenen Volk und vor allem dem Senat gerechtfertigt kriegt. Bush war der Wolf (oder besser das Wolsbaby, das von den Wölfen im Hintergrund vorgeschoben wurde) Und O' Bummer ist der Wolf im Schafspelz.

Re: Zum 10. Jahrestag der Irak-Invasion: eine Lektion in strategischem Fingerspitzengefühl

OMG.

Dieses Chaos ist ja das System!

Viele kleine Gruppen sind leichter zu kontrollieren und zu manipulieren als ein sattelfester Assad!

Und während Chaos herrscht greifen sich die Konzerne die Ressourcen.

Denn solche Übergangsregierungen mit gekauften Politikern sind um ein vielfache korrupter als z.B. ein Gaddafi der die Gewinne aus dem Öl-Geschäft dem Volk zukommen lies!

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