Syrien: Schusswechsel mit israelischer Armee

24.03.2013 | 12:17 |   (DiePresse.com)

Eine israelische Patrouille soll auf den Golanhöhen von Syrien aus beschossen worden sein. Israel kündigt eine "sofortige Reaktion" an.

Drucken Versenden
 
A A A
Schriftgröße
Kommentieren

An der Grenze zwischen Israel und Syrien ist es am Sonntag zu einem Schusswechsel mit israelischen Soldaten gekommen. Eine israelische Patrouille auf den Golanhöhen sei von Syrien aus beschossen worden, teilte die Armee mit. Die Soldaten hätten das Feuer auf einen syrischen Armeeposten erwidert. Es habe auf der israelischen Seite weder Opfer noch Sachschaden gegeben.

Ganz in der Nähe seien bereits am Samstag von Syrien aus Schüsse auf israelische Soldaten abgegeben worden.

"Quelle des Beschusses ausschalten"

Der neue israelische Verteidigungsminister Moshe Jaalon hat eine sofortige Reaktion auf jeglichen Beschuss aus Syrien angekündigt. "Jede Verletzung der israelischen Souveränität und jeder Beschuss aus Syrien werden umgehend damit beantwortet, die Quelle des Beschusses auszuschalten", erklärte Jaalon am Sonntag in einer Mitteilung. Für alle Vorfälle dieser Art werde die syrische Regierung verantwortlich gemacht.

Israel hatte ein etwa 1200 Quadratmeter großes Gebiet auf den Golanhöhen im Sechstagekrieg 1967 besetzt und 1981 annektiert. Weitere rund 510 Quadratkilometer verblieben unter syrischer Kontrolle. Die Waffenstillstandslinie zwischen Israel und Syrien wird von UN-Blauhelmen überwacht.

Inzwischen kontrollieren die syrischen Rebellen einen 25 Kilometer breiten Geländestreifen zwischen der syrisch-jordanischen Grenze und der Waffenstillstandslinie auf den Golanhöhen, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mitteilte. Das Gebiet sei "außerhalb der Kontrolle des Regimes" des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, erklärte die Beobachtungsstelle mit Sitz in London, die sich auf ein breites Netzwerk von Aktivisten und Rettungskräften in Syrien stützt.

(APA/dpa/AFP)

 
Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
18 Kommentare
Thronprätendent
25.03.2013 06:38
0

Was macht ein Israelische Panzer auf den Golanhoehen?

Ist die Annektion 1981 rechtens (Tip and die Presse: Laut UNO nicht). Und so weiter, und so fort. Wenn ich Israelischen Propaganda lesen moechte, kann ich auch Jerusalem Post lesen.... Halt, die ist sogar noch differenzierter.

Mores
24.03.2013 13:32
2

1200 QuadratMETER?


Antworten Juan de Austria
24.03.2013 19:56
2

Re: 1200 QuadratMETER?

Da ist halt alles eng beinander - es heißt doch auch der "Nahe Osten".

Antworten Antworten Mores
25.03.2013 10:56
0

Re: Re: 1200 QuadratMETER?

hahahaha

verharmlosung der schaffung von lebensraum im osten wäre auch passend!

;-)

Orly
24.03.2013 12:53
10

Fein wie hier nicht die Quelle des Beschusses genannt wird

Wenns die Assad-Truppen gewesen wären wüssten wir das jetzt

Quergedacht
24.03.2013 12:43
6

Und was tut die UNO-Truppe?

In EX-YU haben sie feige den Schwanz eingezogen und damit Tausenden das Leben gekostet.
Wozu haben wir die Truppe?
Damit, dass da einige Burschen hohe Gehälter bekommen?

Dorian Gray V
24.03.2013 12:18
17

schade, wieder keine chemischen Waffen

Obama muss warten bis die CIA es tut.

CortoMaltese
24.03.2013 12:10
5

israel möcht endlich angreifen, die rebellen fallen wie die fliegen


jhau
24.03.2013 11:50
3

Gleichgeschaltete Medien?

Der Vorfall lt. STANDARD

An der Grenze zwischen Israel und Syrien ist es am Sonntag zu einem Schusswechsel mit israelischen Soldaten gekommen. Eine israelische Patrouille auf den Golanhöhen sei von Syrien aus beschossen worden, teilte die Armee mit. Die Soldaten hätten das Feuer auf einen syrischen Armeeposten erwidert. Es habe auf der israelischen Seite weder Opfer noch Sachschaden gegeben.

Ganz in der Nähe seien bereits am Samstag von Syrien aus Schüsse auf israelische Soldaten abgegeben worden. Der israelische Verteidigungsminister sprach von einer "sofortigen" Reaktion auf syrische Feuer.

http://derstandard.at/1363705867740/Schusswechsel-an-syrisch-israelischer-Grenze

Antworten Quergedacht
24.03.2013 12:45
4

Re: Gleichgeschaltete Medien?

Stehen da am Golan nicht UNO Truppen?
Wofür sind die denn gut?

Antworten Antworten JoL
24.03.2013 20:49
0

UNO Truppen dort ...

... sind reine Beobachter, die nicht in Kämpfe eingreifen dürfe und nur und ausschliesslich zum Selbstschutz bewaffnet sind.

Antworten Antworten Antworten Quergedacht
25.03.2013 09:59
0

Re: UNO Truppen dort ...

Richtig! Und mit dieser Ausrede begründen sie die unterlassene Hilfeleistung, die da im YU-Krieg ca. 8000 Menschen ds Leben gekostet hat!

Antworten Antworten Antworten Antworten JoL
25.03.2013 11:21
0

Sie sollten lernen

zwischen Ausreden und Tatsachen zu differenzieren ...

Aurel2
24.03.2013 11:34
6

Die Munition ist natürlich von der Regierungstruppe

gestohlen. Die Befreiungskämpfer haben inzwischen genug davon überwältigt.

Global-Observer
24.03.2013 11:28
4

trifft sich gut,

der Osama äh Obama ist ja vor Ort und kann gleich mit seinen Friedenstruppen intervenieren...

Paco
24.03.2013 10:05
11

Moshe Dayan:


Ich weiß, wie wenigstens 80 Prozent aller Zwischenfälle mit Syrien anfingen. Wir schickten einen Traktor in die entmilitarisierte Zone, und wir wußten, daß die Syrer schießen würden.« Laut Dayan (dem zur Zeit des Interviews einige Bedenken kamen) war es Landgier, was Israel bewog, Syrien auf diese Weise zu provozieren – die Vorstellung, daß es möglich ist, »sich ein Stück Land unrechtmäßig anzueignen und es so lange zu behalten, bis der Feind schlapp macht und es uns gibt.« (Yediot Aharonot vom 27. April 1997).

Antworten Quergedacht
24.03.2013 12:47
8

Re: Moshe Dayan:

Nun, das ist durch die Siedlungspolitik der Israeli in den besetzten Gebieten ja gut dokumentiert.
Glaubt da irgendeiner dass Die besetztes, enteignetes also geraubtes Land jemals wieder hergeben?

Agent Orange
24.03.2013 09:51
4

Wann war das genau?

Was sagen die UN-Beobachter, die zwischen den Linien stehen?

Obama hat scheinbar grünes Licht gegeben, warten wir gespannt auf den nächsten Schritt, auf die "sofortige Reaktion".

AnmeldenAnmelden