Umfrage: Verheerendes Zeugnis für Hollande

28.03.2013 | 14:28 |   (DiePresse.com)

Frankreichs Präsident befindet sich in einem Tief: 51 Prozent der Franzosen halten den Sozialisten für einen "schlechten Präsidenten". Zu schaffen macht ihm vor allem die schlechte Wirtschaftslage.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Zehn Monate nach seinem Amtsantritt haben die Franzosen ihrem Staatschef François Hollande ein schlechtes Zeugnis ausgestellt: 51 Prozent der Franzosen halten den Sozialisten für einen "schlechten Präsidenten", nur 22 Prozent schätzen ihn als "guten Präsidenten", wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CSA für den Sender BFMTV ergab. 27 Prozent wollten sich dazu nicht äußern. Hollande wollte bei einem Fernsehauftritt am Donnerstagabend versuchen, die Franzosen trotz der schlechten Wirtschaftslage von seiner Politik zu überzeugen.

Der Sozialist erhält seit Wochen in Umfragen die schlechtesten Zustimmungswerte, die ein französischer Präsident je so kurz nach seinem Amtsantritt bekam. Zuletzt unterstützten bei verschiedenen Umfragen nur noch rund ein Drittel der Franzosen seinen Kurs. Hintergrund ist vor allem die unablässig steigende Arbeitslosigkeit, die im Februar mit 3,19 Millionen Menschen nur knapp unter der historischen Höchstmarke blieb, die im Januar 1997 erreicht wurde. Null-Wachstum, Firmenpleiten und höhere Defizitzahlen im Staatshaushalt trotz beschlossener Sparrunden drücken zudem auf die Stimmung.

Hält Hollande seine Wahlversprechen?

Im Wahlkampf hatte Hollande versprochen, die kränkelnde französische Wirtschaft wieder aufzurichten und den Anstieg der Arbeitslosigkeit zu stoppen. Nun halten laut einer CSA-Umfrage für den Sender RTL nur noch 29 Prozent der Franzosen ihren Präsidenten für "kompetent" - 59 Prozent denken das Gegenteil. Lediglich 27 Prozent halten ihn für entscheidungsstark und nur noch 22 Prozent glauben, dass er seine Wahlkampfversprechen hält.

Immerhin 32 Prozent meinen dieser Umfrage zufolge, dass Hollande "ein Projekt für Frankreich" habe und "den Franzosen zuhört". Als "mutig" und "entschlossen" sehen ihn 38 Prozent, für "ehrlich" halten ihn 43 Prozent. Sein konservativer Amtsvorgänger, Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, kann von den schlechten Werten für den Sozialisten allerdings kaum profitieren: 54 Prozent der Befragten wünschen sich Sarkozy nicht zurück.

Bei seinem 45-minütigen Fernsehauftritt am Donnerstagabend will Hollande den Franzosen nach Angaben aus seinem Umfeld vor allem seinen Kurs erklären und angesichts der schwierigen Wirtschaftslage auch Mut machen. Spektakuläre Ankündigungen etwa zu Reformen bei Steuern oder am Arbeitsmarkt sind demnach nicht zu erwarten.

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

11 Kommentare
0 0

Da sieht man was für ein armes Würschtel ein Sozialist ist

wenn sein Land kein Geld mehr hat und auch keine neue Schulden mehr machen kann, weil es finanziell mit dem Rücken zu Wand steht.

"Der Sozialstaat lebt von der Leistungsbereitschaft und dem Leistungswillen seiner Bürger und nicht von der Umverteilungsphantasie und -masse seiner Funktionäre."

(Franz Josef Strauss) der war halt kein Sozi.

3 0

Faymann

ist der Hollande Österreichs.

0 0

Hollande

ist der Faymann Frankreichs.

Selber schuld!

Die Franzosen glauben der Vorwahl-Propaganda und sind nachher enttäuscht, wenn der Präsident nicht so ein toller Hecht ist, als der er verkauft wurde! Das war noch bei jedem so, auch beim Sarkozy! Sind die echt so einfältig?

6 1

Sozialismus funktioniert nur wenn man Leistung bestraft und korrupte Misswirtschaft und sinnlose Beschäftigung belohnt

Es gibt kein Land der Erde wo Sozialismus nicht in der totalen Leistungsbestrafung und Depression geendet hat. Auch bei uns ist das nicht anders! Vor allem in Wien!

49%

49% für Hollande?!
Gut!! Sein konservativer Vorgänger lag zu diesem Zeitpunkt seiner Amtszeit bei 16%!

Re: 49%

??? 22 % halten ihn für 'gut', 27 % wollten sich nicht äußern - steht doch da!! Nix 49 % dafür!

Sozialist, halt

Die Leute sind schon schoen deppert. Waehlen einen Sozialisten, und wundern sich dann, dass er sozialistische Politik macht.

das war ja von anfang an klar

sozialisten sind mit der situation in europa komplett überfordert !

nur die naz i keule schwingen und diesen gen dersch wachs inn überall zu verbreiten ist in diesen zeiten der falsche weg !

8 1

Re: das war ja von anfang an klar

ah geh ... die haben eh ein supa Rezept ... wir machen mehr schulden, erhöhen die subventionen und förderungen (besonders für die paddei), kurbeln die wirtschaft an und schwups is alles eitel wonne

Re: Re: das war ja von anfang an klar

Ja, bloss nicht sparen, denn sparen macht die Wirtschaft kaputt!!!

AnmeldenAnmelden