Hollande will an Reichensteuer festhalten

29.03.2013 | 18:32 |  Von unserem Korrespondenten RUDOLF BALMER (Die Presse)

Frankreichs Präsident will 7 Prozent auf Spitzengehälter nun bei Unternehmen kassieren.

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Paris. Wenigstens eine frohe Botschaft hatte François Hollande für die französische Nation in seinem Fernsehinterview parat: Trotz Krise, sinkender Kaufkraft, steigender Massenarbeitslosigkeit und Defiziten bekommen die französischen Frauen unvermindert viele Kinder. Mit einer Rate von zwei Geburten pro Frau steht Frankreich mit Irland an der Spitze in Europa. Einen solchen Lichtblick konnte der französische Staatspräsident brauchen, als er am Donnerstagabend in einem Fernsehinterview Auskunft über die Lage Frankreichs gab.

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Die Ausgangslage ist derzeit nämlich nicht die beste: So musste Hollande die Franzosen angesichts einer massiven Wirtschaftsschwäche des Landes auf längere Lebensarbeitszeiten und eine weitere Durststrecke auf dem Arbeitsmarkt einstimmen. Sein unmittelbares Ziel sei eine Tendenzwende bei der Beschäftigung ab dem kommenden Jahr. Derzeit wächst die Zahl der Arbeitslosen von Monat zu Monat und hat bereits den historischen Höchststand von 1997 erreicht.

 

„Freundschaftliche Spannung“

An seinem großen Wahlversprechen, der Millionärssteuer, will Hollande festhalten: Da eine erste Version bei den Verfassungsrichtern durchgefallen ist, hat der Präsident nun eine Neuauflage in petto. Statt die Steuerpflichtigen direkt zu belasten, sollen 75 Prozent auf Spitzengehälter von mehr als einer Million Euro jährlich bei den Unternehmen kassiert werden. „Ich stehe zu meinem Versprechen“, so Hollande.

Auch die Homo-Ehe will der Präsident trotz Proteste der Rechten einführen. Er respektiere die spirituelle Gesinnung seiner Gegner, doch diese müssten die Legitimität des Parlaments in der Gesetzgebung anerkennen, meinte Hollande bestimmt. Als „freundschaftliche Spannung“ bezeichnete der Sozialist das Verhältnis zur deutschen Kanzlerin, Angela Merkel. „Wie Sie wissen, haben wir nicht die gleichen Vorstellungen“, sagte er.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.03.2013)

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4 Kommentare

Hollande und die Reichen...

Dieser Affe wird Europa noch in den Untergang treiben, nur weil er glaubt, die so genannten Reichen würde alles zahlen, aber an die glaubt nur er, in Wirklichkeit haben sie ihr Geld längst abgezogen und übrig bleibt wieder der Mittelstand. Der Mann gehört abgewählt, am besten morgen !

Hollande will an Reichensteuer festhalten

jeder Konzern in Frankreich ist politisch vernetzt und verhindert was nur zu verhindern ist.
Das ist das größte Problem der Franzosen.

Ein zweites Problem sind die Bauern, wenn deren Subventionen beschnitten werden dann machen die gewaltig Zoff.

Das was er machen will ist nur Kosmetik bringen wird es nichts. Aber er muß halt irgendetwas machen damit es so ausschaut als wenn ,,,,,


Re: Hollande will an Reichensteuer festhalten

Es gibt nur ein Problem in Frankreich: die Sozi sind wieder am Ruder...

Ich freue mich schon..

..auf die ersten Firmenabsiedlungen und hunderten Arbeitslosen... Dafür können die dann in rosa Höschen sich heiraten... ist doch viel besser, und vor allem vieeeel wichtiger als die diversen Strukturreformen anzugehen....

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