Kampfjets und Zerstörer: USA rüsten in Südkorea auf

02.04.2013 | 11:05 |   (DiePresse.com)

Nach den Tarnkappenjets schicken die USA nun auch einen mit Raketen bestückten Zerstörer. Nordkorea will einen Atomreaktor wieder hochfahren.

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Nach immer neuen Drohungen aus Nordkorea demonstrieren die USA als Verbündeter Südkoreas Stärke. Neben hochmodernen Kampfflugzeugen schickt die weltweit größte Militärmacht nach US-Medienberichten nun auch einen mit Raketen bestückten Zerstörer in die Konfliktregion.

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Die USA kündigten am Montag außerdem an, ein schwimmendes Überwachungsradar näher an die Küste Nordkoreas zu bringen. Das berichtete der Sender CNN unter Berufung auf einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, sagte zugleich, es gebe keinen Hinweis darauf, dass Nordkoreas Führung die Truppen mobilisiere oder aufmarschieren lasse. Wie berichtet, hatte Nordkorea am Wochenende den Kriegszustand mit dem Süden erklärt.

Die USA haben wegen des neuen Säbelrasselns im Korea-Konflikt bereits mehrmals Kampfjets geschickt. Am Wochenende trafen zwei über Tarnkappeneigenschaften verfügende Jets des Typs F-22 Raptor in Südkorea ein, um an einem gemeinsamen Manöver teilzunehmen. In der vergangenen Woche hatten die USA zudem zwei Tarnkappenbomber und zwei atomwaffenfähige B-52-Bomber nach Südkorea entsandt.

Die "Washington Post" berichtete indes unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen, dass Pjöngjang bei seinem jüngsten Nuklearversuch im Februar eine Atombombe mit hoch-angereichertem Uran gezündet haben könnte. Dies würde bedeuten, dass das Regime zur Urananreicherung fähig ist.

Nordkorea will Atomreaktor wieder hochfahren

Am Dienstag kündigte Nordkorea zudem die Wiederinbetriebnahme seines Atomreaktors in Yongbyon an. Wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur meldete, sollen sämtliche Anlagen in Yongbyon "nachjustiert und neu gestartet" werden. Ein Atomenergiesprecher sagte demnach, die Maßnahme sei Teil einer Politik der "qualitativen und quantitativen Stärkung der atomaren Streitkraft". Außerdem diene sie dazu, die "akute" Energielücke mit ihren Stromausfällen zu schließen.

Der knapp hundert Kilometer nördlich der Hauptstadt Pjöngjang gelegene Reaktor war im Sommer 2007  abgeschaltet worden. In Yongbyon wurde Plutonium produziert, das Nordkorea für seinen ersten Atomwaffentest im Oktober 2006 nutzte (mehr dazu).

China nahm die Ankündigung Nordkoreas "mit Bedauern" zur Kenntnis. "Wir rufen alle beteiligten Seiten auf, Ruhe zu bewahren und Zurückhaltung zu üben", sagte der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Hong Lei. Die derzeitige Lage auf der koreanischen Halbinsel sei "kompliziert" und "sensibel". China trete weiterhin für eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel sowie für Frieden und Stabilität in der Region ein.

Formal noch immer im Krieg

Das kommunistische Nordkorea hatte am Samstag den Kriegszustand mit Südkorea erklärt und mit einem Atomkrieg gedroht. Die beiden Länder befinden sich formal ohnehin im Kriegszustand, der Korea-Krieg endete im Jahr 1953 nur mit einer Waffenruhe. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht geschlossen.

(APA/dpa/AFP/Reuters)

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91 Kommentare
 
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Da hammas - die bladen Bonzen...

und Millionen Nordkoreaner wissen nicht mal, wie sie ihre Kinder ernähren sollen.

Aber auch dieses kranke System wird irgendwann zusammenbrechen.

Re: Da hammas - die bladen Bonzen...

Der fette Erbdiktator und seine Günstlingstruppe sind einfach widerlich! Schlimm finde ich aber auch, dass es bei uns einige Schwachköpfe gibt, die wegen ihres Hasses gegen die "bösen Amis" in diversen Internetforen, das Unterdrückerregime in Nordkorea verteidigen!

na wenn die experten

sagen, dass alles in ordnung ist, kann man in südkorea sicher ruhig schlafen.

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jetzt bin ich gespannt

der iran soll angegriffen werden um zu verhindern dass er atomwaffen baut und was ist jetzt mit nordkore die südkorea mit der vernichtung droht? bin gepannt ob hier mit zweierlei maß gemessen wird

naja

Zum Teil fahren noch Südkoreaner täglich nach Nordkorea um dort zu arbeiten... da wird einfach nur hin und her "provoziert" . WAYNE??!!

ein Zerstörer...

macht noch keinen Krieg

Re: ein Zerstörer...

Heutzutage ist ein Zerstörer eine Art drohender Zeigefinger, der sich zu Wasser vor den Küsten des Widersachers zeigt. Zerstörer sind nämlich nicht mehr kriegsentscheidend, das waren sie nicht mal mehr im letzten Weltkrieg.

völlig übertriebene Reaktion

man darf Nord Korea zwar nicht ganz ignorieren, aber es liegt auf der Hand, dass Kim yong un nur von inneren Problemen ablenken will...

es ist mehr die Frage ober das Regime fünf Jahren noch existieren wird...

Kim wird sich hüten im Süden einzumarschieren oder die USA anzugreifen.

Re: völlig übertriebene Reaktion

Si vis pacem, para bellum!

nuklearbellum?

der spruch war immer dämlich, ist dämlich und wird immer dämlich sein.

Re: nuklearbellum?

Der Spruch hatte immer Gültigkeit und wird auch in Zukunft absolute Anwendbarkeit haben, weil das in der "Natur des Menschen" liegt. Unzählige Male bewiesen durch die Geschichte. Dämlich daher eher, wer die Wahrheit, die Realität nicht anerkennen will, nur weil sie ihm nicht ins eigene Denkschema passt.

Kim wird sich hüten ...

Was macht Sie da so sicher ? Wer kann schon wissen, was diesem Wahnsinnigen in seiner Erkenntnis, dass seine Tage bald gezählt sind, einfällt.

Leute die dem Cäsarenwahn verfallen sind, sind unberechenbar - Beispiel Nero.

Die nehmen im Untergehen so viele mit, wie möglich. Und dass jetzt ein 73jähriger der neue Regierungssprecher wurde ist auch nicht gerade beruhigend - der hat sein Leben (wenn man das in NK so nennen kann) gelebt und sein eigener Abgang ist ihm wahrscheinlich auch ziemlich wurscht ...

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Re: Kim wird sich hüten ...

da ich mich mit asien viel beschäftigt habe, weiß ich wie die lage in nordkorea ist. und das kim mit seinen drohungen nur von den schlechten bedingungen in seinem land ablenken will, ist sicher möglich. trotzdem nehme ich die sache nicht auf die leichte schulter. wie sie schon sagten, man weiß nicht was in so einem vorgeht

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Re: Re: Kim wird sich hüten ...

Ich wiederum sehe es noch anders. An was für Schnürln hängt die Puppe?

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Re: Re: Re: Kim wird sich hüten ...

Ist auch wahr. Kim wird von seinem Onkel sehr beeinflusst. Ich denke, dass Kim großteils von ihm gelenkt wird

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Kindergarten, Exkursion des sp landtagsklub noe

das ist ja wie im Kindergarten, die roten aus Niederösterreich sagen in Nord Korea ist alles ganz chilli, also warum dann die ganze Aufregung.

BP

Dagegen wird sicher "unser" Korea-Heinzi bei Obama protestieren.

Das fragliche Schiff ist die USS John S. McCain.

Das ist ein AEGIS Zerstörer der Arleigh Burke Klasse, der über ein Raketenabwehrsystem verfügt.

Wenn die USA ihre Zusagen für die Verteidigung Südkoreas halbwegs ernst nehmen, dann ist das nach den plumpen (und verzweifelten?) Drohungen Nordkoreas nur ein logischer Schritt.

Wie ein paar lächerliche Figuren hier im Forum daraus wieder alle möglichen Verschwörungstheorien konstruieren, ist einfach nur noch lachhaft.

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Re: Das fragliche Schiff ist die USS John S. McCain.

Ich bin zwar kein Befürworter der Verschwörungstheorien, jedoch:
Jeder, der den Film "Battleship" gesehen hat, weiss mit welchen Waffen die Zerstörer der Arleigh Burke Klasse ausgestattet sind und diese sind vor allem offensiver Natur.
Stichwort: Tomahawk-Marschflugkörper

Die Phalanx des Schiffes dienen vorwiegend dem Selbstschutz und können zum Beispiel keine 20km entfernte Atomrakete treffen.

Bitte informieren Sie sich besser.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arleigh-Burke-Klasse#Bewaffnung

Re: Re: Das fragliche Schiff ist die USS John S. McCain.

Mit einem Gerät, dass nicht über Offensivwaffen verfügt, brauchen Sie erst gar nicht antreten!
Das gilt im Übrigen auch für die Verteidigung eines Binnenlandes: Wer nicht in der Lage ist, dem Gegner nach dessem Erstschlag offenisv entgegenzutreten, um ihn in seinem eigenen Land zu massakrieren, der braucht nicht mal ans Krieg führen denken.
Trotzdem, der Zerstörer dient wohl mehr der Drohgebärde. Wirklich zerstörerische Kräfte kommen massiv, geballt und aus der Luft...

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Sinnerfassendes Lesen ist wohl nicht das Ihre ...

Ihre Quelle sagt, warum das Schiff dort ist: " ... Als seegestützter Beitrag zum nationalen Raketen-Abwehrprogramm der USA ist unter anderem die Ausstattung einiger Schiffe mit SM-3-Raketen vorgesehen. ..." - dass diese Ausstattung schon vorhanden ist kann man als gegeben betrachten.

Und die Tomahawks sind auch ein nettes Asset um Kim Platt zu machen.

Re: Re: Das fragliche Schiff ist die USS John S. McCain.

Was wollen Sie damit sagen? Dieses widerliche Regime in Nordkorea tyrannisiert und terrorisiert die eigene Bevölkerung und versucht die Welt zu erpressen. Es ist ja wohl das gute Recht der USA und Südkoreas sich zu wehren und zu zeigen: Bis hierher und nicht weiter. Ich bin kein bedingungsloser Freund der USA aber in diesem Konflikt ist die Welt nur schwarz-weiß, nicht einmal ansatzweise grau.

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Re: Das fragliche Schiff ist die USS John S. McCain.

Und wo wurde das foto aufgenommen?
weist du das auch??

Re: Re: Das fragliche Schiff ist die USS John S. McCain.

Wenn ich richtig seh´, auf dem Meer....:-)

wo ist ja irrelevant, aber die Aussage stimmt wohl...

siehe http://de.wikipedia.org/wiki/USS_John_S._McCain_%28DDG-56%29

im Artikel ist allerdings nur von dem Zerstörer ... die Rede - keine genauere Angabe bzgl. des Raketenabwehrsystems

Wo bleibt die Friedensbewegung?

Hände weg, weiße Tauben, Ami go home! Schwäche schützt die Freiheit immer noch am Besten.

 
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