Justiz hat Auslieferung von Austro-Islamist beantragt

02.04.2013 | 11:51 |   (DiePresse.com)

Der in der Türkei verhaftete Mohamed Mahmoud soll nach Österreich überstellt werden. In einem Video drohte er seinem Heimatland mit Terror.

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Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Auslieferung des Austro-Islamisten Mohamed Mahmoud beantragt.  Das wurde am Dienstag bekannt. Der 27-jährige Mahmoud war vor zwei Wochen in der Türkei mit gefälschten libyschen Reisedokumenten aufgegriffen worden.

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Der Antrag beim Landesgericht Wien auf Erwirkung der Auslieferung sei bereits am Freitag gestellt worden, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Vecsey. Mahmoud werde "Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung" vorgeworfen. Konkret gehe es um Aufrufe zum "Heiligen Krieg" im Internet.

Internationaler Haftbefehl

Größere Probleme sind im Auslieferungsverfahren nicht zu erwarten: Wie DiePresse.com bereits berichtete, liegt gegen Mahmoud ein internationaler Haftbefehl vor und die Türkei hat das Europäische Auslieferungsabkommen von 1957 unterzeichnet. Bis zu Mahmouds Überstellung nach Österreich könnten aber noch einige Wochen vergehen.

Wenige Tage vor der Festnahme des gebürtigen Wieners war ein Video des Austro-Islamisten aufgetaucht, in dem er Österreich mit Terror drohte und seinen rot-weiß-roten Reisepass verbrannte. Österreichischer Staatsbürger bleibt der gebürtige Wiener aber dennoch.

Wo sich Mahmoud in den Monaten vor seiner Festnahme aufgehalten hat, ist noch nicht restlos geklärt. Nach Absitzen einer Haftstrafe in Österreich 2011 war er nach Deutschland ausgewandert. Später setzte er sich nach Ägypten ab, wo sich zwischenzeitlich seine Spur verlor. Wie berichtet, deutet aber Mahmouds Festnahme im türkisch-syrischen Grenzgebiet daraufhin, dass der 27-Jährige im Bürgerkriegsland Syrien an der Seite von Dschihadisten gegen das Assad-Regime kämpfen wollte - oder bereits gekämpft hat.

Mohamed Mahmoud
Geburt: Mohamed Mahmoud wurde am 18. Juni 1985 als Sohn ägyptischer Eltern in Wien geboren. Sein Vater war in seinem Herkunftsland Mitglied der damals noch verbotenen Muslimbruderschaft – auch in Wien war er als Prediger tätig.
Islamische Jugend: 2005 gründete Mohamed Mahmoud eine eigene Jugendorganisation und rief unter anderem zum Boykott von Wahlen auf. Die Islamische Glaubensgemeinschaft erkannte die Organisation nie an und ging auf Distanz. Drohvideos: Als 2007 Videos auftauchten, in denen Österreich und Deutschland bedroht wurden, nannte er sich in einem ORF-Report (verdeckt) Mitglied der Global Islamic Media Front, die hinter den Videos steckte.
Verhaftung: Im September 2007 wurden er und seine damalige Lebensgefährtin verhaftet. Ein Gericht verurteilte ihn zu vier Jahren Haft wegen Bildung und Förderung einer terroristischen Vereinigung. Nach Absitzen der Strafe emigrierte er nach Deutschland, als ihm dort die Ausweisung drohte, setzte er sich nach Ägypten ab. wurde Mahmoud in der Türkei verhaftet.

 

(Red./APA)

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143 Kommentare
 
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Arm im Geiste...

seelig sind die Armen im Geiste, denn ihrer ist...

nein! dem ist nicht immer so !!!

wir waren ihn los ..

bis ein besondes dienstbesoffener seine auslieferung beantragt hat. in syrien haette er ein held sein duerfen; eigentlich schade um die maertyrerkarriere.

Der islamische Radikalismus

ist im Kern eine romantische Bewegung. Als Gegenentwurf zu einer komplexen und vielfältigen modernen Wert wird das Wüstenleben vor eineinhalb Jahrtausenden mitsamt seinen damaligen Werten als verlockend simple Lösung für alle Probleme angepriesen. Natürlich ist das für Modernitätsverlierer attraktiv. Noch dazu wo Gott seine Finger im Spiel hatte und in angeblich seinem Buch alles stehen soll, was es zur perfekten Gesellschaft braucht. Ist doch viel bequemer als der moderne Zweifel in der Zeit in der man Heraklit umdrehen und sagen kann "Alles ist leer von Göttern."

Der Schärdinger

Er wird sich schon auf die zwei Monate bedingt freuen! Dann wird er ein Buch schreiben und vom Heinzi belobigt werden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Re: Der Schärdinger

Die 'Heinzi Witze' sind langweilig !

Re: Der Schärdinger

der Schärdinger ist ein Troll

Re: Der Schärdinger

Da er schon 4 Jahre gesessen ist, werden es bestimmt nicht 2 Monate bedingt werden.

türkischer Knast wäre besser ...

Im türkischen Knast versauern lassen, denn einösterreichische Gefängnis ist dazu eine Art Ferienlager.

Lasst ihn dort wo er ist.

Re: türkischer Knast wäre besser ...

Wozu diesen kriminellen Narren in Österreich durchfütteren? In der Türkei ist er sicher besser aufgehoben. Daher die Staatsbürgerschaft rasch aberkennen!!!

11

Re: türkischer Knast wäre besser ...

Ich wäre auch Ihrer Meinung.

Leider holen wir aber diese Leute zurück und weisen normal aus.

Re: Re: türkischer Knast wäre besser ...

"Leider holen wir aber diese Leute zurück und weisen normal aus"
An Normalen hat die Asyl- und Sozialindustrie kein Interesse da an diesen nichts verdient werden kann. Daher schikaniert man die Normalen andauernd.

sorry, aber schwacher artikel

Ich hätte mir bei der Einleitung ein paar Hintergrundinformationen über den Herrn Passverbrenner erwartet. Lg

Was kommt da noch auf uns zu....

Sollte der jetzt wirklich nach Österreich ausgeliefert werden, hat er enormes Schwein gehabt- denn hier blüht ihm ein Prozesse, wo sicher wieder "er ist in der Kindheit schief am Topf gesessen und das hat ihn traumatisiert, den Armen" mit einer lächerlichen Haftstrafe durchkommt. Vielleicht dann noch, nach vorzeitiger Entlassung mit Handshake am FH Wien abgefertigt wird, von der soz. Regierung natürlich. Der Arme!

Abgesehen davon

dass Solingen nicht in Hessen sondern in Nordrhein-Westfalen liegt, ist der Artikel aufschlussreich und informativ. Doch eines vermisse ich, die Betonung auf die Gefahr, die von den Typen wie Mahmoud ausgeht. Die Gefahr einer starken Beeinflussung auf die jungen männlichen Muslime, die aufgrund mangelhafter Bildung keine Perspektiven haben und diesem Rettenfänger und seinen Glaubensgenossen folgen. Es ist hinlänglich bekannt, dass viele junge Muslime sich immer mehr religiös fanatisieren und dadurch mehr und mehr zu kriminellen Delikten neigen. Der deutsche Verfassungsschutz hat darüber berichtet. Dieser Typ hier ist einer von vielen und in der Masse sind sie dann brandgefährlich. Sie sind international gut vernetzt und genießen noch dazu den Schutz einiger radikaler Imame in islamischen Ländern, die sie "zum Sturz westlicher Demokratien" aufhetzen. Mahmoud wird man, wenn die Türkei korrekt handelt, verurteilen und ins Gefängnis stecken, doch viele radikale Salafisten werden weiterhin ihr gefährliches Unwesen treiben und durch die massive Beeinflussung junger Muslime eine Gefahr für die Demokratie bleiben.

die jungen männlichen Muslime, die aufgrund mangelhafter Bildung keine Perspektiven haben

..............das sind doch unsere Pensionszahler........

"Leben wie zu Zeiten Mohammeds"

Hält er sich daran, dann ist er ohnehin eine Gefahr.

Als Karawanenführer einens Beduinenstammes, der als Angriffswaffe maximal einen Krummsäbel hat, stellt der für uns keine Gefahr da, zumal er sich dann sowieso in der arabischen Wüste aufhalten sollte.

Lange leben wird er auch nicht, da wir seit Mohammed enorme Fortschritte in der Medizin gemacht haben, und er sich diesen ebenso verweigern wird. Lebenserwartung: 40-50 Jahre.

Was soll denn die ganze Aufregung?

Der Typ ist doch am ehesten als Djihadisterln, oder Islamisterl zu definieren. Würde der wirklich in den Kampf ziehen, dann hätte er vermutlich beim ersten Schuss das Höschen voll, oder die wirklich harten Typen würden ihn als Kanonenfutter vorschicken.

Der Djihad....

ist ein Verteidigungssystem gegen "Ungläubige" die muslimischen Boden betreten.
Terrorismus im Westen hat nichts mit der Pflicht zum Djihad zu tun. Das sind nur Spinner die ihre Religion als Rekrutierungswerkzeug benutzen. Denn den "heiligen" Kriegern können sie für ihre Anstrengungen nichts anbieten außer ein tolles Leben nach dem Tod.

Re: Der Djihad....

Aber wenn diese Leute jedes Stück Erde, das ein Muslim irgendwann in der Geschichte betreten hat, als muslimischen Boden betrachtet, haben's an Argumentationsnotstand....

das stimmt nicht...

...djihad ist der kampf mit sich selbst - gegen die dunkle seite der macht in jedem menschen.
alles andere ist ein gschichtl - wie die jungfrau maria. und zum grossen entsetzen aller fehlgeleiteten - ist das mit den 72 jungfrauen auch ein übersetzungsfehler....

Re: das stimmt nicht...

Stimmt nicht.
Es gibt den großen Djihad, das ist der den Sie meinen(gegen die eigene dunkle Seite) und den kleinen Djihad-das ist der, den Djihadisten gegen den Westen führen.

Re: das stimmt nicht...

Im Koran ist bei Djihad fast ausschließlich die Rede vom KAMPF mit der WAFFE.

Wie kann man mit einer Waffe möglichst effektiv gegen sich selbst kämpfen..?

Oder ist etwa der Djihad als Kampf gegen sich selbst ein Gschichterl?

Re: das stimmt nicht...

... wissen DIE das auch ??? Ich glaub' nicht, denn ansonsten wäre die Geschichte der Menschheit um einige grauenvolle Kapitel herumgekommen ...

nein. wissen sie leider nicht.

da stehen machtgeile verkommene alte männer vor...

Re: das stimmt nicht...

'Heiliger krieg' ist auch eine irreführende Übersetzung. religiöser Eifer wäre treffender. Aber wohl zu wenig reißerisch .. sowohl für die Medien als auch für die Islamisten ..

mal ne Frage

Wie lang kann denn der maxi/minimal ausfassn?
Pardon sollte das wo gestanden sein

 
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