Neue Seemacht China will zweiten Flugzeugträger

24.04.2013 | 18:15 |   (Die Presse)

Die Volksrepublik China treibt ihr Flottenbauprogramm voran: Das neue Schiff solle größer und mehr Flugzeuge tragen können als der jetzige Erprobungsträger namens Liaoning sein.

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Peking/Wg/Ag. Die Volksrepublik China treibt ihr Flottenbauprogramm voran: Der Vizestabschef der Marine, Konteradmiral Song Xue, sagte in der Nacht auf Mittwoch bei einem Treffen mit ausländischen Militärattachés, dass der „nächste Flugzeugträger“ größer sein und mehr Flugzeuge tragen werde als der erste, die Liaoning, die im Herbst in Dienst gestellt worden ist.

Die Liaoning ist ein ursprünglich sowjetisches Schiff, das China in den 1990ern erworben und zu einem Probeträger ausgebaut hat, um Erfahrung für weitere Schiffe dieser Art zu sammeln. Laut Militärexperten will China bis 2016 mindestens zwei neue, konventionell betriebene Träger und bis 2020 eventuell bis zu zwei Nuklearträger besitzen; mit solchen Schiffen, die für je mehrere Dutzend Kampfjets und Hubschrauber ausgelegt sein dürften, wird China seine maritime Macht weiter und effektiver projizieren können denn je zuvor, was angesichts von Konflikten über Hoheitsrechte zur See mit Staaten wie Japan und Vietnam mit Sorge beobachtet wird. Die USA, der maritime Hauptgegner Chinas im Pazifik, verfügen derzeit über zehn große und neun kleine Träger.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.04.2013)

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17 Kommentare

Chinesischer Flugzeugträger

wenn es genau so lange dauert wie bei ihrem Weltraumprogramm dann brauchen sich die USA keine sorgen machen

Berichte: China baut zweiten Flugzeugträger......

...da haben die Chinesen aber eh lange gebraucht, dass sie draufkommen, dass man zum landen auch einen Flugzeugträger braucht, nicht nur zum starten!

Re: Berichte: China baut zweiten Flugzeugträger......

Hoffentlich ein Scherz?

3

Re: Re: Berichte: China baut zweiten Flugzeugträger......

Vermutlich eher Ahnungslosigkeit

*gähn*

50 jahre Rückstand auf die usa

Re: *gähn*

den Rückstand habens bald mal aufgeholt

Re: *gähn*

100 Jahre UND das richtig motivierte Personal, KEINE Klone

Re: *gähn*

geht doch


Re: ...

Tja, das frage sich High-Tech-Ausrüster auch. Flugzeugträger sind eigentlich "Schnee von gestern" in Zeiten wie diesen, in denen man von weit entfernt kostengünstige Drohen per Joystick präzise steuern kann...

Re: Re: ...

Na na, soweit sind wir noch nicht, dass Krieg nur noch via Joystick abläuft (was Ihnen Soldaten in Afghanistan wahrscheinlich mit Verbitterung bestätigen werden). Reine Drohnenkriege stellen sich die Herren aus der Politik gerne vor, die Realität schaut aber anders aus und das wird noch lange Zeit so bleiben.
Und zum chinesischen Träger (und den Vielen die noch folgen werden): so ist ein Träger - mal abgesehen von der gewaltigen Schlagkraft - auch eine Demonstration von Macht. Sie werden zweifellos mitbekommen haben, was sich dzt. in Fernost abspielt, dort baut sich gerade ein Szenario auf, in dems nun mal darum geht, die Vormachtstellung innezuhaben. Wir Europäer - oder besser gesagt Österreicher - verstehn das grösstenteils nicht, worums da geht; für uns zählt das Schnitzerl am Sonntag und parteiliches Geplänkel, die Mächtigen dieser Welt interessiert das wiederum weniger, darum bleiben wir und die europäischen Landen mit Abrüstung, Zurückhaltung und lächerlicher Selbstzerfleischung (Merkel mit Hitlerbart usw) langfristig auf der Strecke.

Re: Re: ...

Richtig; aber Drohnen starten von.... richtig geraten: Flugzeugträger! Also dann wissen wir, woher der Hase kommt....

Re: Re: Re: ...

Unsinn.
Kampfdrohnen können von überall starten, in der Regel von US-Stützpunkten, werden sogar vom US-Hauptquartier Europa in Deutschland aus gesteuert.

Kampfdrohne "MQ-1 Predator".
Bewaffnung: zwei Luft-Boden-Raketen "AGM-114 Hellfire".
Flughöhe: max. 7620 Meter.
Steuerung: Fernsteuerung durch einen Piloten.
REICHWEITE: 3704 km!

Die USA unterhalten 750 Militärstützpunkte außerhalb ihrer Grenzen, weltweit in knapp 160 Staaten. Dazu kommen noch ca. 250 Basen oder Camps!

Re: Re: Re: Re: ...

OK, und was haben die in Europa eigentlich seit Ende des kalten Krieges verloren? Wieso werden nahe der österreichischen Grenze noch immer Atomwaffen gelagert (Aviano) ?

Re: ...

In der Welt, in der man sich diese Frage stellt würd ich auch gern leben. Sagen wir halt einfach, die Chinesen stocken sich ihr militärisches Offensivarsenal auf, um Pandabären ein artgerechtes Leben auf Flugzeugträgern zu ermöglichen. Oder ist's nicht doch ein Erdbeben-Frühwarnsystem?

0

:-D


Re: Re: ...

geht doch

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