Nordkorea verurteilt US-Bürger zu Zwangsarbeit

02.05.2013 | 08:44 |   (DiePresse.com)

Der Mann muss wegen "Verbrechen zum Sturz der Republik" 15 Jahre ins Arbeitslager. Er soll Fotos von abgemagerten Kindern gemacht haben. Ein Vermittlungsversuch eines US-Botschafters war erfolglos.

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Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA erreichen eine neue Stufe: Auf die verschärfte Kriegsrhetorik der vergangenen Wochen folgt nun ein Schuldspruch gegen einen US-amerikanischen Staatsbürger. Wie die nordkoreanische Agentur KCNA am Donnerstag meldete, hat Pjöngjang Kenneth Bae zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt.

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Der Mann war nach nordkoreanischen Angaben Anfang November als Tourist in das abgeschottete Land eingereist. Kurz nach seiner Ankunft sei Bae, dessen Name auf Koreanisch Pae Jun-ho lautet, in der Hafenstadt Rason festgenommen worden - der 44-Jährige habe "feindliche Akte" begangen. Daher sei ihm am 30. April der Prozess gemacht worden.

Der südkoreanische Aktivist Do Hee-yoon sagte am Donnerstag, Bae werde vorgeworfen, Fotos von abgemagerten nordkoreanischen Kindern gemacht zu haben, um für mehr Hilfe zu werben.

USA verlangen sofortige Freilassung

Erst am Wochenende hatte das Regime von Machthaber Kim Jong-un bekanntgegeben, Bae demnächst wegen "Verbrechen zum Sturz der Demokratischen Volksrepublik Korea" vor den Obersten Gerichtshof des Landes stellen zu wollen. Er habe die ihm zur Last gelegten Taten in den niedrigeren Instanzen gestanden.

Die USA forderten daraufhin am Montag die sofortige Freilassung ihres Staatsbürgers aus "humanitären Gründen". Der Mann sei mit einem gültigen Visum eingereist, betonte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington. Der frühere US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Bill Richardson, hatte sich bereits bei einem Besuch in dem abgeschotteten Land Anfang des Jahres für eine Freilassung seines Landsmanns eingesetzt.

Der angespannten Beziehung zwischen Nordkorea und den USA steht damit eine weitere Belastungsprobe bevor. Nach einer Verschärfung der UNO-Sanktionen wegen des jüngsten Atomtests Nordkoreas im Februar hat die kommunistische Führung in Pjöngjang Südkorea, den USA und Japan in den vergangenen Wochen mehrmals mit Angriffen gedroht.

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(APA/Reuters/dpa/AFP)

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67 Kommentare
 
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Der Zwerg von Fettonator führt den Rest der Welt ganz schön vor.


Ein kleines Faustpfand und schon geht wieder ein bisserl was in Sachen Zugeständnissen - ekelhaft.

Where are the Seals?

Schickts endlich

ein paar Drohnen um aus dem kleinen Dicken endlich Zusatzfett für Tiernahrung herzustellen und das leidige Thema ist erledigt!

Ein Ungar

sitzt in Bolivien schon 3 Jahre im Knast, ohne Prozess und Anklage. Menschenrechte, mediale Aufmerksamkeit ? Leider hat er keinen US-Pass ...

armes Opfer

listiger, fettleibiger Diktator und langsam eine zu überforderte Weltmacht USA.

unglaublich

was für idioten sich hier tummeln, habe glaube ich noch keinen einzigen vernünftigen kommantar gelesen

Was ich nicht wusste

Nordkorea verfolgt Christen?? Wie macht es dann unser Hei Fisch? Der darf dort doch jederzeit auftauchen also nehme ich an er ist kein Christ.Was für einer Religion gehört der Hei Fisch an?

Re: Was ich nicht wusste

Fuer ihn hat sich noch kein Erloeser gefunden. Er behauptet von sich, er sei Agnostiker.

Ein Faustpfand

Zum Glück ist er nicht in Guantanamo gelandet, aber diese Folteranstalt wollte der heilige Obama doch schließen.

Provoziert wurde mit einem USA + Südkoreanischen Manöver, und nun gehen die Kampfhähne in Stellung. Hoffentlich beruhigt sich die Situation, sonst heißt es USA gegen China.

Re: Ein Faustpfand

Wenn es zum Konflikt kommt, wird China wohlwollend wegschauen, denn sie haben den fetten Dicktator auch schon satt bis zur Halskrause! Und nach dem Sturz dieser Verbrecherbande wird man sich arrangieren und eine Lösung im allseitigen Interesse finden - das ist Realpolitik!

Re: Re: Ein Faustpfand

Genau das wird passieren. Schon interessant, dass jene, die sich sonst immer die wildesten Verschwörungstheorien zusammenbasteln, nicht die naheliegendeste "Verschwörung" in Betracht ziehen: Dass sich China und die USA in Geheimdiplomatie für den "Fall der Fälle" arrangiert haben. Wie auch immer dieses Arrangement aussehen mag, zum Krieg zwischen China und den USA wirds nicht kommen.

Vielleicht hat er ja wirklich sensible Daten geschmuggelt?

In den USA werden Menschen schon für viel weniger mit dem Tod oder lebenslanger Haft bedroht. Beispiel: Bradley Manning, Julian Assange.

ich empfehle.....

......zu diesem Thema den Filmklassiker: "When the mouse roars" mit Peter Seller aus den 60gern. Da ist die Grundstory sehr verwandt!

Schickt's doch endlich die Seals, dann ist Ende Legende.


Re: Schickt's doch endlich die Seals, dann ist Ende Legende.

Leider ist dann auch Seoul "Ende Legende".. Das ist das Problem..

Re: Re: Schickt's doch endlich die Seals, dann ist Ende Legende.


Wunschdenken?

Bittschön

Erstens: Bitte das ö aus Pjeonjang entfernen
Zweitens: Wieso fährt man da hin und unterstützt so das dortige Regime?

Selbsteinschätzung

Ich frage mich, ob Kim weiß, dass das sehr viele Probleme bringen wird und dass er gegen diese nichts ausrichten kann...

Bei solchen Angelegenheiten geht einem die gute alte Zeit ab.

Früher hätte man dafür eine halbe Stadt außradiert.

Eine von der USA verloren gegangene Tradition.
Aber man sieht ja was man davon hat wenn man von manchen Regionen den Fuß herunter nimmt.

Obama sollte diesen Verbrechern endlich geben wonach sie betteln. Einen Flugzeugträger und eine Handvoll Marines mehr braucht es nicht.

Re: Bei solchen Angelegenheiten geht einem die gute alte Zeit ab.

da geht's um ganz was anderes... nämlich: wer's kaputt macht muss zahlen! und die Amis ham grad echt keine Kohle für den Wiederaufbau von Nordkorea........ham ja schon zuviel im Irak, Afghanistan etc. verprasst...

Re: Bei solchen Angelegenheiten geht einem die gute alte Zeit ab.

Glauben Sie mir..bei irgendwelchen Banditenbanden oder Warlords wie in Somalia wären die Amis schon reinmaschiert, bevor der verurteilt wäre. UND DAS DAMALS WIE HEUTE

Bei "ernst zu nehmenderen" Gegern, die unangenehm werden können (großzählige Armee und/oder Bombe, sprich wo ne große Masse GIs sterben könnte), haben sie allerdings schon immer gekniffen.


Re: Re: Bei solchen Angelegenheiten geht einem die gute alte Zeit ab.

Ja da kneifen die Amerikaner... Ganz im Gegensatz zu den tapferen und unerschrockenen Oesterreichern, die niemals zoegern wenn es darum geht die Werte unserer Gesellschaft zu verteidigen! Auch wenn es nur ueber verlustreiche postings im Muendungsfeuer der Feinde passiert...

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UHBP...


...wird's freuen. Wieder ein O....kapitalist weg von der Bildfläche.

Im Gegensatz zu den US-Amerikanern die

2-4 Jobs haben min 15h/Tag arbeiten und Genfrass ala Fastfood in sich hinendrücken wahrscheinlich gar nicht so schlecht.

Wenigstens hat er einen Prozess bekommen und wird nicht zwangsernährt.

;)

Re: Im Gegensatz zu den US-Amerikanern die

Stimmt er wird vermutlich verhungern oder vorzeitig totgepruegelt. Welch Fortschritt gegenueber dem Lager des Klassenfeindes USA.

Re: Im Gegensatz zu den US-Amerikanern die

Wow, das ausmass der dummheiten die hier geschrieben werden ueberrascht immer wieder auf neue!

Re: Re: Im Gegensatz zu den US-Amerikanern die

Wenn's gegen Amerika geht, ist sich die Querfront einig...

 
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