22.11.2009 04:59 | Meine Presse Merkliste0

EU drängt auf Kosovo-Verhandlungslösung

19.11.2007 | 21:54 |   (APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Drei Wochen vor Ablauf der Verhandlungsfrist zwischen Serben und Kosovo-Albanern drängt die EU weiter auf eine Verhandlungslösung im Rahmen der Troika für den Kosovo. Sollte dies scheitern, werde die EU-Präsidentschaft alles unternehmen, um eine gemeinsame Position der EU-Staaten sicherzustellen, sagte Ratsvorsitzender Luis Amado am Montag nach eine Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.

"Wir werden uns in jedem Fall um eine gemeinsame Position der EU bemühen", sagte Amado. Zugleich wolle er aber die damit verbundenen Schwierigkeiten nicht verhehlen. Es wäre aber "nicht hinnehmbar", wenn die EU-Politiker ihre Verantwortung ignorierten. Vor allem Zypern und Griechenland, aber auch die Slowakei, Spanien und Rumänien hatten in der Vergangenheit Vorbehalte gegen eine Unabhängigkeit des Kosovo geäußert.

Mehrere europäische Außenminister appellierten am Montag an den Wahlsieger der Kosovo-Parlamentswahlen, Hashim Thaci, nach Ende der Verhandlungsfrist am 10. Dezember, nicht mit einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung vorzupreschen. "Ich glaube nicht, dass Kosovo unabhängig von der internationalen Gemeinschaft sein will", warnte der schwedische Außenminister Carl Bildt.

Die Demokratische Partei (PDK) des ehemaligen Rebellenführers Thaci hat bei der Parlamentswahl nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen 34 Prozent vor der Demokratischen Liga des Kosovo (LDK), die 21,8 Prozent erzielt.

Der EU-Außenpolitik-Beauftragte Javier Solana deutete an, die EU könnte auch ohne weitere UNO-Resolution ihre geplante zivile Mission im Kosovo übernehmen. Wie auch Solana verwies auch EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn auf die noch laufenden Verhandlungen im Rahmen der Troika, am Dienstag ist dazu in Brüssel eine weitere Gesprächsrunde vorgesehen.

Von der bevorstehenden Nahost-Konferenz in Annapolis (USA) erwartet die EU "konkrete Resultate, die zu bedeutsamen Endstatusverhandlungen führen". In einer Erklärung betonten die EU-Außenminister, die EU sei zur weiteren Unterstützung der Nahost-Parteien bereit.

(APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

2 Kommentare
Gast: Don
20.11.2007 15:57
0 0

Die Albaner waren und sind Opfer globaler Machtinteressen!!!

Durch die politische Unfähigkeit der EU und vor allen Dingen der eigenen Interessen der Länder wird das Albanische Volk weiterhin für die nächsten Jahrzehnte Geisel fremder Völker bleiben müssen! Ist ja für die Albaner nichts neues, doch so wird die Region nie befriedet werden! Die einzigste Lösung wäre daher: das Volk soll entscheiden! So etwas nennt mann im demokratischen Völkerrechtsverständnis "das Recht auf Selbstbestimmung"! Doch gerade dieses Recht wird den Albanern verweigert!

towercon
20.11.2007 15:14
0 0

Ergebnisse bereits vorhanden

es gibt viel mehr befürworter als man meint. den die länder haben die nase voll vom balkan.
dazu gehört auch das kosovo(a). die meisten länder wollten und wollen es immer noch klären.
und diese klärung nennt sich ahtisaari plan.
aber wer hat die positive entwicklung gestoppt, der große bruder von serbien und das ist russland.

und dan reden die serben von stabilität in europa, holen aber gleichzeitig russland ins boot, obwohl es ein europäisches problem ist.

also treiben die serben einen keil in beschlossene sachen und reden von stabilität.

und als ob das nicht genug wäre wird in allen länder wo serben leben, so großer einfluss genommen, dass ihnen diktiert wird wie sie politisch reagieren müssen.

wie z.b. wahlen im kosovo(a) oder auch die unterstützung der rs politiker.
und immer im namen der brüderlichkeit da es ja serben seien die betroffen sind.

und zuguter letzt drohen sie mit abspaltung von rs und mitrovica, alles nur für die stabilität?

mfg

Schlagzeilen Politik

  • EU-Topjobs: Schüssel und Plassnik bis zuletzt im Rennen
    Die Dänen und Osteuropäer waren für Ex-Kanzler Schüssel als Ratspräsident der EU. Aber Bundeskanzler Faymann will nichts gehört haben.
    Strache: "Hass gegen demokratische Bewegung"
    FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache betonte die Friedlichkeit des Festkommers der Burschenschafter in der Wiener Hofburg. Rund 500 Personen demonstrierten am Ring.
    Hofburg-Wahl: Gerüchte über Fischers Wiederkandidatur
    Angeblich will Bundespräsident Fischer am Donnerstag seine Wiederkandidatur bekanntgeben. Aus der Präsidentschafts-Kanzlei kam bloß: "Kein Kommentar".
  • Regierungsbilanz: Das verlorene Jahr
    Das Kabinett „Faymann I“ hat in seinem ersten Jahr viel getan. Nur das Wichtigste nicht. Selten war die Zeit für die Vorbereitung unpopulärer, aber notwendiger Reformen besser als im Vorjahr. Eine verpasste Chance.
    Heinisch-Hosek: Eine Mutter auf Zeit
    Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erzählt u.a. wie ein schwerstbehindertes Kind drei Jahre lang ihr Leben bereichert hat, was ihr von dieser ungewöhnlichen Beziehung geblieben ist.
    Adoption: Zwei Mütter für Janis
    Adoption bleibt im Gesetz zur Homo-Ehe für schwule und lesbische Partner verboten. Doch viele Paare mit Kinderwunsch haben längst ihren Traum vom Nachwuchs verwirklicht.
  • Grünen-Chef Özdemir: "Das Türkische ist keine In-Kultur"
    Seit einem Jahr ist Cem Özdemir Chef der Grünen Deutschlands. Mit der "Presse am Sonntag" spricht er über Integration, Bildung und seine Elternzeit: "So modern, wie wir immer tun, sind wir in Mitteleuropa nicht".
    Davutoglu: Der Kissinger aus Konya
    Lernen von den Osmanen: Ahmet Davutoglu richtete die türkische Außenpolitik neu gen Osten aus: Europa muss sich Ankaras Aufmerksamkeit nun teilen. Mit seiner Brille, seiner zierlichen Gestalt wirkt Ahmet Davutoglu manchmal wie ein gealterter Student.
    Kabul: Rakete schlägt in Luxushotel ein
    Bei dem Anschlag stürzte eine Wand des Gebäudes ein. Es gab sieben Verletzte. Die Regierung in Kabul will die afghanischen Polizei- und Militärkräfte auf 400.000 Mann ausbauen.
  • Bürgerkrieg: "Es war eine Diktatur. Punkt."
    Umstrittenes Gedenken an 1934: Vor 75 Jahren war Bürgerkrieg in Österreich, ideologische Gräben verhindern eine gemeinsame Aufarbeitung. Prominente Historiker wollen jetzt die Opfer des Ständestaates rehabilitieren.
    Avraham Burg: „Traumawettbewerb“
    Avraham Burg provoziert: Der Sohn eines Holocaust-Überlebenden und frühere Knessetpräsident fordert die Überwindung des Holocaust-Traumas. Leistet er damit einen Beitrag zur Schlussstrichdebatte?
    Gasstreit: Putin als Timoschenkos Wahlhelfer
    Mit seiner „Großzügigkeit“ unterstützt Russland die einstige Erzfeindin. Die Ukraine darf fortan ohne Angst vor Sanktionen weniger Gas einkaufen als bisher vertraglich vereinbart war.