US-Präsident George W. Bush hat sich am Montag "zutiefst besorgt" über die Unterdrückung der Oppositionsbewegung in Russland gezeigt und die Freilassung der Inhaftierten gefordert. Bush verurteilte in Washington die, "die Festnahme von zahlreichen Menschenrechtsaktivisten und politischen Führern", die an den "friedlichen Protesten" in Moskau und anderen russischen Städten teilgenommen hätten. Besonders beunruhigend sei die Anwendung von Gewalt gegen friedliche Demonstranten und Journalisten.
Er hoffe, dass Russland im Hinblick auf die Freiheitsrechte seinen internationalen Verpflichtungen nachkomme, sagte Bush weiter. Dazu gehörten Untersuchungen über mutmaßliche Misshandlungen und die Freilassung der verbliebenen Inhaftierten. Am Samstag waren auf Anti-Kreml-Demonstrationen des Oppositionsbündnisses Anderes Russland in Moskau und St. Petersburg etwa 200 Menschen festgenommen worden, darunter der frühere Schachweltmeister Garry Kasparow. Kasparow, Chef von Anderes Russland, wurde zu fünf Tagen Haft verurteilt. In Russland finden am kommenden Wochenende Parlamentswahlen statt.
Die russische Justiz wies unterdessen eine Beschwerde gegen die Festnahme und Verurteilung von Kasparow ab. Seine Anwältin Olga Michailowa sagte am Montag im Radiosender Moskauer Echo, die Richter hätten alle Einwände zurückgewiesen mit der Begründung, es gebe ausreichend Beweise für die Schuld Kasparows. Das Gericht habe es abgelehnt, die von der Anklage und der Verteidigung vorgebrachten Zeugen zu befragen. (APA/Red.)
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