Wegen des Streiks der ungarischen Buslenker am Dienstag sind bis sieben Uhr früh zwischen 3.000 und 4.000 Busse des größten ungarischen Busunternehmens Volan in den Garagen geblieben. Zu dem landesweiten Streik hatten vier Gewerkschaften der Beschäftigen im öffentlichen Verkehr aufgerufen. Mit der Aktion protestierten die Buslenker gegen ein "diskriminierendes Pensionssystem".
Laut der Vorsitzenden der Gewerkschaft Öffentlicher Verkehr, Krisztina Kovacs Korcsolany, war die Protestaktion erfolgreich, da sich - bis auf "Balaton-Volan" rund um den Plattensee - alle regionalen Volan-Betriebe an dem Ausstand beteiligten.
Die Aktion richtet sich gegen neue Pensionsbestimmungen. Diese Regelungen würden die Frühpensionierung der Fahrer vom Baujahr des von ihnen gefahrenen Busses abhängig machen und soll im nächsten Jahr in Kraft treten. Argumentiert wird, dass es körperlich anstrengender sei, alte Busse zu fahren. Daher könnten diese Fahrer früher in Pension gehen.
Am Mittwoch wollen die betroffenen Gewerkschaften entscheiden, ob sie weitere Streikaktionen folgen lassen. Der einflussreiche Liga-Gewerkschaftsbund kündigte inzwischen an, einen unbefristeten Streik ab 17. Dezember zu planen, um die von der sozialistisch-liberalen Regierung am selben Tag vom Parlament zu beschließende Krankenkassenreform zu kippen.
(APA)
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