Im Streit um die Zukunft des Kosovo hat Russland die Unterstützung der USA für eine Unabhängigkeit der abtrünnigen serbischen Provinz kritisiert. Die Alternativlosigkeit, mit der vor allem Washington eine solche Unabhängigkeit fordere, sei das größte Hindernis bei der Suche nach einer Verhandlungslösung, sagte der russische Außenminister Lawrow am Samstag in Moskau.
Den Abschlussbericht der Troika aus EU, USA und Russland bezeichnete er als ausreichend objektiv. Nach Abschluss ihrer Vermittlungsbemühungen hatte die Kosovo-Troika ihren Bericht am Freitag UNO-Generalsekretär Ban übergeben. Darin heißt es, weder Serben noch Kosovo-Albaner bereit seien, von ihren Positionen abzurücken. Eine Lösung schlägt die Troika in ihrem Bericht nicht vor.
Russland fordert dagegen eine Lösung, der auch Belgrad zustimmen könne. Auch beim NATO-Russland-Rat habe die Position des Kremls kein Gehör bei den Amerikanern gefunden, kritisierte Lawrow. "Ich hoffe, dass der UNO-Sicherheitsrat jetzt die nötigen Schlüsse zieht", fügte der Außenminister hinzu.
Der Weltsicherheitsrat will sich am 19. Dezember mit dem Kosovo-Konflikt beschäftigen. Der russische UNO-Botschafter Tschurkin hatte am Freitag angekündigt, Moskau werde in dem höchsten UNO-Gremium auf eine Fortsetzung der bilateralen Verhandlungen drängen.
(APA)

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