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Auswanderer: Vom „Schurkenstaat“ ins gelobte Land

26.12.2007 | 17:51 |  Von unserer Mitarbeiterin SILKE MERTINS (Die Presse)

Bisher größte Zahl iranischer Juden kam nach Israel. Sie wurden mit Freuden-
kundgebungen am Flughafen von Tel Aviv begrüßt.

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JERUSALEM. Mit Freudenschreien und Süßigkeiten sind die Neuankömmlinge am israelischen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv von ihren Verwandten begrüßt worden: 40 jüdische Einwanderer aus dem Iran. Es ist die größte Gruppe Immigranten seit der islamischen Revolution von 1979. Die Frauen, Männer und Kinder sind ohne ihre Habseligkeiten über ein Drittland – wahrscheinlich die Türkei oder Jordanien – ins gelobte Land eingereist. Da zionistische Aktivitäten im Iran verboten sind, konnten sie nur das mitnehmen, was für eine normale Urlaubsreise üblich ist. Internationale jüdische Organisation wollen sie nun mit einem Startkapital von 10.000 Dollar pro Familie unterstützen.

Die „Alija“, wie die Einwanderung nach Israel genannt wird, sollte ursprünglich geheim gehalten werden, um die Angehörigen und Freunde der Migranten im Iran nicht zu gefährden. Die Informationen sickerten dann aber doch an die israelischen Medien durch. Sie trafen vor allem deshalb auf ein großes Echo, weil Mahmoud Ahmadinejad, Präsident des international isolierten Iran, wiederholt dazu aufgerufen hat, „Israel von der Landkarte zu tilgen“. Schon deshalb sieht sich der jüdische Staat durch das umstrittene iranische Atomprogramm besonders bedroht.

Gleichzeitig lebt ausgerechnet im Mullah-Staat mit über 25.000 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde des gesamten Nahen und Mittleren Ostens. Die International Fellowship of Christians and Jews, die die Auswanderung der Gruppe gesponsert hat, sieht die jüdische Minderheit in der islamischen Republik stark gefährdet, nicht nur wegen der Vernichtungsdrohungen gegen Israel, sondern auch wegen Ahmadinejads notorischer Leugnung des Holocaust. „Unser Gefühl ist, dass es sehr ähnlich ist wie die Situation der Juden in Deutschland in den 1930er-Jahren“, sagte Fellowship-Gründer Rabbiner Yehiel Eckstein.


Sonderrechte im Iran

Iranische Juden vor Ort betonen hingegen, dass sie – sofern sie sich politisch unauffällig verhielten – unbehelligt leben könnten. Anders als in den arabischen Nachbarländern werden im Iran selbst von Regierungsvertretern und Hardlinern die Begriffe „Juden“ und „Israel“ nicht als Synonyme verwendet. Der jüdischen Minderheit werden sogar Sonderrechte eingeräumt. Juden sind als Minderheit zudem mit einem Abgeordneten im Parlament vertreten. Es wird geduldet, dass Kontakt zu den in Israel lebenden Verwandten besteht. Israelis, die aus dem Iran stammen, konnten bisher auch zu Besuch in die alte Heimat kommen.

Doch andererseits sind Juden, wie andere Nicht-Moslems, Bürger zweiter Klasse im Iran. Sie dürfen keine Berufssoldaten oder Schuldirektoren werden, und sie sind von Jobs in den Sicherheitsdiensten und der Rechtsprechung ausgeschlossen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.12.2007)

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8 Kommentare
Gast: blickwinkel
12.05.2008 14:21
0 0

bürger zweite klasse

"Doch andererseits sind Juden, wie andere Nicht-Moslems, Bürger zweiter Klasse im Iran. "

Das selbe gilt für die Araber in Israel. Mit dem Unterschied, dass Israel den Anspruch einer Demokratie hat

Helios
27.12.2007 22:09
0 0

Ich hätte mich gefreut, wenn die iranischen Juden auch zu uns gekommen wären

Wir würden Multikulturalität überall brauchen.
Ich hätte mich wirklich sehr gefreut, wenn Österreich
gerade in der Weihnachtszeit eine Heimat für
Vertriebene,oder in ihrem Heimatland nicht mehr
Sichere geworden wäre.

Zeitwort
27.12.2007 10:02
0 0

Liebe Presse bitte nicht lügen!


Ahmadinejad hat das nicht gesagt, doch doch die Presse scheint zionistische Aktivitäten zu lieben und selbst überhaupt nix recherchieren zu wollen.

http://zeitwort.at/index.php?page=Thread&threadID=5448

Hier das detailierte Tranchieren der Aussagen Ahmadinejad und was daraus übersetzt und nicht übersetzt wurde.
http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-iran-0008.html

Antworten Gast: N:N
27.12.2007 10:37
0 0

Re: Liebe Presse bitte nicht lügen!

Danke für den link - Er bestätigt die Absicht des Irans, Israel auslöschen zu wollen.

Zeitwort
27.12.2007 14:33
0 0

Re: Re: Liebe Presse bitte nicht lügen!

Auch die Lüge über einen Schurken bleibt eine Lüge! Du kannst gerne stolz sein auf deine Kriegstreiberei ohne iranische Atomwaffen.

Antworten Antworten Antworten Gast: N:N
27.12.2007 15:17
0 0

Re: Re: Re: Liebe Presse bitte nicht lügen!

Was für eine Kriegstreiberei?

Vorschlag: Lesen, Verstehen, Posten - in dieser Reihenfolge

Zeitwort
27.12.2007 16:39
0 0

Re: Re: Re: Re: Liebe Presse bitte nicht lügen!

Ich habe von dir nicht erwartet eine vernünftige Antwort zu bekommen. Es ist einfach Kriegstreiberei was über den Iran berichtet wird. Du kannst ja gerne den Schmarrn in unseren Medien glauben - es herrscht ja eh Religionsfreiheit, oder? Der Mammon ist eben auch ein Gott der angebetet werden will und die kleinen menschlichen Fressfeinde bedienen das täglich. Schön, dass auch du in diesem Sumpf funktionierst.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: N:N
28.12.2007 09:33
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Liebe Presse bitte nicht lügen!

Also nochmals: Lesen, Verstehen, Posten - in dieser Reihenfolge.

Eine vernünftige Antwort bekommst du wenn du mir eine vernünftige Frage stellst.
Also: Du beschuldigst mich der Kriegstreiberei und ich habe dich gefragt welche Kriegstreiberei ich betrieben habe.
Du hingegen erklärst mir wie schlecht die Welt ist und dass auch in "in diesem Sumpf funktioniere"


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