Chertoff bezeichnete es als wichtig, die Sicherheitskontrollen für Europäer, die in die USA reisen, zu verschärfen. Diese Kontrollen dürften allerdings Reisen und Handel nicht behindern. Chertoff stellt sich darunter neben der Einführung neuer Identifikationssysteme für USA-Reisende das System der Vorabmeldungen vor: Personen, die die USA bereisen wollen, müssten sich dann schon vor der Abreise bei den US-Behörden identifizieren, damit diese im Vorhinein die Reise genehmigen oder ablehnen könnten.
Erst vor wenigen Wochen wurde an den Einreisepunkten der USA neue Sicherheitsssysteme eingeführt, bei denen Reisendenicht nur einen, sondern alle zehn Finger von einem Scanner identifizieren lassen müssen. Chertoff erklärte damals, dass dieses neue System "die Sicherheit aller verbessern" und "dem Mythos, wonach die Einreise in die USA eifnach ist, ein Ende bereitet" werde.
Auslöser für das BBC-Interview waren Berichte über die Gründung eines Arms der al-Qaida in Großbritannien. Darin hieß es, dass britische Geheimdienste eine islamistische Homepage unter die Lupe nehmen, die von dieser Gründung berichtet habe. Auf der Homepage werden junge Muslime zum Aufstand gegen "Ungläubige" wie Premierminister Gordon Brown oder dessen Amtsvorgänger Tony Blair aufgerufen.
(APA/RED)
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