Die Münchner CSU verkündete am Mittwoch auf Anfrage des Nachrichtenmagazins "Stern", ihr umstrittenes Wahlplakat "ab sofort" zu überkleben. Das Plakat, das seit etwa einer Woche in ganz München hing, zeigte zwei Jugendliche, die in der Münchner U-Bahn einen Mann verprügeln. Der politische Sturm der Entrüstung war groß: Die Grünen rückten das Plakat in NPD-Nähe und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude nannte den Kampf um Stimmen mithilfe des Schürens von Angst den "moralischen Tiefpunkt der CSU".
Das neue Plakat der CSU zeigt nun das lächelnde Gesicht von Josef Schmid, dem CSU-Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahlen im März 2008, sowie eine Auflistung des bisher Erreichten. Schmid selbst begründete die neue Plakatkampagne reichlich schwammig: "Das neue Plakat ersetzt das alte, so wie das alte das vorherige." Außerdem wies er auf das Platzproblem hin: "Wir haben ja auch noch andere Themen, wo sollen denn all die Plakate hin", fragte Schmid.
Das umstrittene "Prügelplakat" lobte Schmid dennoch: Es habe "zur Debatte entscheidend beigetragen, Maßnahmen beschleunigt und damit seinen Zweck erfüllt. Denn schließlich werden jetzt endlich die Maßnahmen ergriffen, die wir seit Jahren immer wieder gefordert haben - für eine Verbesserung der Sicherheit für die Münchnerinnen und Münchner". Tatsächlich wurde bei einer Sicherheitsrunde kürzlich beschlossen, die Fahrzeige der Münchner Verkehrsbetriebe erweitert mit Videosicherung auszustatten und den Handyempfang auf allen Ubahnstrecken zu ermöglichen.
Das neue Plakat:
Das alte Plakat:
(AG/RED)



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