Die Beziehungen zwischen Dänemark und den USA sind zur Zeit schweren Belastungen ausgesetzt. Der Grund: Die US-Geheimdienste haben für ihre Transporte von Terrorverdächtigen ins Gefangenenlager Guantanamo den Flughafen Grönland für Zwischenlandungen benutzt. Die dänische Regierung will von den USA nun offiziell Auskunft verlangen, ob die Nutzung des Grönländer Flughafens rechtswidrig war. Außenminister Stig Möller sagte am Donnerstag, dass eine Fernsehsendung am Vortag „Beweise gebracht" habe, "die wir bisher nicht kannten".
Als Privatflüge deklariert
Dem Bericht zufolge wurden die mit Gefangenen besetzten Flugzeuge, die am Flughafen Narsarsuaq zum Auftanken landeten, als Privatflüge deklariert. Dies sei "eindeutig nicht akzeptabel", sagte Möller. Führende Politiker auf der halbautonomen Polarinsel Grönland verlangten ebenso wie die Opposition im dänischen Parlament eine offizielle Untersuchung der Vorwürfe durch die Regierung in Kopenhagen. Diese lehnte Möller jedoch ab.
Die geheimen Gefangenentransporte der CIA haben nicht nur in Dänemark, sondern auch immer wieder in Deutschland für Aufregung gesorgt. Sie werden immer wieder als Bruch internationaler Rechtsprinzipien kritisiert.
(AG/RED)

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