Die US-Armee erklärte den Hinterbliebenen ihr Bedauern. Sie entsandte eine Delegation, die mit dem zuständigen geistlichen Führer der Gemeinschaft Kontakt aufnahm. Die Vereinigung der sunnitischen Ulema erklärte, die Kampfjets hätten die Ortschaft El Chanassa im sogenannten "Dreieck des Todes" angegriffen. Diese Gegend sei für ihren hartnäckigen Widerstand gegen die Besatzung ausländischer Truppen bekannt. Die Ulema-Vereinigung warf den US-Truppen vor, 50 Menschen festgenommen zu haben, darunter den Vorbeter (Imam) einer Moschee, Scheich Hussein Ibrahim El Nasser.
Die Website Iraqi Body Count, auf der die zivilen Opfer des Krieges im Irak aufgelistet werden, verzeichnet seit März 2003 insgesamt 80.989 bis 88.433 Tote. Das US-Oberkommando gestand schon häufig ein, bei Luftangriffen Zivilisten getroffen zu haben. Die Ergebnisse der dann angekündigten Untersuchungen wurden in der Regel nicht publik gemacht.
(APA)

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