Venezuelas Präsident Chavez hat am Montag mit der Verstaatlichung der großen Lebensmittelkonzerne gedroht. Er wirft ihnen vor, Nahrungsmittel zu horten oder ins Ausland zu schmuggeln und damit die Knappheit noch zu verschärfen. Die Linksregierung spricht von "kapitalistischen Spekulanten". Chavez hat vergangenen Monat die Nationalgarde autorisiert, solche Lebensmittel zu beschlagnahmen.
Venezuela hat trotz seiner unerwartet hohen Erdöleinnahmen seit Monaten Probleme, ein ausreichendes Lebensmittelangebot in den Geschäften zu sichern. Die Wirtschaft macht dafür die staatlichen Preisfestlegungen verantwortlich.
Venezuelas Regierung hält trotz der rasanten Inflation an ihrer Preiskontrolle fest. Händler sind daher oft gezwungen, ihre Waren mit Verlust zu verkaufen oder die Geschäfte ganz einzustellen. Da die festgelegten Preise inzwischen weit niedriger sind als im benachbarten Kolumbien, ist es sehr profitabel geworden, Waren in Venezuela aufzukaufen und nach dorthin auszuführen.
(APA)
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