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Venezuela: Lebensmittel-Konzernen droht Verstaatlichung

05.02.2008 | 05:29 |   (DiePresse.com)

Präsident Chavez wirft den Lebensmittel-Konzernen vor, Nahrungsmittel zu horten oder ins Ausland zu schmuggeln. Durch die Preiskontrolle in Venezuela ist für die Produzenten ein Verkauf ihrer Ware im Ausland lukrativ.

Venezuelas Präsident Chavez hat am Montag mit der Verstaatlichung der großen Lebensmittelkonzerne gedroht. Er wirft ihnen vor, Nahrungsmittel zu horten oder ins Ausland zu schmuggeln und damit die Knappheit noch zu verschärfen. Die Linksregierung spricht von "kapitalistischen Spekulanten". Chavez hat vergangenen Monat die Nationalgarde autorisiert, solche Lebensmittel zu beschlagnahmen.

Venezuela hat trotz seiner unerwartet hohen Erdöleinnahmen seit Monaten Probleme, ein ausreichendes Lebensmittelangebot in den Geschäften zu sichern. Die Wirtschaft macht dafür die staatlichen Preisfestlegungen verantwortlich.

Venezuelas Regierung hält trotz der rasanten Inflation an ihrer Preiskontrolle fest. Händler sind daher oft gezwungen, ihre Waren mit Verlust zu verkaufen oder die Geschäfte ganz einzustellen. Da die festgelegten Preise inzwischen weit niedriger sind als im benachbarten Kolumbien, ist es sehr profitabel geworden, Waren in Venezuela aufzukaufen und nach dorthin auszuführen.

(APA)


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26 Kommentare
 
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Von Gast: CH-Venez am 15.02.2008 um 15:22

nach 20min keine Milch mehr

Ich sitze hier in Caracas. Heute hatte es nach 20min Ladenöffnung (1 Liter pro Person) keine Milch mehr. Chavez will die enorme Inflation den Produzenten anhängen. Richtig ist, dass die Inflation durch die (Geld)Politik verursacht wird. Da bringt auch 3 Nullen streichen nichts. Dafür kann ich mit 1USD mein Auto (60Liter) volltanken. Oder 1Liter Milch kaufen, wenns welche gäbe. Ach ja: Die Oposition ist genau gleich korrupt. Hier gibt es keine einfachen Lösungen.

Von Gast: arme venezolaner am 05.02.2008 um 18:53

schlangen

mittlerweile ist es immer wieder notwendig mit militär die disziplin vor manchen märkten aufrecht zu erhalten und es kommt vor, dass sich die angestellten nicht trauen, angesichts hunderter wartender überhaupt nur die türgitter zu öffnen...

da wundert sich dann niemand mehr, dass seit chavez´ amtsantritt 1,5 millionen menschen ausgewandert sind (tendenz steigend).

irgendjemand hat in seinem kommentar behauptet venezuela wäre ein vorzeigestaat.
diese zeiten sind vorbei!

ich hoffe sie kommen wieder...

Von Alien am 05.02.2008 um 13:10

Heute gehört uns Venezuela, morgen die ganze Welt

Wir beherrschen die Zeit, das Öl und den Lebensmittelmarkt. Wir setzen die Preise fest. Wir setzen die Löhne der Arbeiter fest. Unternehmen müssen lernen, damit zu leben oder draufgehen. Bei uns muß kein geknechteter Arbeiten. Wenn jemand Land will, kann er haben, im Süden vernichten wir einfach einige Landstriche Regenwald inklusive dem lästigen Getier (sind alles Kapitalisten), dann kann jeder freie Bauer dort alles anbauen. Das kaufen wir ihm zu garantiert niedrigen Preisen ab.

Und mit unseren Exporteinnahmen werden wir die großen Amerikanischen Kaugummihersteller aufkaufen und dann mit Hilfe unseres Monopols die Macht in Amerika übernehmen. Wenn das geschafft ist, dann wird der reale Sozialismus auch in andere Weltgegenden exportiert werden. Nach Europa, Asien und China. Am Schluß werden wir unser Vorbild Fidel weit übertrumpft haben. Und jeder hat das Anrecht, sich einmal im Jahr einen Oldtimer anzusehen....

Von Aaron Fishhof am 05.02.2008 um 12:28

Der Möchtegern-CHE und

Pseudo-Fidel of Venezuela wird sein Land
trotz gigantischem Erdö-Reichtum
noch in Hunger und Elend stürzen!

Drogen vernebeln eben die Sinne.

Aber es ist gut so,
denn dann werden noch mehr Menschen begreifen,dass das Heil dieser Welt nicht im Kommunismus liegt.

Noah von der Arche am Berge der Freude

Antworten Von Gast: Kiotari am 05.02.2008 um 15:09

Und das ist gut so??

Tun Dir die Menschen dort nicht leid? Mir schon..

Von Gast: Kiotari am 05.02.2008 um 12:20

"Venezuela hat trotz seiner unerwartet hohen Erdöleinnahmen seit Monaten Probleme, ein ausreichendes Lebensmittelangebot in den Geschäften zu sichern."

Ich war vor dem Fall der Mauer einmal in der Sowjetunion. Die hatten damals trotz Verstaatlichung ähnliche Probleme...

Antworten Von Gast: K41 am 05.02.2008 um 16:01

Re: Schreibfehler

Hallo Kiotari, ich denke Du hast ein Wort falsch geschrieben, das Wort "trotz" schreibt man eigentlich richtig so: "wegen"

Von Zeitwort am 05.02.2008 um 10:33

Mensch ihr beiden unterhalb schreibt verwaschenen Unsinn!

Natürlich schreiben kapitalistische Medien auch kapitalistischen Dung, den nur getarnte Neider nicht verstehen.

Warum Güter exportieren, so die eigenen Leute sie konsumieren können? Oder versauft ihr auch die Lebensqualität eurer Familie beim nächsten Wirten?

Dieses Österreich ist einfach nur noch pillepalle!

Grüßle
zeitwort.at

Antworten Von Gast: Kiotari am 05.02.2008 um 15:07

Warum Güter exportieren?

Weil andere dafür mehr bezahlen. Durch die Preisdiktate kann die Lebensmittelproduktion unrentabel werden und dann gibt es im Geschäft nichts mehr zu kaufen. Auch ein Bauer wird nicht mit Verlust arbeiten sondern auf rentableres umsatteln (Biosprit, Drogen..).

Antworten Antworten Von Zeitwort am 05.02.2008 um 16:47

Re: Weil andere dafür mehr bezahlen.

Genau und die Venezuelaner essen dann Papier und pralle digitale Bankkonten.

Mensch, erklär mir doch mal, warum du es so trawig (eilig) haben musst? Schaufle ein Loch, welches du dann mit dem Inhalt eines neuen Loches füllst, usw. Mach dabei ein Video, stelle es ins youtube rein und lass deine sinnlose Tüchtigkeit von aller Welt bewundern.

Aber verlange solchen Unsinn doch nicht von deinen Artgenossen!

Chavez wird bei uns zerfetzt, weil sein System funktionieren würden, so es nicht ständig vom Kapital torpediert würde.

Grüßle
zeitwort.at

Von lurch am 05.02.2008 um 09:53

Augabe des Staates

Der globale Warenhandel setzt großteils die Funktion eines Staates außer Kraft. Das sagen haben dann die globalen Konzerne sei es jetzt Lebensmittel oder techn. Güter.
Hugo Chavez ist immerhin von seinem Volk gewählt worden und im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern ist Venezuela ein Vorzeigestaat.
Daß er jetzt mit staatlichen Mitteln versucht eine Verteuerung von Lebensmitteln, die vor allem ärmere Bevölkerungsschichten treffen würde, zu verhindern. Finde ich in Ordnung!

Antworten Von Gast: Kiotari am 05.02.2008 um 13:52

Verstaatlichungen bringen nix außer Hunger

Niemand verkauft mit Verlust, da läßt er lieber die Produktion bleiben. Mit kommunistischen Mitteln kann man die Menschen nicht zum Arbeiten zwingen - auch Bauern nicht. Venezuela war bis jetzt ein Vorzeigestaat, weil er durch seine Ölreserven eigentlich reich sein könnte. Wenn da die kommunistischen Träumer nicht wären...

Von Pyrphoros am 05.02.2008 um 08:59

so unrecht hat vielleicht der herr chavez nicht,

nicht, dass ich unbedingt ein freund seiner politik bin, nur wenn ich mir ansehe, was so manche lebensmittelkonzerne bei uns mit den lebensmittelpreisen aufführen und es dann auf irgendwelche scheinfaktoren schieben, dann denke ich, dass man denen vielleicht auch mal drohen sollte, wenn auch nicht unbedingt mit verstaatlichung. aber gerade um die lebensmittelkonzerne tut es mir überhaupt nicht leid.

Antworten Von Gast: Kiotari am 05.02.2008 um 13:56

wirklich internationale Konzerne werden eine

"Verstaatlichung" leicht wegstecken. Die brechen dann die Brücken ab, lassen verbranntes Land zurück und gehen woanders hin. Markt gibt es in Venezuela dank Preisdiktat sowieso keinen mehr.
An den hohen Preisen hierzulande tragen übrigens nicht die bösen Konzerne die Schuld sondern die Klimapropheten mit ihrem "Biosprit".

Antworten Antworten Von Pyrphoros am 05.02.2008 um 14:30

Re: wirklich internationale Konzerne werden eine

nun, ich bin mir da nicht so sicher, ob die eine verstaatlichung leicht wegstecken, eine enteignung steckt keiner leicht weg, die frage ist, was nach der enteignung kommt, daher ist auch die enteignung keine lösung. und verzeihung - markt gibt es bei uns am lebensmittelmarkt auch ohne preisdiktat schon lange keinen mehr, nur kollektive preissteigerung und preisabsprechen. und schuld an den preiserhöhung ist auch nicht der biosprit oder der biowahn, wie uns das die lebensmittelkonzerne gerne einreden wollen, die nehmen den bio(sprit)wahn ja bloß zum anlass um die preise zu erhöhen und gewinne einzustreifen. seien sie mir nicht böse, aber nur dem biosprit die schuld an den lebensmittelpreisen zu geben und nicht den dahinter stehenden unternehmen - die armen müssen ja die preise erhöhen - erscheint mir doch ein wenig kurzsichtig.

Antworten Von Peregrin am 05.02.2008 um 10:17

Re: so unrecht hat vielleicht der herr chavez nicht,

Venezuela waere das erste Land, in dem eine sozialistisch organisierte Nahrungsmittelproduktion funktionieren wuerde. Demnaechst brechen dort wahrscheinlich Hungersnoete aus.

Antworten Antworten Von Pyrphoros am 05.02.2008 um 14:38

Re: Re: so unrecht hat vielleicht der herr chavez nicht,

ich stamme aus einem ehemaligen sozialistischen land - glauben sie mir, gehungert wurde da nicht, es gab zwar nie auswahl, sprich es gab nur schinken der marke "schinken" oder butter der marke "butter", aber hungersnöte hat es nicht gegeben, es war halt mit der zeit fad. hungersnöte gab es vor allem in den ländern, die sie gegenüber dem internationalen handel verschlossen haben, wie zb der sowjetunion unter stalin oder auch jetzt nordkorea. es hängt also davon ab, was chavez genau machen wird, ob es zu hungersnöten kommt - wer weiß, hoffen wir mal, dass es unterbleibt.

Antworten Von Harbis am 05.02.2008 um 09:30

Re: so unrecht hat vielleicht der herr chavez nicht,

Vollinhaltlich bei Ihnen.

Mit dem kleinen Unterschied, dass der Herr Chavez auf Grund seiner Politik und seiner korrupten Genossenfreunde das Land in den Ruin fuhren wird. Wenn sich die Linken auf etwas verstehen ist es Geld zu verschwenden. Ist es aus wirtschaftlicher Unfahigkeit (siehe unsere Herrschaften des linken Lagers), Dummheit oder einfach Diebstahl.

Antworten Antworten Von Pyrphoros am 05.02.2008 um 14:42

Re: Re: so unrecht hat vielleicht der herr chavez nicht,

meinen sie, dass nur linke politik geld verschwenden kann, korruption produziert und wirtschaftlich unfähig ist? ich will ihren glauben nicht erschütten - allerdings genügt als gegenbeweis bloß ein blick auf den obersten esel der vereinigten staaten und deren momentaner situation....

Antworten Antworten Antworten Von Harbis am 05.02.2008 um 15:36

Nein;

Selbstverstandlich bin ich mir dessen bewusst.In diesem Beitrag geht es um Chavez welcher sich selbst als die "Linke Wundertuete Suedamerikas" bezeichnet.Weiters wird auch Ihnen bekannt sein,dass jeder Staat welcher von Sozialisten/Kommunisten gefuehrt nicht besonders lange Bestand hatte.

Nicht das ich die Demokratie als ein Wunderding betrachte.Mehr die Tatsache,dass sich Sozialismus mit Demokratie nicht besonders vertraegt.Sozialismus(in der Form in der wir ihn kennen)schliesst das Individum aus.Innovation und persoenliche Entwicklung sind deto nicht des Genossen Freund.Ich moechte hier nicht die Grundsaetze des Sozialismus verteufeln nur habe ich persoenlich noch keinen funktionierenden gesehen.
Sozialismus funktioniert nur mit gefuellten Kassen.Oesterreich und Schweden sind sehr gute Beispiele.Oesterreich sogar ein besseres.
Sobald Geld vorhanden kommen die Sozialisten und "kaufen" sich die Wahler bis die Kassen leer.Danach duerfen andere aufraeumen.Und das im Zyklus.

Von Nichtschweiger am 05.02.2008 um 08:08

Venezuela unter Chavez

Es wird nicht mehr lange dauern und Venezuela wird Öl importieren müssen! Chavez schafft es noch mit seiner sozialistischen Politik die ganze Wirtschaft des Landes zu ruinieren.

Von Gast: Leser am 05.02.2008 um 07:34

Sozalistische Warenwirtschaft;

Das kommt dabei raus wenn die man den Genossen das Wirtschaften und unser Geld ueberlaesst. Und ich denke mir der Herr Gusenbauer ist um nichs smarter als der Herr Chavez. Und dann noch dazu der Herr F. und der Ruin unseres Landes ist fixiert. Das es die Genossen nicht geschafft haben unter Kreisky Oesterreich in den Ruin zu treiben (obwohl sie es wirklich verzweifelt versucht haben) lag nicht an der "Guten Arbeit" der Genossen sondern daran, dass die Wirtschaft in den 70igern derart boomte. Das war Glueck!

Aber Herr und Frau Oesterreicher haben NICHTS daraus gelernt.

Antworten Von Zeitwort am 05.02.2008 um 10:37

Re: die Wirtschaft in den 70igern derart boomte.

Das ist vollkommener Blödsinn - denn dazumals gab es eine vorm Volk verschwiegen Rezession. Damit holte man sich die Zustimmung für Hochverschuldung und die Untergrabung der Gewerkschaften, indem man Gastarbeiter importierte.

Das liegt alles am unvermeidbaren Wachstum, welches sich aus der Selbstgeldschöpfung des Geldes erklärt - bist die Blase platzen muss.

Antworten Antworten Von Gast: Kiotari am 05.02.2008 um 12:29

Im Gegensatz zu diesem "Uhrenumsteller" hat Bruno Kreiski

der übrigens ein genialer Politiker war, den Kompromiss mit der Wirtschaft gesucht (Beispiel Gastarbeiter). Heute ist so ziemlich alles, was damals verstaatlicht wurde wieder "privatisiert" (eher zu billig verkauft). An so etwas wichtiges wie die Lebensmittelkonzerne hat er sich Gott sei Dank nicht gewagt. Denn er wußte (im Gegensatz zum Clown Chavez) was er tat.

Antworten Von Gast: aha am 05.02.2008 um 10:28

Re: Sozalistische Warenwirtschaft;

so viel dummes gelaber auf einigen zeilen ist ja auch was.

 
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