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Der lange Kampf um die Macht im Kosovo

17.02.2008 | 18:27 |   (Die Presse)

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1389: Schlacht auf dem Amselfeld. Eine christliche Streitmacht unter Serben-Fürst Lazar wird von den Osmanen geschlagen. Lazar habe sich für das „himmlische Reich“ entschieden, besagt der serbische Kosovo-Mythos.

1913: Balkankriege. Kosovo wird Kriegsgewinner Serbien zugeschlagen, Albaner sind Repression und Vertreibung ausgesetzt.

1941-45: Zweiter Weltkrieg. Deutsche und Italiener zerschlagen Jugoslawien, ein „Großalbanien“ entsteht. Albaner im Kosovo unterdrücken Serben.

1974: Verfassung. Titos Verfassung von 1974 macht Kosovo und Vojvodina zu autonomen Provinzen, die vielfach den Republiken gleichgestellt sind.

1989/90: Ende der Autonomie. Serbiens Machthaber Slobodan Milosevic hebt die Autonomie von Kosovo und Vojvodina auf, Abgeordnete des aufgelösten Provinzparlaments rufen die Unabhängigkeit aus.

1996-98: Gewaltspirale. Erste Anschläge einer „Befreiungsarmee des Kosovo“ (UÇK), gewaltsame Aktionen serbischer Sonderpolizei-Einheiten, 1998 eskaliert der Konflikt.

1999: Konferenz und Krieg. Bei den Verhandlungen in Rambouillet stimmen nur Albaner einem Friedensplan zu, die Nato startet Angriffe auf Jugoslawien. Serbische Einheiten vertreiben fast 800.000 Kosovo-Albaner. Die Nato marschiert im Kosovo ein, 200.000 Serben werden von Albanern vertrieben.

1999-2008: UN-Verwaltung. Eine UN-Mission und Kosovo-Übergangsinstitutionen übernehmen die Verwaltung. 2006 starten Verhandlungen über Kosovos Zukunft. Serben und Albaner finden keinen Kompromiss. red.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.02.2008)

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1 Kommentare
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..und vor 1389..

Es gibt am Balkan auch vor dem 28 Juni 1389 geschichtliche Vorkommnisse....man koennte mit der Einwanderung der Slawen ab dem 6 Jahrhundert beginnen (die Albaner waren angeblich ja schon da...)

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