1389: Schlacht auf dem Amselfeld. Eine christliche Streitmacht unter Serben-Fürst Lazar wird von den Osmanen geschlagen. Lazar habe sich für das „himmlische Reich“ entschieden, besagt der serbische Kosovo-Mythos.
1913: Balkankriege. Kosovo wird Kriegsgewinner Serbien zugeschlagen, Albaner sind Repression und Vertreibung ausgesetzt.
1941-45: Zweiter Weltkrieg. Deutsche und Italiener zerschlagen Jugoslawien, ein „Großalbanien“ entsteht. Albaner im Kosovo unterdrücken Serben.
1974: Verfassung. Titos Verfassung von 1974 macht Kosovo und Vojvodina zu autonomen Provinzen, die vielfach den Republiken gleichgestellt sind.
1989/90: Ende der Autonomie. Serbiens Machthaber Slobodan Milosevic hebt die Autonomie von Kosovo und Vojvodina auf, Abgeordnete des aufgelösten Provinzparlaments rufen die Unabhängigkeit aus.
1996-98: Gewaltspirale. Erste Anschläge einer „Befreiungsarmee des Kosovo“ (UÇK), gewaltsame Aktionen serbischer Sonderpolizei-Einheiten, 1998 eskaliert der Konflikt.
1999: Konferenz und Krieg. Bei den Verhandlungen in Rambouillet stimmen nur Albaner einem Friedensplan zu, die Nato startet Angriffe auf Jugoslawien. Serbische Einheiten vertreiben fast 800.000 Kosovo-Albaner. Die Nato marschiert im Kosovo ein, 200.000 Serben werden von Albanern vertrieben.
1999-2008: UN-Verwaltung. Eine UN-Mission und Kosovo-Übergangsinstitutionen übernehmen die Verwaltung. 2006 starten Verhandlungen über Kosovos Zukunft. Serben und Albaner finden keinen Kompromiss. red.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.02.2008)

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