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Österreich hält still und wartet auf die EU

17.02.2008 | 18:28 |   (Die Presse)

Wien macht die Anerkennung vom Erfolg des Außenministerrats abhängig.

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Wien (do). Die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo kam für die österreichische Bundesregierung zwar „nicht unerwartet“, mit offiziellen Stellungnahmen hielt man sich am Ballhaus- und Minoritenplatz unmittelbar nach dem Ereignis gestern, Sonntag, dennoch zurück. Der Grund: Wien will abwarten, wie kontroversiell die Diskussionen der EU-Außenminister heute, Montag, zu diesem Thema verlaufen. Dabei soll versucht werden, eine Formel zu finden, die sowohl die Freunde als auch die Gegner eines unabhängigen Kosovo (Zypern, Griechenland, Rumänien, die Slowakei und Spanien) unter den Mitgliedsländern auf einer politischen Plattform vereint. Bisher ist es den EU-Staaten nicht gelungen, sich auf eine gemeinsame Erklärung zu einigen.

In diplomatischen Kreisen wird zwar die von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer vorgegebene Linie gehalten, dass Österreich bei der Anerkennung des Kosovo in der vorderen Gruppe der EU-Staaten sein wird. Diese Meinung teilt auch Außenministerin Ursula Plassnik. Es wird aber vom Erfolg der Beratungen auf EU-Ebene abhängen, ob Plassnik nach dem Außenministerrat die Anerkennung des Kosovo durch Österreich bekannt gibt.

Dieser Schritt ist in Österreich nicht unumstritten. Zuletzt vertrat der FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache eine proserbische Linie. Doch auch in der SPÖ gibt es Dissens bei dem Thema.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.02.2008)

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2 Kommentare
Gast: Weiden
19.02.2008 01:21

Privatisierungen abschreiben

Die Privatisierungen in Serbien kann sich der Westen getrost abschreiben. Laut einem recht fundierten Artikel des Economist vom letzten Jahr hat sich Russland ALLE kommenden Privatisierungen im Energie- & Rüstungsbereich gesichert sowie eine Art "Vorkaufsrecht" bei anderen Privatisierungen gesichert.

Wieso sollten die sich sonst so für Serbien einsetzen? Aus "historisch-ethnischem" Zusammengehörigkeitsgefühl? Unsinn, aus machtpolitischen Gründen, um den Einfluß der eigenen Unternehmen v.a. im Energiesektor zu vergrößern, nachdem der Westen ja sich rechtlich ein "Vetorecht" bei Unternehmenstransaktionen im Energiesektor verschafft hat.

Stimme der Vernunft
17.02.2008 23:24

Österreich hält still und wartet auf die EU

Naja so recht traut sich wohl doch keiner so schnell, ist schon ein ungutes gefühl dabei, was?
Alles nur gute Überschriften für die Zeitung. Morgen werden in Brüssel wieder die Empfangsgeräte eingeschaltet und Big-Daddy aus dem nicht schwarzen Häuslein sagt genau die gewünschte Reihenfolge in der die Anerkennung zu erfolgen hat.
Ups, habe ja ganz vergessen das der Empfänger ja bei den Slowenen war, hoffentlich haben die ihn nicht verloren, neulich bei der Hexenjagd im Außenamt!?
Traut sich jemals jemand mal den Empfänger abzuschalten? Wer weiß, Wunder gibt es immer wieder.
Und denken sie daran, in Serbien stehen noch große Privatisierungen bevor (NIS, EPS, JAT, TELEKOM), oder wollen sie alles den Russen überlassen?

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