Der serbische Präsident Tadic hat erneut an die Staaten appelliert, die den Kosovo anerkannt haben, ihre Entscheidung unter die Lupe zu nehmen. In seiner Rede vor dem UNO-Sicherheitsrat am Montag forderte der serbische Staatschef die Mitglieder auf, sich zu engagieren, um eine "neue, stabile und beiderseits annehmbare Lösung" zu finden, berichtete die Presseagentur Tanjug.
Serbien werde nie die Unabhängigkeit des Kosovo anerkennen, unterstrich Tadic und setzte sich für die Fortsetzung des UNMIK-Mandates ein. Der Kosovo, der am 17. Februar seine Unabhängigkeit ausgerufen hatte, wurde bisher von 37 Staaten, darunter 18 EU-Mitgliedern, anerkannt. Laut dem vorjährigen Vorschlag des UNO-Vermittlers Ahtisaari soll die UNMIK nun von der EULEX-Mission, die sich aus 2.000 Justiz- und Sicherheitsbeamten zusammensetzt, abgelöst werden.
Nach Ansicht Belgrads würde die EULEX-Mission außerhalb des von der UNO-Resolution 1244 festgelegten Rahmens wirken. "Wir verlangen ausdrücklich, die UNMIK-Befugnisse nicht auf irgendeine andere Institutionen zu übertragen", unterstrich der serbische Staatschef. "Um klar zu sein: es geht nicht darum, dass die Europäische Mission in unserer südlichen Provinz nicht willkommen ist. Allerdings muss für einen jeden Einsatz ein klares juridisches Mandat vorliegen, was nur durch den Beschluss des Weltsicherheitsrates möglich ist", fügte Tadic hinzu.
Er kritisierte in seiner Rede auch die Vereinten Nationen wegen "ausgebliebener Reaktion" auf die einseitige Ausrufung der Unabhängigkeit des Kosovo.
(APA)



