Die Sprecherin des georgischen Außenministeriums, Maka Gigauri, die diese Worte des Ministers zitierte, betonte, dass im Ministerium keine Panik zu verzeichnen sei. Es werde nur die "übliche Routinearbeit" getan.
Zuvor hatte ein Sprecher der Armee mitgeteilt, dass Georgien mit Unterstützung ausländischer Fachleute schon in den nächsten Tagen mit Waffen gegen Abchasien vorgehen könnte. "Der Plan sieht die Einnahme der wichtigsten Objekte im Küstengebiet Abchasiens vor", sagte der Sprecher. Der Einsatz von rund 3.000 Mann sei vorgesehen. Ausländische Botschaften würden deswegen an Evakuierung denken.
"Akt der Aggression"
Am 29. April hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow vor Journalisten auf "zahlreiche Fakten" hingewiesen, die "davon sprechen, dass die georgische Staatsführung Pläne für eine gewaltsame Lösung der Probleme Abchasiens und Südossetiens schmieden könnte." Lawrow drohte mit "Vergeltungsmaßnahmen". Russland begann damit, die Truppen in der von Georgien abtrünnigen Region aufzustocken. Dies wertete Georgien als Provokation. Das Außenministerium in Tiflis sprach von einem "Akt der Aggression".
Abchasien und Südossetien hatten sich nach dem Ende der UdSSR in Unabhängigkeitskriegen von der Ex-Sowjet-Republik Georgien gelöst. Völkerrechtlich gehören sie weiter zu Georgien, sind jedoch wirtschaftlich von Russland abhängig. Nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar streben sie nun verstärkt nach internationaler Anerkennung. Mitte April hatte Moskau angekündigt, seine Zusammenarbeit mit Abchasien zu vertiefen.
(APA)
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