Das Museums-Gebäude des US-Architekten Richard Meier ist für Alemanno "ein Schönheitsfehler im Herzen von Rom". Und auch die Schwulen-Parade will Alemanno aus "optischen" Gründen loswerden: "Ich respektiere die Homosexuellen, ich befürchte aber, dass die Gay-Pride-Parade eine Form von sexuellem Exhibitionismus ist. Und ich bin gegen jegliche Form von Exhibitionismus, sowohl hetero-, als auch homosexuell", sagte Alemanno. Er werde mit dem Stadtrat über die Parade diskutieren, die heuer am 7. Juni stattfinden soll.
Seine Mitte-rechts-Allianz sei aber nicht gegen Homosexuelle: "In der Mitte-rechts-Allianz herrscht eine liberale Kultur, die keineswegs das Verhalten, die individuellen Rechte und den Schutz der Privatsphäre infrage stellt", so Alemanno.
Alemannos Worte wurden vom Homosexuellen-Verband "Arcigay" scharf kritisiert. "Die Gay Pride-Parade ist keineswegs Exhibitionismus, sondern eine Veranstaltung, bei der man über die Rechte der Homo- und Transexuellen diskutiert", sagte der Präsident von Arcigay, Fabrizio Marrazzo.
Am Rande der Parade finden Konzerte, Feste, Modenschauen sowie öffentliche Debatten über Aids und Homophobie statt.
(Ag./Red.)

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