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Abfuhr für Blocher-Partei bei „Schweizermacher“-Votum

01.06.2008 | 18:37 |  Von unserem Korrespondenten THOMAS GERBER (Die Presse)

Die Eidgenossen haben der Einbürgerungs-Initiative der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP) eine unerwartet klare Abfuhr erteilt. Der Partei droht indes die Spaltung.

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Bern. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) hat in einem Referendum am Sonntag eine bittere Niederlage eingefahren. Die Eidgenossen lehnten die SVP-Volksinitiative „für demokratische Einbürgerungen“ mit 64 Prozent Nein-Stimmen ab. Damit schoss die Schweiz als Gastgeberland der Fußball-EM kein Eigengoal. Die Gegner des Begehrens hatten die Eidgenossen vor einem Imageschaden im Falle einer Zustimmung gewarnt.

Am deutlichsten gegen die umstrittene Initiative stimmten die französisch sprechenden Westschweizer. In der Schweiz spricht man vom „Röstigraben“, der die Ost- und Westschweiz trennt: Immer wieder treten hier Unterschiede in der politischen Anschauung und der Mentalität zu Tage. Im Kanton Genf erhielt das Begehren nur 12 Prozent Ja-Stimmen, während einzig der kleine Bergkanton Schwyz mit 59 Prozent zustimmte. Für Schweizer Verhältnisse war die Stimmbeteiligung von 45 Prozent relativ hoch.


Administrativ, nicht politisch!

Mit dem Begehren wollte die SVP erreichen, dass das Volk als „Schweizermacher“ das absolute Machtwort erhält. Ein Nein der Bürger in einer kommunalen Abstimmung zum Antrag eines ausländischen Staatsbürgers sollte endgültig sein und nicht mehr von einem Gericht überprüft werden können. Das oberste Gericht hatte 2003 jedoch festgelegt, die Einbürgerung sei ein „administrativer Akt“ und „kein politischer Entscheid“.

SVP-Exponenten sprachen von einer „schmerzhaften Niederlage“. Das Nein sei „eine Attacke gegen die SVP“. Denn für die wählerstärkste Partei des Landes war das Referendum ein Testlauf für ihre selbstgewählte Rolle als Oppositionspartei. Der im Dezember vom Bundesparlament abgewählte Justizminister und SVP-Populist Christoph Blocher engagierte sich persönlich stark für das Begehren, um „Masseneinbürgerungen“ zu verhindern. Mit dem deutlichen Nein verlor der 67-jährige Rechtspopulist seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit.

Die Ohrfeige für die Blocher-Partei ist zugleich ein Sieg für die neue Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Die liberale SVP-Politikerin kämpfte im Namen der Regierung und aus persönlicher Überzeugung gegen die Initiative. Sie ärgerte damit die Hardliner in der eigenen Partei.


SVP steht vor Spaltung

Als wollte die SVP-Führung von ihrer Niederlage ablenken, beschloss sie am Sonntag in Zürich, die Graubündner SVP-Sektion – die politische Heimat von Widmer-Schlumpf – aus der Mutterpartei zu werfen. Die Justizministerin habe sich eines „Treuebruchs“ schuldig gemacht und mit dem politischen Gegner zusammengearbeitet, sagte Parteipräsident Toni Brunner. Statt Blocher hatte das Bundesparlament im Dezember Widmer-Schlumpf in den Bundesrat (Regierung) gewählt. Die SVP des Kantons Graubünden weigerte sich standhaft, das Ultimatum der Parteiführung zu erfüllen und ihr prominentes Mitglied auszuschließen.

Der SVP, die auf eine harten Oppositionskurs setzt, droht die Spaltung. Die Graubündner wollen eine neue Partei gründen und auch im Kanton Bern rumort es in den eigenen Reihen. Die Berner distanzieren sich immer mehr vom Kurs der Blocher-Partei, in der die Zürcher das Sagen haben. Mit der totalen Ausrichtung auf ihren Volkstribun Blocher würde sich die SVP zusehends in eine Sackgasse manövrieren, meinen die Graubündner. Meinung, Seite 31

IN ZAHLEN

Abstimmungsergebnis: Die Schweiz will keine kommunalen Abstimmungen über Einbürger-ungsanträge. Die von der SVP propagierte Initiative wurde mit fast 64% der Stimmen abgelehnt. Ja sagte nur der Kanton Schwyz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.06.2008)

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27 Kommentare
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Schlecht für die Schweiz, schlecht für Europa

Tja leider wirken dieselben Mechanismen, die die Identität aller westeuropäischen Volker bedrohen auch in der Schweiz.
Den einzigen Vorteil den sie derzeit noch haben ist der nicht Mitglied in der EU zu sein. Aber was nützt das ?

Auch dort lassen sich die Leute von einer intensiven Integrationspropaganda blenden und anlügen.
Auch dort werden in wenigen Jahrzehnten die ethnographischen Zerstörungen der autochthonen Bevölkerungen unweigerlich eine neue Bevölkerungsmehrheit schaffen.

Antworten Gast: Hanno
03.06.2008 10:23
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Die seit 7 Jahrhunderten multikulturelle

Schweiz so darzustellen, als wäre sie nicht ausländerfeindlich genug, ist in meinen Augen sehr seltsam. Die Schweizer, die in demokratischen Angelegenheiten sehr geübt sind, wissen schon, wie sie ihr Land regieren und ob sie Immigration und Integration wollen oder nicht. Wobei dieses mulitnationale und -kulturelle Land ja eben bei Integrationsfragen signfikante Vorsprünge hat!

Die Schweiz kann (mich) doch noch überraschen!

Ich schätze dieses Land sehr, halte seine Bevölkerung dennoch nicht um so viel moralischer als andere Europäer. Auch kenne ich die Skepsis der Helvetier gegenüber Ausländern aus vielen, mir gegenüber gemachten Aussagen. Daher überrascht mich diese Abstimmung - erfreulich. Die Eidgenossen haben einer "Demokratie des bloßen persönlichen Wohlwollens" eine klare Absage erteilt. Die Verleihung einer Staatsbürgerschaft bloß von persönlichen Vorlieben, ja gar Befindlichkeiten und/oder persönlichen Zuständen am Abstimmungstag abhängig zu machen, wäre wohl schäbig gewesen. Noch dazu, wo der Stimmbürger mit hoher Wahrscheinlichkeit die Einzubürgernden gar nicht persönlich kennt und in seinem "Wissen" auf das Anderer angewiesen ist. In diesem Fall haben die Verlockungen des reinen Populismus nicht gewonnen. Was aber sehr wohl bedeutet, dass man weiterhin sehr sorgsam und streng mit dem Bürgerrecht umgehen soll und wird. Darin haben die Schweizer uns einiges voraus.

Gast: der fenstergucker
02.06.2008 09:19
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Arme Schweiz, armes Europa!

Mittlerweile hat der Zuwanderungsfatalismus auch die urstämmigen nationalen Schweizer infiziert. Die letzte europäische Bastion nationaler Identität.

Aber wozu wundern ;die Propagandamaschinerie der europ. Linken zeigt Wirkung. Nach jahrelanger politisch-medialer Gehirnwäsche verweigern die Einheimischen heute schon ihre Identität.

Die Initiative der SVP war zweifellos richtig, denn wer sonst wenn nicht die ortsansässige Bevölkerung soll über die Zuwanderung von Einwanderern in eine Gemeinde entscheiden? Sie müssen dann ja auch mit den Leuten zusammenleben. Die hirnlosen Linken sind zu vernagelt das zu verstehen.

Wir dürfen uns auf eine nahe Zukunft freuen, wenn Türken und Araber über uns bestimmen und die letzten Reste europ. Zivilisation ausgemerzt sein werden.

Europa auf dem Weg zurück ins dunkle Mittelalter.

Gast: Crusader
02.06.2008 08:54
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Also ich würde nicht zu früh den Untergnag der SVP bejubeln...

Die Gutmenschen könnten bei den nächsten Wahlen eine Blocher Überraschung erleben.
Und die SVP "zerbricht" auch nicht - verlogene, hinterhältige Verräter werden nur entfernt - so wie es sein sollte.

panda82
02.06.2008 09:42
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Re: Also ich würde nicht zu früh den Untergnag der SVP bejubeln...

Na..

Die braune Masse in Panik!!!

Jetzt wird die Schweiz sowas überflutet von Auslandern!!!


Antworten Antworten Gast: Otto
02.06.2008 10:02
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Nein, die machen das, was ihre Brüder

bei uns gemacht haben, als sie im Jahr 2000 nach Regierungsergreifung draufgekommen sind, dass ihre wahnsinnigen Ideen gra nicht mehrheitsfähig sind: sie tun 7 Jahre nix mehr, setzen überall ihre Freunderl hinein und cashen ab, dass die (Lärmschutz)Wände wackeln ... und zwischendurch spalten sie sich ein paar mal.

Antworten Antworten Antworten Gast: Steuerzahler
03.06.2008 15:54
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Jawohl.

Beispiele für die Ungläubigen hier: ASFINAG, ARC Seibersdorf, ÖBB, Verscherbelung Austria Tabak, Verscherbelung VAT, Verscherbelung Bodenseeschifffahrt, Verscherbelung BUWOG, Verscherbelung ÖBV. Usw. Usf. Alles früher florierende Betriebe, die von FP/BZÖ weit unter ihrem Wert verschenkt oder zutode geritten wurden.

Antworten Antworten Antworten Gast: Crusader
02.06.2008 12:42
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Re: Nein, die machen das, was ihre Brüder

Also nach den Gutmenschenkommentaren hier frag ich mich wer hat hier Panik....
Rechte sicher nicht - für die erledigt die Zeit alles.
Gruß nach Italien.....

panda82
02.06.2008 19:33
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Re: Re: Nein, die machen das, was ihre Brüder

Hallo Masse...

Hast du Südtirol schon abgeschrieben???

Das ist aber eine Schande für einen stanhaften Österreicher!!!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Crusader
03.06.2008 13:57
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Re: Re: Re: Nein, die machen das, was ihre Brüder

Warum gibt es Probleme mit Südtirol?
Sind dort auch zu viele Türken?
Dann sollten wir mal mit den Italienern reden und sie das Problem lösen lassen die sind uns nämlich etwas voraus mit ihrem "Lösungsansatz" :)

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Dort wo die letztlich anschaffen, die alles bezahlen!

Woran liegt es, dass die kollektive intelligenz der einzelnen so überlegen ist?

Die rede unserer Politiker meint, wir sind zu blöde für die geschicke eines staates.

Daraus lässt sich schlüssig ableiten, wir brauchen alle einen psychiater - außer den politikern!

Dean
02.06.2008 00:36
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ja goot sei dank

... haben die schweizer bewiesen doch noch im besitz ihrer geistigen kräfte zu sein

Insider
01.06.2008 22:34
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Das wäre geklärt

Die Beteiligung an diesem Referendum im Verhältnis zur Bevölkerung wäre interessant. Erst dann könnte man einigermaßen vernünftige Schlüsse ziehen. Wieviel Stimmen wurden abgegeben? So können die schweizerischen Befürworter der europäischen Islamisierung entspannt sagen, dass 64 % aller Stimmen dagegen waren. Es ist unglaublich mit welcher Vehemenz in Europa an der eigenen Kultur gearbeitet wird. ...

Insider
01.06.2008 22:35
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Re: Das wäre geklärt

Korrektur: ....am Untergang der eigenen ....

ghost85
02.06.2008 06:51
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steht doch eh im Artikel

Wahlbeteiligung von 45%
Außerdem ist die "Islamisierung" kein Schweizer Problem.
Die meisten Einwanderer kommen aus Deutschland.

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Re: steht doch eh im Artikel

Du hast schweizer Städte noch nicht besucht ?

ghost85
02.06.2008 12:06
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Re: Re: steht doch eh im Artikel

Doch, war letztes Jahr 3 Monate in Bern.
Und die meisten Einwanderer kommen aus Deutschland, man sieht es bei ihnen halt nicht auf den ersten Blick.

Gast: Swissmiss
01.06.2008 20:58
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Jetzt brauchen wir uns mit denen auch nicht mehr

auf a Packl hauen. Hätte nie geglaubt dass die so blöd sind, wurde aber schmerzlich eines Besseren belehrt.
See you around on your way down.

leonidas
01.06.2008 20:12
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Auch schon wurscht

Ob die Schweizer ihren Untergang nun beschleunigen oder doch verlangsamen, ist eh gleichgültig.

Wenn sie in 30 bis 50 Jahren von isl.amischen Gottesstaaten umringt sind, können sie sich sowieso brausen gehen. Europa hat keine Chance mehr (leider).

ghost85
02.06.2008 06:52
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Die Politik der Angst, wers glaubt, ist selbst schuld


Antworten Gast: -
01.06.2008 23:30
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Re: Auch schon wurscht

Nach ihrer Logik würde Israel gar nicht existieren.

Nun die Schweiz war 2 mal von einem Weltkrieg umkämpft- und hats überlebt.
Islamische Gottesstaaten sind schwach, militärisch und wirtschaftlich und können nur überleben, wenn sich gewaltige Ölvorräte im Boden befinden- und selbst dann wackelts.

Europa hat schon ganz andere Dinge überlebt, die weitaus schlimmer waren (z.B. Pest). Die paar verrückten Moslems werden wir auch noch rauswerfen können. Italien und Russland hat schon damit angefangen.

Antworten Antworten Gast: Messalina
02.06.2008 08:43
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Re: Re: Auch schon wurscht

Israel befindet sich seit 1948 permanent im Krieg mit seinen Nachbarn

Antworten Gast: klar
01.06.2008 22:23
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Re: Auch schon wurscht

Klarer kann man es nicht ausdrücken.


harbard
01.06.2008 19:52
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Abfuhr für Blocher-Partei bei „Schweizermacher“-Votum

...die schweizer waren auch schon mal gescheiter!

Antworten Gast: Messalina
02.06.2008 08:44
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Re: Abfuhr für Blocher-Partei bei „Schweizermacher“-Votum

so ist es, aber die merken das schon bald

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