EU-Erweiterung: Bosnien darf in den Warteraum der Union

16.06.2008 | 19:55 |   (Die Presse)

EU-Außenminister und Premier Spiric schlossen Assoziierungs-Abkommen. Das SAA erleichtert vor allem die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen und gilt als wichtige Vorstufe zu einem EU-Beitritt.

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LUXEMBURG (pö). Die EU-Außenminister segneten am Montag in Luxemburg ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit Bosnien-Herzegowina ab. Für Bosnien unterzeichnete Premierminister Nikola Spiric. Möglich gemacht hatte das Abkommen die bosnische Justizreform vom April. Bosnien muss sein Justiz- und Verwaltungssystem noch weiter an die EU-Standards heranführen.

Das SAA erleichtert vor allem die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen und gilt als wichtige Vorstufe zu einem EU-Beitritt. Es entspricht dem dringenden Wunsch der Bevölkerung: 89 Prozent der Bosnier wollen laut Umfragen, dass ihr Land bald zur EU gehört.


Türkei-Verhandlung: Fortschritt

Auch die Türkei, mit der es bereits ein SAA gibt, kann sich freuen: Mit ihr werden ab heute zwei weitere der 35 Kapitel für einen EU-Beitrittsvertrag von den Chefjuristen beider Seiten verhandelt: jene für Gesellschaftsrecht und geistiges Eigentum. Beide zählen zu den weniger sensiblen Materien, Kernfragen will man vorerst nicht antasten. Insgesamt verhandeln die 27 EU-Länder dann acht Kapitel mit der Türkei.

Auch mit Kroatien werden zwei neue Kapitel eröffnet: jene für Arbeitnehmerfreizügigkeit sowie für Beschäftigung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.06.2008)

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7 Kommentare
Gast: Pour le merite
17.06.2008 22:09
0 0

Werden jetzt auch noch die armen Bosniaken ver........

Beeilen müssen sie sich ohnehin, unsere Super EU Bonzen, wenn sie noch jemand in das bereits sinkende EU Boot holen wollen.
Denn so wie¿s ausschaut, wird¿s diese EU nicht mehr allzulange geben.

Irland - Ablehnung.
Dänemark - auf Eis.
Tschechei - Ablehnung.

Massive Ablehnung dieser EU auch in Frankreich, Holland, Portugal, England, Österreich und auch Deutschland, (sofern man die Bürger befragt und nicht die Vasallen)

FALSCH ("89 Prozent der Bosnier wollen laut Umfragen, dass ihr Land bald zur EU gehört")

89 Prozent der Bosnier wollen in die EU!!!

...

um zu ARBEITEN

Re: ...um zu ARBEITEN

...deinen optimismus möchte ich haben!!!

Antworten Antworten Antworten Gast: Krajsnik
30.04.2010 10:48
0 0

Re: Re: ...um zu ARBEITEN

Was denn sonst?
Über deinen Kommentar muss ich doch wundern...

Gast: Hehe
17.06.2008 06:43
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Die EU-Bonzen haben aus dem Irland-Debakel nichts gelernt.

Die Aufnahme weiterer Armenhäuser mit hoher Kriminalitätsrate ist das letzte Aufbäumen der EU. Hoffentlich ziehen die europäischen Völker schnell genug die Notbremse.

Antworten Gast: Gast
18.06.2008 12:53
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Re: Die EU-Bonzen haben aus dem Irland-Debakel nichts gelernt.

Bevor man so einen Unsinn verzapft sollte man sich die Kriminalitätsraten der betreffenden Länder ansehen.
PS: Meiner Erfahrung nach wollen max. 40% in die EU das der Eintritt mehr Nachteile als Vorteile bringt

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