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Serbien: Österreich soll Asner ausliefern

20.07.2008 | 10:22 |   (DiePresse.com)

Serbien will die Auslieferung des in Klagenfurt lebenden gesuchten Kriegsverbrechers Milivoj Asner beantragen. Die britische Zeitung "Sun" hatte während der Euro auf Asners Fall aufmerksam gemacht.

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Serbien werde die Auslieferung des in Klagenfurt lebenden und in Kroatien als Kriegsverbrecher gesuchten Milivoj Asner (95) beantragen. Dies berichtete die Belgrader Tageszeitung "Blic". Der Kroate Asner solle für Massenmorde während des Zweiten Weltkriegs im kroatischen Pozega verantwortlich gemacht werden. Asners Fall war während der EURO vom britischen Boulevardblatt "Sun" thematisiert worden.

Das Belgrader Gericht für Kriegsverbrechen bestätigte dem Sender "B-92", dass Beweise im Fall Asner gesammelt würden, um ein Verfahren in Serbien durchführen zu können. Ebenso würden Informationen im Fall Peter Egner gesammelt. Der 95-Jährige Asner lebe heute unter dem Namen Georg Aschner "frei in Österreich, obwohl er für monströse Verbrechen verantwortlich" sei, schrieb der Belgrader Sender B-92 am Samstag auf seiner Homepage.

Das britische Boulevardblatt "Sun" hatte den seit Jahren schwelenden Fall Asner Mitte Juni, während der EURO 2008, mit Fotos, auf denen der 95-Jährige einen rüstigen Eindruck macht und durch die Klagenfurter Innenstadt spaziert, erneut ins Rollen gebracht. Asner werden schwere Verbrechen an Serben, Juden und Roma während des faschistischen kroatischen Ustascha-Regimes im Zweiten Weltkrieg vorgeworfen. Er rangiert auf der aktuellen Liste der meistgesuchten Nazi-Kriegsverbrecher des Simon-Wiesenthal-Zentrums als ehemaliger Polizeichef von Pozega auf Platz vier.

Eine Auslieferung Asners an seine Heimat Kroatien, wo ein Gerichtsverfahren gegen ihn läuft, ist bisher an mehreren österreichischen Gutachten gescheitert, die ihm Verhandlungs- und Vernehmungsunfähigkeit wegen Demenz attestieren.

Von den US-Behörden verlange Serbien zudem die Auslieferung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Peter Egner, schrieb "Blic". Das US-Justizministerium hatte vorige Woche ein Verfahren zum Entzug der US-Staatsbürgerschaft für den ehemaligen Gestapo-Angehörigen in Belgrad eingeleitet.

(APA)

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8 Kommentare
Gast: Gast
20.07.2008 17:44
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Bloß nicht ausliefern! Dann würde ihn ein Schauprozess wie Ilija Jurisic erwarten!


Gast: Graf Gudenus
20.07.2008 16:36
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Richtig wohl gesuchten, angeblichen Kriegsverbrechers

!

diogenes
21.07.2008 18:26
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Re: Richtig wohl gesuchten, angeblichen Kriegsverbrechers

Er soll erst verantwortlich GEMACHT werden!

Sagt alles!

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Das ist Kärnten

Besonders pikant wird der Fall ja im direkten Vergleich: während sich der Kärntner Landeshauptmann bei Asylwerbern brutal zeigt, dürfen Massenmörder und Kriegsverbrecher damit rechnen, von ihm geschützt zu werden, wenn sie nur brave Verbündete der Nazis bei der Ustascha waren. Applaus.

Gast: HH
20.07.2008 12:39
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Wie wäre es wenn dafür im Gegenzug Mladic und Karadzic ausgeliefert werden?! Oder besser noch: vorher! Das wird nicht gehen, weil Serbien seine Volkshelden, die Völkermord begingen, nicht ausliefern wird!

Aber: langsam lichtet sich das Netz um die serbische (Kriegs)Elite. Dodik zittert schon und ist bemüht darum die Leute, die einen Teil vom Netzwerk aufgedeckt haben, als "Idioten" darzustellen (entspricht seiner Ausdrucksweise! Der Typ ist eher dafür geeignet, ein frustrierter Hausmeister zu sein, als ein ranghoher Politiker). Aber langsam ... am Ende kommt es schon noch heraus!

chilly
20.07.2008 21:39
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Re: Wie wäre es wenn dafür im Gegenzug Mladic und Karadzic ausgeliefert werden?! Oder besser noch: vorher! Das wird nicht gehen, weil Serbien seine Volkshelden, die Völkermord begingen, nicht ausliefern wird!

@HH

serbien hat 2 seiner eigenen ex-presidenten ausgeliefert (milosevic und milutinovic) und noch weitere 40 hochrangige politiker und geneäle, wieso sollte serbien 2 bosnische serben verstecken? (die sind eher in den illegalen CIA gefängnissen zu suchen) man benützt karadzic und mladic um serbien politisch zu terorrisieren. und wenn jemand probleme mit den bosnischen serben hat soll er sich mit seinem landesteil bosniens von dem serbischen entität abspalten und die unabhängigkeit ausrufen, die bosnischen serben (38% der population bosniens) werden bestimmt keine einwände haben. dodik ist ein demokratisch gewählter representant von den knapp 40% bosniens.
oder haben sie was gegen die demokratie oder verfassung?

aurelius
21.07.2008 18:02
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Re: Re: Wie wäre es wenn dafür im Gegenzug Mladic und Karadzic ausgeliefert werden?! Oder besser noch: vorher! Das wird nicht gehen, weil Serbien seine Volkshelden, die Völkermord begingen, nicht ausliefern wird!

@chailly&CO
Genau wie Herr HH sagte seine Kollege wollten seinen Stuhl.
Lies mal deine postings bevor DU postes?
Als erste DU willst einen ehemalige Kroate in Russland-serbien ausliefern aber deine Kriegsverbrecher die bis 2004 von jetzige präsident Tadic damals Verteidigungsminister vollen Pension bezogen haben nicht an noch frischen taten nach Den Hague ausliefern!!!
In euren "gesellschaft" die mechrheit ist so wie DU Xenopfobiste&Chauvinste-Oportuniste.

Mensch bei solche Sache würde ich mich sorge machen und ein guten Arzt-Psychologe besuchen Iergendwan wird es viel zu Spät.
Gute nachbar(susjed) macht dir gute vorschlage.
mfg

Antworten Antworten Gast: HH
21.07.2008 15:17
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Die BOSNISCHEN Serben können von einer Unabhängigkeit nur träumen.

Es wundert mich nur, dass die Serben sich Dodik ausgesucht haben: sein Wortschatz und seine Intelligenz kommt nicht über denjenigen eines Volksschülers hinaus. Er kann nicht normal reden - dazu muss man sich nur einige Interview anschauen bei denen kritische Fragen gestellt werden: er wird ausfällig, beleidigend und droht! Eigentlich müsste mans ich schämen, so eine Person als Repräsentant gewählt zu haben, aber das können sie nicht, weil sie kein Schamgefühl haben.

Dass u.a. Milosevic und Seselj ausgeliefert wurden - na und? Seine Kollegen wollten seinen Stuhl (was nachzuvollziehen ist).

Aber nur mit der Ruhe: betrachten Sie ruhig die zur Zeit stattfindenden Aufdeckungen eines Serben (Respekt!). Diese wollte man in dem kleiner, serbischen Teil Bosniens nicht hören bzw. abdrucken - weder das öff. Fernsehen noch die Zeitungen. Daher musste er nach Sarajevo gehen: dort ist Dodik nicht der absolutistischer Diktator. Und Sie sprechen noch von DEMOKRATIE?!