10.02.2012 15:24 | Meine Presse Merkliste0

Deutschland: Die Gefahr aus dem Überraschungsei

07.08.2008 | 12:15 |   (DiePresse.com)

Der Kinder-Kommission des Bundestages zufolge lauern in der beliebten Nascherei ungeahnte Gefahren. Warnhinweise gehören auf die Packung. Ein Verbot steht derzeit nicht im Raum.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Kombination aus Essen und Spielzeug ist der Kinderkommission des deutschen Bundestages ein Dorn im Auge. Sie will, dass auf den Packungen von Süßigkeiten wie Kinder-Überraschungseiern Warnungen angebracht sind. FDP-Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß will einen "expliziten Hinweis auf die Gefahren bei Kleinspielzeugen", die für Kleinkinder eine Erstickungsgefahr bergen könnten.Von einem Verbot sei vorerst noch keine Rede.

Sie relativiert damit die Forderung der Kommission zu "Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Kinder im Alltag", wonach alle Kombinationen aus Nahrungsmitteln und Spielzeug verboten werden sollten. Die Begründung: Kindern werde damit die Unterscheidung zwischen essbaren und nicht-essbaren Teilen erschwert, was "besonderes Gefahrenpotenzial" berge. Genaue Zahlen, wieviele Kinder durch sich durch solche Spielzeuge verletzten, liegen nicht vor. Trotzdem: Nicht nur das Kinder-Überraschungsei, sondern auch Cornflakes mit beigepacktem Spielzeug sollten laut Kommission verboten werden.

Ferrero: Überraschungsei unbedenklich

Bei Ferrero, dem Hersteller der Überraschungseier, reagierte man mit Unverständnis auf die Forderung nach einem Verbot. Eine Konzernsprecherin sagte: "Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass durch die Kombination von Spielzeug und Lebensmittal eine erhöhte Gefahr ausgeht", zumal bei den Überraschungseiern "das Spielzeug durch eine Kapsel von der Schokolade getrennt" sei. Auch die EU-Spielzeugsicherheitsrichtlinie sehe kein Verbot von Kombinationsprodukten vor. Zudem hätten extern zertifizierte Institute das Überraschungsei geprüft und für ungefährlich befunden.

(Ag./Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

19 Kommentare
Gast: Gast
09.08.2008 18:42
0 0

Popanz...

Selten so einen schwachsinnigen Vorschlag gehört.
Die Politiker sollten sich um die tatsächlichen Nöte und Sorgen der Kinder in diesem Land kümmern (davon gibt's nämlich reichlich) und nicht so einen Popanz um harmlose Schoko-Eier veranstalten. Man müsste lachen, wenn's nicht so traurig wär.

Gast: ck1982
08.08.2008 07:44
0 0

Überaschungsei ab 18

Das ist doch mal eine tolle Idee, dann wird das Ü-Ei zukünftig neben dem Alkohol und den Zigaretten, erst ab 18 Jahren zu kaufen sein. Ich sehe es schon bildlich vor mir, wie junge Menschen den Ausweiß zücken um sich neben den Kippen und dem Bier ein Überaschungsei kaufen zu können.
Das ist doch mal eine tolle Idee, dann wird das Ü-Ei zukünftig neben dem Alkohol und den Zigaretten, erst ab 18 Jahren zu kaufen sein. Ich sehe es schon bildlich vor mir, wie junge Menschen den Ausweiß zücken um sich neben den Kippen und dem Bier ein Überaschungsei kaufen zu können.
Das ist doch mal eine tolle Idee, dann wird das Ü-Ei zukünftig neben dem Alkohol und den Zigaretten, erst ab 18 Jahren zu kaufen sein. Ich sehe es schon bildlich vor mir, wie junge Menschen den Ausweiß zücken um sich neben den Kippen und dem Bier ein Überaschungsei kaufen zu können.

Ophicus
07.08.2008 12:46
0 0

Gefahr gebannt

Ist schon richtig. Kinder unterscheiden nicht zwischen Essen und Spielzeug. Zumindest die Kleinkinder.
Warum verbietet man dann aber nicht prinzipiell alles Spielzeug? Achso, ja. Bei normalem Spielzeug achten die Eltern ja darauf, was sie ihren Kindern in die Hand geben. Aber in Kombination mit Lebensmitteln marschieren die Zweijährigen Zuckerjunkies alleine in den Supermarkt und kaufen sich dort die gefährlichen Ü-Eier, knacken die Plastik-Kapsel und naschen die Kleinteile. Da muss man ganz entschieden gegensteuern.

Aber vielleicht kann man das Verbot einschränken. Ü-Eier dürfen zwar weiter verkauft werden, aber nicht an Kinder unter drei Jahren. Im Zweifelsfall muss dann eben an der Kasse der Ausweis verlangt werden.
Dann haben wir das Problem ohne ein Komplettverbot gelöst. Sonst würden wir ja auch die Religionsfreiheit zu stark einschränken. Eine offizielle Stellungnahme oder zumindest die Gründung der Freikirche der Ü-Eier-Sammler steht allerdings noch aus.

Antworten demedici
07.08.2008 14:38
0 0

Re: Gefahr gebannt

Nein, Verbot des Verkaufes an Kinder, die nicht lesen können. Sobald der Gefahrenhinweis angebracht ist, ist das Ei ja wieder erlaubt, weil ungefährlich :-)
Wahrscheinlich steht dann drauf: Warnung ! Der Verzehr von Plastik kann deine Gesundheit schädigen. Oder vielleicht gar: Achtung ! Plastikessen tötet dich!


Antworten Antworten Ophicus
07.08.2008 14:50
0 0

Re: Re: Gefahr gebannt

Warnhinweise wie beim Rauchen...auch eine Idee. Und die Ü-Ei-Sammler müssen neben dem Spielzeug dann auch noch die Warnhinweise sammeln. Gibt so viele lustige Varianten.
Aber die ganz abschreckenden Sprüche findet man dann nur auf jedem siebenten Ei.

Ophicus
07.08.2008 12:31
0 0

Gefahr gebannt

Ist schon richtig. Kinder unterscheiden nicht zwischen Essen und Spielzeug. Zumindest die Kleinkinder.
Warum verbietet man dann aber nicht prinzipiell alles Spielzeug? Achso, ja. Bei normalem Spielzeug achten die Eltern ja darauf, was sie ihren Kindern in die Hand geben. Aber in Kombination mit Lebensmitteln marschieren die Zweijährigen Zuckerjunkies alleine in den Supermarkt und kaufen sich dort die gefährlichen Ü-Eier, knacken die Plastik-Kapsel und naschen die Kleinteile. Da muss man ganz entschieden gegensteuern.

Aber vielleicht kann man das Verbot einschränken. Ü-Eier dürfen zwar weiter verkauft werden, aber nicht an Kinder unter drei Jahren. Im Zweifelsfall muss dann eben an der Kasse der Ausweis verlangt werden.
Dann haben wir das Problem ohne ein Komplettverbot gelöst. Sonst würden wir ja auch die Religionsfreiheit zu stark einschränken. Eine offizielle Stellungnahme oder zumindest die Gründung der Freikirche der Ü-Eier-Sammler steht allerdings noch aus.

Gast: Brummbär
07.08.2008 12:21
0 0

Sind Kinder heutzutage so dumm? Oder eher die Politiker in ihrer Vollkaskomentalität?

Was verbieten sie als nächstes? Erde, Steine, Sand, Käfer? Soll ich als Kind in rauen Mengen verdrückt haben. (Dafür habe ich ein gutes Immunsystem :)

Ich habe Überraschungseier als Kind bekommen, als besondere Belohnung.
Ich habe die Dinger in der HTL, auf der Uni oder später beim Arbeiten zusammengebaut wenn mir fad war.
Heute baue ich sie gemeinsam mit Neffen und Nichten.
Und ich lebe immer noch. Siehe da.

Man sollte dem Bundestag ein paar schicken, denen ist offensichtlich auch fad in den hinteren Reihen.

Antworten Gast: Dingsda ups
07.08.2008 21:10
0 0

Re: Sind Kinder heutzutage so dumm? Oder eher die Politiker in ihrer Vollkaskomentalität?

ich esse jetzt keine Ü-Eier mehr - vielleicht verlängert es mein Leben?

also wir habens grad noch kapiert, wie man die Ü-Eier aufbeißt ohne daran zu ersticken
und wenns mal gar nicht ging, hats die starke Schwester aufgemacht - nur mit die Handalan - wir haben unsere Mum für jedes Ü-Ei geliebt, unsere 8 Kinder freuen sich alle auf das Spielzeug und ich vernichte noch heute die geniale Hülle

also Käfer und Steine habe ich nie gebampft - dafür war ich mir zu gut und Mum hat immer die Geschichte mit dem bösen Wolf und den Steinen im Bauch erzählt - frühe Aufklärung ist eben alles - bei Blitzgneissern wirkt das - aber Kaugummi sollte man verbieten, die werden millionenfach verschluckt und zwar laut Studie 70 Prozent von männlichen Sandkastendauerrednern

Antworten Antworten Gast: Sandkastendauerredner
08.08.2008 02:45
0 0

Re: Re: Sind Kinder heutzutage so dumm? Oder eher die Politiker in ihrer Vollkaskomentalität?

Wohl bekommts, das Staniol ;)

Antworten Antworten Antworten Gast: tja
08.08.2008 17:54
0 0

Re: Re: Re: Sind Kinder heutzutage so dumm? Oder eher die Politiker in ihrer Vollkaskomentalität?

offensichtlich sind die Eier echt schwer gefährlich!!!!! Stani-Hülle statt Schoki-Hülle ui ui ui, schlafen gehen und nachts nur im Notfall aufstehen - mein Rat

übrigens Stani schmeckt nicht, Sand vielleicht o.k - gramelt schön in den Zähnen, Steine essen glaub ich nur sehr wenige ...............Kleinkinder


Antworten Gast: hw
07.08.2008 20:50
0 0

Re: Sind Kinder heutzutage so dumm? Oder eher die Politiker in ihrer Vollkaskomentalität?

also, ich esse jetzt auch keine Ü-Eier mehr
vielleicht lebe ich dann länger

0 0

Ferrero muss doch nur das Scheckbuch zücken und die Mafia vergisst die Drohung rasch!

Ferrero hat noch immer nicht begriffen, dass ein Konzern in Deutschland SPD und CDU bzw. in Österreich die SPÖVP-Bonzen zu schmieren hat. Ferrero ist beispielsweise in Österreich kein reverses Domainnamehighjacking bei der Adresse kinder.at gelungen. Hingegen wurde anderen Unternehmen, die die SPÖVP-Bonzen-Mafia gut schmieren via korrupter rot-schwarzer Justiz erlaubt wertvolle Internetadressen von Menschen zu rauben, die eben schneller waren, aber nichts oder nicht so viel wie Konzerne schmierten.

Das angedrohte Verbot von Überraschungseiern ist in Wahrheit eine Spendenaufforderung. Ferrero muss nur an SPD und CDU ein paar Millionen abdrücken und die Sache ist wieder vom Tisch.

So läuft das eben, wenn mal die Mafia an der Macht ist. Die Mehrkosten für die von der SPD-CDU-Mafia erpressten Gelder werden eben einfach auf Kosten der Konsumenten auf die Produkte geschlagen - bei der Inflation eh schon egal... Ich hoffe, dass in Österreich niemand mehr die SPÖVP-Bonzenmafiosen wählt.

Antworten Ophicus
07.08.2008 12:20
0 0

Re: Ferrero muss doch nur das Scheckbuch zücken und die Mafia vergisst die Drohung rasch!

Gemein. Wieso kommt dieser Bericht an der Zensur vorbei? Der ist doch viel gemeiner als meiner war...

Gast: a-ha
07.08.2008 11:02
0 0

endlich amerikanische verhältnisse

obwohl bereits seit 1974 erhältlich, hat man nun offensichtlich endlich die massiven gefahren bemerkt, welchen legionen von kindern bisher ungeschützt ausgesetzt waren. danke, kinderkommission!!!

Peregrin
07.08.2008 10:32
0 0

"Zahlen liegen nicht vor"

Aber gehandelt muss werden. Und wenn der Bundestag vorhuepft, huepft unser Parlament sicher demnaechst nach.

Antworten Gast: Gast
07.08.2008 10:39
0 0

Re:

Was für ein schwachsinn!

0 0

SPÖVP-Verbrechersyndikat niemals unterschätzen!

Abwarten, sollte der Prozentsatz der Grenzdebilen immer noch über 50 % liegen und SPÖVP-Bonzen wieder eine Koalition bilden können, werden sie es tun und dann wird natürlich in alter Mafiamanier einem Konzern, der nicht genug für Bonzen springen lässt - ein paar Eier reichen da nicht, sondern da muss schon eine satte Summe plus ein paar hochdotierte Nichtstuerversorgungsposten für SPÖVP-Bonzen, die bei diversen (... ich sag nicht mehr) Dingen eben erwischt wurden und zurücktreten müssen, drinnen sein.

Also wenn Ferrero der Mafia keine Kohle plus Versorgungsposten abdrückt, wird man auch in Österreich via SPÖVP-Bonzennaher Medienmafia den Druck auf Ferrero erhöhen. Erst nach einer Schmiergeldzahlung ist die Sache vom Tisch. Die Mehrkosten trägt der Konsument.

Ist selbiger Konsument aber nicht so blöd Ge- oder Grünossen bzw. ÖVP zu wählen, sondern entscheidet er sich für eine freiheitliche Partei, ist kein Schmiergeld auf Kosten der Wähler fällig.

0 0

Re: SPÖVP-Verbrechersyndikat niemals unterschätzen!

Natüüürlich. Bereicherung und Korruption sind im blaun-orangen Lager unbekannt. Selten so gelacht.

0 0

Re: Re: SPÖVP-Verbrechersyndikat niemals unterschätzen!

Nennen sie ein Beispiel, wo z. B. das in Kärten regierende BZÖ oder ein BZÖler sich bereichert hätte, indem er irgend ein Verbot angedroht hätte, das nicht kommt, wenn Schmiergeld gezahlt wird.

Nennen sie ein Beispiel, wo die FPÖ Schmiergeld indirekt vom Steuerzahler erpresst hätte, wie es die SPÖVP-Bonzen ständig ungeniert tun. Rosenstingel wollte nur seinen Bruder helfen und hat mutmasslich deshalb in die Parteikasse der FPÖ gegriffen. Aber systematisierte Erpressung von Schutzgeldern, wie es die SPÖVP-Bonzen tun ist bei der kommenden FPÖ-BZÖ-Regierung völlig undenkbar.

Österreich braucht diese innovative FPÖ-BZÖ-Regierung. Haider wird dann eben Kanzler und die FPÖ wird die Wirtschaftspolitik betreiben, da diese Freiheitlichen über die weltweit besten Kapazitäten verfügen. Die FPÖ wird so den Nutzen der Österreicher und natürlich auch Österreichs optimieren. ALLE Österreicher ausser die Mafiosen SPÖVP-Bonzen werden die FPÖ-BZÖ-Regierung lieben.