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Erdgas: OMV sponsert Konferenz im Iran

27.08.2008 | 18:32 |   (Die Presse)

Die Rolle des österreichischen Ölkonzerns im Iran stößt auf Kritik.

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Teheran/Wien (red.). Am 4. und 5. Oktober treffen Experten und Geschäftsleute der Öl- und Gasindustrie im IRIB International Conference Center in Teheran zur zweiten „Iran- Gas-Export-Konferenz“ zusammen. Dass der österreichische Erdölkonzern OMV bei dieser Konferenz als „Silber“-Sponsor auftritt, erweckt den Argwohn proisraelischer, irankritischer Kreise. Die Gruppierungen „Stop the Bomb“ oder „Realité EU“ fordern die OMV seit langem auf, die Geschäfte mit dem Iran auf Eis zu legen.

Doch die OMV ist nicht allein: Shell ist ebenfalls als Sponsor der Konferenz angeführt, die Liste der „Medien-Sponsoren“ ist lang: Darunter finden sich iranische Medien wie „Iran Exports Magazine“ und „Iran Daily“ sowie die in der Branche geschätzten Fachmedien „Energy Intelligence“, „Middle East Economic Survey“ und „Alexander's Oil and Gas“.

„Der Iran ist einer der wichtigsten Reservenhalter von Gas. Dass OMV-Vertreter an Konferenzen teilnehmen und die Abhaltung derartiger Zusammenkünfte unterstützen, um über die zukünftige Entwicklung auf dem Laufenden zu bleiben, ist daher nur logisch“, sagt Thomas Huemer, Unternehmenssprecher der OMV: „Die OMV unterhält Geschäftsbeziehungen zum Iran, wir verstoßen gegen keine wie immer gearteten Sanktionen, daher sind diese Geschäftsbeziehungen legitim.“

Die OMV ist im Iran tatsächlich sehr aktiv: In einem Vorvertrag mit dem nationalen iranischen Ölkonzern NIOC im Volumen von 22 Milliarden Dollar über die nächsten 25 Jahre geht es um den Bau einer Gasverflüssigungsanlage und Flüssiggaslieferungen. Die 3300 Kilometer lange Nabucco-Pipeline (Kosten rund 4,6 Mrd. Euro) soll Gas aus dem Iran und dem kaspischen Becken nach Europa bringen. Seit der Verschlechterung der Beziehungen zu Russland gewinnen alternative Gasanbieter an Bedeutung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.08.2008)

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5 Kommentare
fariborsm
31.08.2008 16:36
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Erdgas: OMV sponsert Konferenz im Iran

Erdgas: OMV sponsert Konferenz im Iran

27.08.2008 | 18:32 | (Die Presse)

Die Rolle des österreichischen Ölkonzerns im Iran stößt auf Kritik.

ordern die OMV seit langem auf, die Geschäfte mit dem Iran auf Eis zu legen ..........möchten aber zugleich vom OMV oder vom nächst Besten in Frage kommenden die garantie erhalten, dass sie regelmässig Erd- gas und -öil möglichst zu diskaunt Preisen. besser noch kostenlos, geliefert bekommen. Gruß


Gast: Ludwig Ammer
27.08.2008 23:19
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Österreich

sollte landwirtschaftliche Beratung als Zuckerl mit in den Iran bringen, denn mit der Berberitzenliebe geht das nicht mehr lange: der Schwarzrost UG99 ist nicht aufzuhalten, und der macht den Weizenanbau teuer oder unmöglich, weil er den Fremdbefruchter (Wind) Weizen gnadenlos befällt und die Ernten nicht nur ein bisserl zerstört sondern gleich einmal unbrauchbar macht. Arabien ist noch dazwischen, aber von Abessinien finden auch über die innertropische Zirkulation Sporen nach NO. In Äthiopien und Kenya hat UG99 binnen weniger Jahre den Weizenanbau ganz in Frage gestellt. Der Iran baut eh historisch motiviert zu viel Weizen an, aber wenn er daran hängt, dann muß er die Zwischenwirte Berberitzen aus der Flur tilgen. Das ist aber unmöglich, weil die Berberitze nur im Iran DIE Volksdroge also traditionelles Allheilmittel ist und aus der Volksmedizin überhaupt nicht weggedacht werden kann, so daß halt der Weizen gespritzt werden muß, aber da ist die Landwirtschaft zu arm für Fungizide.

Gast: Nix für ungut
27.08.2008 23:06
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Was soll das?

Es wird höchste Zeit, den "proisraelischen" Kreise in ihren Hintern zu treten.

Faktum Est
27.08.2008 22:16
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Iran, Darfour - wo liegt der Unterschied?

Wenn sich die Chinesen im Sudan mit Öl eindecken wollen, schreit die ganze Welt. Wir sind aber auch nicht besser. Es ist eine Frage des Anstandes, keine Geschäfte mit dem Iran zu machen - auch auf die Gefahr hin, daß wir uns im Winter zu Hause einen Pullover anziehn müssen.

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Re: Iran, Darfour - wo liegt der Unterschied?

Warum ist das eine Frage des Anstands? Weil die USA sich das Öl im Irak mit Gewalt sichern? Weil Israel weiterhin keine Resolutionen befolgt und völkerrechstwidrig Siedlungen baut? Oder gar, weil der Iran permanent in seinen Rechten beschnitten werden soll obwohl er immer wieder der Angegriffene war? Oder weil es der Komkurrenz nicht passt?
Über die politische Linie des Iran bauchen wir hier nicht zu reden, denn die ist weder schlechter noch besser als die anderer Staaten, denen nicht andauernd die Rute und Fenster gestellt wird.

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