08.11.2009 01:06 | Meine Presse Merkliste0

Erdgas: OMV sponsert Konferenz im Iran

27.08.2008 | 18:32 |   (Die Presse)

Die Rolle des österreichischen Ölkonzerns im Iran stößt auf Kritik.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Teheran/Wien (red.). Am 4. und 5. Oktober treffen Experten und Geschäftsleute der Öl- und Gasindustrie im IRIB International Conference Center in Teheran zur zweiten „Iran- Gas-Export-Konferenz“ zusammen. Dass der österreichische Erdölkonzern OMV bei dieser Konferenz als „Silber“-Sponsor auftritt, erweckt den Argwohn proisraelischer, irankritischer Kreise. Die Gruppierungen „Stop the Bomb“ oder „Realité EU“ fordern die OMV seit langem auf, die Geschäfte mit dem Iran auf Eis zu legen.

Doch die OMV ist nicht allein: Shell ist ebenfalls als Sponsor der Konferenz angeführt, die Liste der „Medien-Sponsoren“ ist lang: Darunter finden sich iranische Medien wie „Iran Exports Magazine“ und „Iran Daily“ sowie die in der Branche geschätzten Fachmedien „Energy Intelligence“, „Middle East Economic Survey“ und „Alexander's Oil and Gas“.

„Der Iran ist einer der wichtigsten Reservenhalter von Gas. Dass OMV-Vertreter an Konferenzen teilnehmen und die Abhaltung derartiger Zusammenkünfte unterstützen, um über die zukünftige Entwicklung auf dem Laufenden zu bleiben, ist daher nur logisch“, sagt Thomas Huemer, Unternehmenssprecher der OMV: „Die OMV unterhält Geschäftsbeziehungen zum Iran, wir verstoßen gegen keine wie immer gearteten Sanktionen, daher sind diese Geschäftsbeziehungen legitim.“

Die OMV ist im Iran tatsächlich sehr aktiv: In einem Vorvertrag mit dem nationalen iranischen Ölkonzern NIOC im Volumen von 22 Milliarden Dollar über die nächsten 25 Jahre geht es um den Bau einer Gasverflüssigungsanlage und Flüssiggaslieferungen. Die 3300 Kilometer lange Nabucco-Pipeline (Kosten rund 4,6 Mrd. Euro) soll Gas aus dem Iran und dem kaspischen Becken nach Europa bringen. Seit der Verschlechterung der Beziehungen zu Russland gewinnen alternative Gasanbieter an Bedeutung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.08.2008)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

5 Kommentare
fariborsm
31.08.2008 16:36
0 0

Erdgas: OMV sponsert Konferenz im Iran

Erdgas: OMV sponsert Konferenz im Iran

27.08.2008 | 18:32 | (Die Presse)

Die Rolle des österreichischen Ölkonzerns im Iran stößt auf Kritik.

ordern die OMV seit langem auf, die Geschäfte mit dem Iran auf Eis zu legen ..........möchten aber zugleich vom OMV oder vom nächst Besten in Frage kommenden die garantie erhalten, dass sie regelmässig Erd- gas und -öil möglichst zu diskaunt Preisen. besser noch kostenlos, geliefert bekommen. Gruß


Gast: Ludwig Ammer
27.08.2008 23:19
0 0

Österreich

sollte landwirtschaftliche Beratung als Zuckerl mit in den Iran bringen, denn mit der Berberitzenliebe geht das nicht mehr lange: der Schwarzrost UG99 ist nicht aufzuhalten, und der macht den Weizenanbau teuer oder unmöglich, weil er den Fremdbefruchter (Wind) Weizen gnadenlos befällt und die Ernten nicht nur ein bisserl zerstört sondern gleich einmal unbrauchbar macht. Arabien ist noch dazwischen, aber von Abessinien finden auch über die innertropische Zirkulation Sporen nach NO. In Äthiopien und Kenya hat UG99 binnen weniger Jahre den Weizenanbau ganz in Frage gestellt. Der Iran baut eh historisch motiviert zu viel Weizen an, aber wenn er daran hängt, dann muß er die Zwischenwirte Berberitzen aus der Flur tilgen. Das ist aber unmöglich, weil die Berberitze nur im Iran DIE Volksdroge also traditionelles Allheilmittel ist und aus der Volksmedizin überhaupt nicht weggedacht werden kann, so daß halt der Weizen gespritzt werden muß, aber da ist die Landwirtschaft zu arm für Fungizide.

Gast: Nix für ungut
27.08.2008 23:06
0 0

Was soll das?

Es wird höchste Zeit, den "proisraelischen" Kreise in ihren Hintern zu treten.

Faktum Est
27.08.2008 22:16
0 0

Iran, Darfour - wo liegt der Unterschied?

Wenn sich die Chinesen im Sudan mit Öl eindecken wollen, schreit die ganze Welt. Wir sind aber auch nicht besser. Es ist eine Frage des Anstandes, keine Geschäfte mit dem Iran zu machen - auch auf die Gefahr hin, daß wir uns im Winter zu Hause einen Pullover anziehn müssen.

0 0

Re: Iran, Darfour - wo liegt der Unterschied?

Warum ist das eine Frage des Anstands? Weil die USA sich das Öl im Irak mit Gewalt sichern? Weil Israel weiterhin keine Resolutionen befolgt und völkerrechstwidrig Siedlungen baut? Oder gar, weil der Iran permanent in seinen Rechten beschnitten werden soll obwohl er immer wieder der Angegriffene war? Oder weil es der Komkurrenz nicht passt?
Über die politische Linie des Iran bauchen wir hier nicht zu reden, denn die ist weder schlechter noch besser als die anderer Staaten, denen nicht andauernd die Rute und Fenster gestellt wird.

Schlagzeilen Politik

  • Mitterlehner: Kein neues Konjunkturpaket
    Sozialminister Hundstorfer hat ein neues Konjunkturpaket angeregt, Wirtschaftsminister Mitterlehner erteilt dem eine Absage. Bei der Konjunktur vertraut er dem "freien Spiel von Angebot und Nachfrage".
    US-Gesundheitsreform: Erster Erfolg für Obama
    Die Abgeordneten des Repräsentantenhauses entscheiden, die Vorlage des Präsidenten weiter zu erörtern. Auch in den Reihen der Demokraten war die Reform bis zuletzt umstritten.
    November 1989: Und dann fiel der erste Stein
    Sie haben auf unser Taxi mit Fäusten getrommelt und es hin und her geschaukelt. Wir fühlten uns wie in einem kleinen Boot bei hohem Seegang. Wie ich als ORF-Reporter im November 1989 den Fall der Mauer miterlebte.
  • Minister sollen doch in den U-Ausschuss kommen
    Der U-Ausschuss-Vorsitzende Martin Bartenstein (VP) signalisiert im "Presse"-Interview Einlenken: Mit Minister-Befragungen habe er kein Problem. Indes plädiert Bartenstein für einen EU-Außenminister Alfred Gusenbauer.
    UNO fordert Kampf gegen afghanische Korruption
    Der UN-Sicherheitsrat will von Präsident Karzai Maßnahmen gegen Drogenhandel, Vetternwirtschaft und Korruption sehen. Afghanistan reagiert empört auf die Vorwürfe.
    Neuer Job für Gusenbauer in der Vermögensverwaltung
    Der Ex-Kanzler ist seit kurzem der Europa-Direktor des Investmentfonds Equitas European Funds, der Tochter einer Firma mit Sitz in Chile. Ziel sei es, österreichische Investitionen in Chile zu fördern.
  • SPÖ legt sich bei Pensionsvorsorge quer
    Kanzler Werner Faymann akzeptiert die Förderung von Produkten ohne Kapitalgarantie nicht. Das hatte Vizekanzler Josef Pröll vorgeschlagen. Der verteidigt die Wahlfreiheit zwischen Risiko und Sicherheit.
    Michael Spindelegger: "Bin kein Teilzeit-Minister"
    Außenminister Spindelegger hat mehr als nur den ÖAAB im Sinn: Er will Frieden in Sri Lanka vermitteln und gibt Wolfgang Schüssel "intakte Chancen", dank deutscher und skandinavischer Hilfe, Ratspräsident zu werden.
    Sport in der DDR: Spione im Trainingsanzug
    Die Stasi hatte überall Spitzel. Viele Sportler der ehemaligen DDR, die nach der Wende Profikarrieren machten, leugnen bis heute dieses dunkle Kapitel ihrer Vergangenheit.
  • Nominierung: Heftige Kritik an „EU-Unkenntnis“ Hahns
    Grünen-Chefin Eva Glawischnig ärgert sich über eine frühere Ankündigung Hahns, er werde auch als Kommissar Chef der ÖVP Wien bleiben. Doch das ist EU-rechtlich nicht möglich.
    In Honduras heißt es: Zurück an den Start
    Gescheitert ist ein Abkommen zwischen Interimsstaatschef Micheletti und dem gestürzten Präsidenten Zelaya zur Beendigung der Staatskrise. Zelaya erklärte das Abkommen für „tot.
    Hundstorfer: Abgaben auf Vermögen für Sozialstaat
    Sozialminister Rudolf Hundstorfer stellt sich gegen die Seniorenwünsche: Er will eine Erhöhung um 1,5 Prozent, wie sie sich laut Gesetz ergibt, während die Pensionisten 1,9 Prozent fordern.