Bei einem Anschlag auf einen Polizeitransporter sind in Pakistan am Donnerstag mindestens zehn bis 13 Menschen ums Leben gekommen und zwölf weitere verletzt worden. Nach Polizeiangaben wurde der in einem Auto verborgene Sprengsatz gezündet, als der Polizeitransporter in der Nähe von Bannu im Nordwesten des Landes eine Brücke befuhr. Die meisten Opfer waren Polizisten und Strafvollzugsbeamte.
Die pakistanische Armee hatte vor drei Wochen eine großangelegte Offensive gegen islamistische Kämpfer in den Stammesgebieten im Nordwesten des Landes gestartet. In Pakistan sind seit Jahresbeginn fast 1.200 Menschen bei Anschlägen von Islamisten ums Leben gekommen.
Der Anschlag vom Donnerstag war der erste in Pakistan seit dem Verbot der pakistanischen Taliban-Organisation Tehreek-e-Taliban (TTP) von Stammeschef Baitullah Mehsud Anfang der Woche. Zehntausende Soldaten sind in den Gebieten entlang der afghanischen Grenze im Einsatz gegen die Taliban. Der Autobombenanschlag sei gezielt auf den Polizeitransporter verübt worden, sagte Polizeichef Masud Khan Afridi.
Politisch befindet sich Pakistan in einer Phase großer Instabilität. Am 6. September soll ein Nachfolger für Präsident Pervez Musharraf gewählt werden, der am 18. August seinen Rücktritt bekanntgab. Am Streit um die Nachfolge Musharrafs zerbrach am Montag die bisherige Regierungskoalition: Ex-Premierminister Nawaz Sharif teilte mit, seine Muslim-Liga (PML-N) verlasse das Bündnis mit der Pakistanischen Volkspartei (PPP).
(APA)

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