Russische Truppen haben am Samstag einen ersten Stützpunkt in der strategisch bedeutenden Hafenstadt Poti verlassen, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Eine Reihe von Lastwagen und gepanzerten Transportfahrzeugen verließ den Beobachtungsposten Nabada, in dem etwa 70 russische Soldaten stationiert gewesen waren.
Ein Soldat hatte vorher gesagt, die Truppen würden in die abtrünnige georgische Region Abchasien und nach Russland abziehen. Der Abzug sollte demnach mit dem von anderen Kontrollposten in der Umgebung von Poti und Senaki abgestimmt werden.
Nach und nach würden die russischen Soldaten auch ihre anderen Stützpunkte im georgischen Kernland räumen und sich dem Konvoi anschließen, sagte ein georgischer Polizist, der mit weiteren Beamten die russischen Truppen eskortierte. "So sehen sie, dass wir da sind", sagte der Polizist zur Begründung des Einsatzes.
Vergangene Woche hatte der französische Präsident und amtierende Vorsitzende des Europäischen Rates, Nicolas Sarkozy, dem russischen Staatschef Dmitri Medwedew die Zusage abgerungen, die Truppen binnen eines Monats hinter die Linien vor Ausbruch der Kämpfe um Südossetien Anfang August zurückzuziehen. In Südossetien und Abchasien, die Moskau als unabhängige Staaten anerkannt hatte, will Russland nach eigenen Angaben jeweils 3800 Soldaten stationieren.
(Ag.)

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