Österreich wird zum ersten Mal im Mittelmeerraum in einer hohen Funktion aktiv. Der Grüne Bundesrat Stefan Schennach übernimmt mit März 2009 die Präsidentschaft eines Ausschusses für Energie und Umwelt der Euromediterranen Parlamentarischen Versammlung (EMPV) - einer Zusammenarbeit der Europäischen Union sowie von östlichen und südlichen Mittelmeeranrainerstaaten.
Die Schwerpunkte seines vorerst auf ein Jahr befristeten Vorsitzes will Schennach auf erneuerbare Energie, besonders Solarenergie, und Wasser, etwa dem Schutz der Küstengebiete Griechenlands, setzen. Bei Erfolg wird die Präsidentschaft Österreichs verlängert.
"Die Aufgabe ist riesig", so Schennach. "Wir haben enorme Probleme." Das Programm wurde vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Bevölkerungsentwicklung gegründet. Beispielhaft soll nun etwa die in vielen Ländern noch mangelhafte Trennung von Trink- und Brauchwasser angegangen werden, um dadurch hervorgerufene Krankheitsbilder beseitigen zu können. Solarenergie-Programme sollen interregional ausgetauscht und ausgebaut werden, die Biodiversität geschützt werden, ebenso wie maritime Ökosysteme vor Verschmutzung, massiven Häfen, touristischen und industriellen Projekten.
Seine Hauptaufgabe sieht Schennach momentan in der Bildung von Netzwerken und Vertrauen der teilnehmenden Länder, um ein gemeinsames koordiniertes Programm erarbeiten zu können. An der EMPV ) nehmen die 27 EU-Mitgliedsstaaten und zehn Partnerländer (Ägypten, Algerien, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, die Palästinensische Autonomiebehörde, Syrien, Tunesien, Türkei) teil.
(APA)

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