Die Vereinigten Staaten geben im kommenden Jahr 612,5 Milliarden Dollar für ihr Militär aus - das entspricht dem eineinhalbfachen Bruttoinlandsprodukt von Österreich. Der Entwurf für den Verteidigungshaushalt 2009 hat mit einer überwältigenden Mehrheit von 88 gegen acht Stimmen den US-Senat passiert. Im Verteidigungsetat sind 70 Milliarden Dollar für die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan enthalten. Zudem stimmte der Senat auch einer Gehaltserhöhung von 3,9 Prozent für das Militärpersonal zu.
Etliche republikanische Senatoren übten im Vorfeld Kritik an zusätzlichen Ausgaben in Höhe von fünf Milliarden Dollar, die der US-Kongress in den Entwurf aufnahm. Nur sieben Wochen vor der Präsidenten- und Kongresswahl wollte nun aber kaum ein Kritiker gegen den Verteidigungsentwurf stimmen.
Mit dem Haushalsplan geht der Senat noch über die Wünsche vom Präsident George W. Bush hinaus, der 611,1 Milliarden Dollar beantragt hatte. Der Etat muss nun noch mit der Version des Repräsentantenhauses abgestimmt werden, die dort im Mai verabschiedet worden war. Auch sie sieht ein Volumen von 612,5 Milliarden Dollar vor. Unterschiede gibt es jedoch bei der geplanten Verteilung der Gelder.
(Ag./Red.)
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