22.11.2009 09:20 | Meine Presse Merkliste0

Berlusconi will Obama nach Fehltritt anrufen

07.11.2008 | 11:36 |   (APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der italienische Premierminister Berlusconi will einen telefonischen Kontakt zum US-Wahlsieger Obama aufnehmen, nachdem er den Demokraten als "schön, jung und sonnengebräunt" bezeichnet hatte. Er wolle Obama erklären, dass seine Worte nicht respektlos, sondern nur freundlich sein sollten, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Freitag.

Berlusconi befürchte, dass die internationale Aufruhr um seine Worte Missverständnisse mit dem neuen US-Präsidenten generieren könnten. Die Opposition setzt Berlusconi wegen seines internationalen Fehltritts unter Druck. Berlusconis Worte seien nicht die übliche Rüpelei, an die der Premierminister die Italiener bereits gewöhnt habe, sondern eine vor Rassismus triefende Definition. Berlusconi sei davon überzeugt, dass dank ihm Italien das sympathischste Land der Welt sei, er begreife nicht, dass er mit seinem Verhalten auf gefährliche Art und Weise die Grenzen des internationalen Höflichkeitskodex verletzte.

Die rechte Tageszeitung "Il Giornale" im Besitz der Familie Berlusconi, verteidigte den Premierminister. Der verunglückte Scherz Berlusconis sei ohne böse Absichten erfolgt, er entspreche seinem Stil. Berlusconis Stil, dessen direkte Sprache und sein gelegentlicher Ausbruch aus den Grenzen des politisch Korrekten habe seinen politischen Erfolg begründet.

Berlusconi hatte sich nach seinen Worten über Obama bei einer Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Medwedew am Donnerstag vorerst geweigert, einen Rückzieher zu machen. "Die italienische Linke hat keinerlei Sinn für Humor. Wenn jemand nicht begreift, dass ich nur nett sein wollte, wenn die Dummköpfe ihre Kampagnen starten, sind wir am Ende. Gott rette uns vor den Dummköpfen!", sagte Berlusconi nach Angaben italienischer Medien.

(APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

2 Kommentare
topiltzin
07.11.2008 08:19
0 0

Ich denke ...

... sobald sich die linken Hetzer in aller Welt für ihre zum Teil widerlichen Sprüche über Sarah Palin entschuldigt haben, kann man darüber diskutieren, ob und inwieweit Berlusconis Spruch passend war oder nicht ...

Gast: Ich
07.11.2008 04:42
0 0

Schmarren.....

...das war charmant gemeint. Wird schon wieder ein Problem aufgebaut, wo wir doch ja keine anderen haben. Unser vorlauter Italiener hat mit Witz und Charme auf seine hübsche Hautfarbe hingewiesen. Ich finde OBAMA auch ÜBERHAUPT nicht schwarz. Wenn ich lange in Italien war, sehe ich auch so aus und freu mich.

Schlagzeilen Politik

  • USA: Gesundheitsreform nimmt erste Hürde im Senat
    Es war ein hauchdünner Etappensieg für Präsident Barack Obama. Mit genau der nötigen Stimmenanzahl eröffnete der Senat eine Debatte über die umstrittene Gesundheitsreform. Das Weiße Haus spricht von einem "historischen Votum".
    EU-Topjobs: Schüssel und Plassnik bis zuletzt im Rennen
    Die Dänen und Osteuropäer waren für Ex-Kanzler Schüssel als Ratspräsident der EU. Aber Bundeskanzler Faymann will nichts gehört haben.
    Strache: "Hass gegen demokratische Bewegung"
    FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache betonte die Friedlichkeit des Festkommers der Burschenschafter in der Wiener Hofburg. Rund 500 Personen demonstrierten am Ring.
  • Hofburg-Wahl: Gerüchte über Fischers Wiederkandidatur
    Angeblich will Bundespräsident Fischer am Donnerstag seine Wiederkandidatur bekanntgeben. Aus der Präsidentschafts-Kanzlei kam bloß: "Kein Kommentar".
    Regierungsbilanz: Das verlorene Jahr
    Das Kabinett „Faymann I“ hat in seinem ersten Jahr viel getan. Nur das Wichtigste nicht. Selten war die Zeit für die Vorbereitung unpopulärer, aber notwendiger Reformen besser als im Vorjahr. Eine verpasste Chance.
    Heinisch-Hosek: Eine Mutter auf Zeit
    Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erzählt u.a. wie ein schwerstbehindertes Kind drei Jahre lang ihr Leben bereichert hat, was ihr von dieser ungewöhnlichen Beziehung geblieben ist.
  • Adoption: Zwei Mütter für Janis
    Adoption bleibt im Gesetz zur Homo-Ehe für schwule und lesbische Partner verboten. Doch viele Paare mit Kinderwunsch haben längst ihren Traum vom Nachwuchs verwirklicht.
    Grünen-Chef Özdemir: "Das Türkische ist keine In-Kultur"
    Seit einem Jahr ist Cem Özdemir Chef der Grünen Deutschlands. Mit der "Presse am Sonntag" spricht er über Integration, Bildung und seine Elternzeit: "So modern, wie wir immer tun, sind wir in Mitteleuropa nicht".
    Davutoglu: Der Kissinger aus Konya
    Lernen von den Osmanen: Ahmet Davutoglu richtete die türkische Außenpolitik neu gen Osten aus: Europa muss sich Ankaras Aufmerksamkeit nun teilen. Mit seiner Brille, seiner zierlichen Gestalt wirkt Ahmet Davutoglu manchmal wie ein gealterter Student.
  • Kabul: Rakete schlägt in Luxushotel ein
    Bei dem Anschlag stürzte eine Wand des Gebäudes ein. Es gab sieben Verletzte. Die Regierung in Kabul will die afghanischen Polizei- und Militärkräfte auf 400.000 Mann ausbauen.
    Bürgerkrieg: "Es war eine Diktatur. Punkt."
    Umstrittenes Gedenken an 1934: Vor 75 Jahren war Bürgerkrieg in Österreich, ideologische Gräben verhindern eine gemeinsame Aufarbeitung. Prominente Historiker wollen jetzt die Opfer des Ständestaates rehabilitieren.
    Avraham Burg: „Traumawettbewerb“
    Avraham Burg provoziert: Der Sohn eines Holocaust-Überlebenden und frühere Knessetpräsident fordert die Überwindung des Holocaust-Traumas. Leistet er damit einen Beitrag zur Schlussstrichdebatte?