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Indien: Terrorspur nach Österreich

05.12.2008 | 18:42 |  ANDREAS WETZ (Die Presse)

Der Nachrichtendienst der Republik erhielt in den vergangenen Tagen Hinweise, dass die islamistischen Attentäter über eine österreichische Telefonnummer kommuniziert haben.

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WieN/MUMBAI. Planten die Attentäter im indischen Mumbai ihre Tat zumindest teilweise in Österreich? Dieser Frage geht seit Freitag das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) nach.

Der Nachrichtendienst der Republik erhielt in den vergangenen Tagen konkrete Hinweise darauf, dass die islamistischen Terroristen über eine österreichische Telefonnummer kommuniziert haben dürften. Dabei soll es sich um eine sogenannte „ortsungebundene Festnetznummer“ gehandelt haben. Solche Nummern sind ohne Vorwahl bundesweit erreichbar, ganz egal, wo sich das benutzte Telefon befindet. Das Wählen einer spezifischen Ortsvorwahl (beispielsweise 01 für Wien) ist nicht nötig.

Nach Auskunft der Telekom Austria kann eine derartige Telefonnummer nur im Inland beantragt werden. Das würde bedeuten, dass die Attentäter entweder selbst in Österreich waren oder hier Komplizen hatten. Noch unklar ist, ob Telefongespräche der Terroristen auch von Österreich aus geführt wurden. Über einen „Voice over IP-Channel“ ist es nämlich möglich, eine ortsungebundene Festnetznummer von jedem Internetanschluss der Welt aus zu verwenden.

Das BVT arbeitet nun mit der Staatsanwaltschaft daran, die Telefongespräche der Terroristen über die sogenannte Rufdatenrückerfassung (wer hat wann und mit wem kommuniziert) zu rekonstruieren. Im „Presse“-Gespräch nicht bestätigen wollte das BVT das von indischen Zeitungen gestreute Gerücht, bei den Terroristen sei auch eine österreichische SIM-Karte für ein heimisches Mobilnetz gefunden worden. Konkrete Tatverdächtige gibt es ebenfalls noch nicht. „Wir stehen erst am Anfang der Erhebungen“, so ein Ermittler.

 

Neue Vorwürfe gegen Pakistan

Indische Zeitungen erheben unterdessen neue Vorwürfe gegen Pakistan: Demnach habe das amerikanische FBI der indischen Regierung Beweise für eine Beteiligung der pakistanischen Armee an den Attentaten vorgelegt. Die Terroristen hatten vergangene Woche Luxushotels in Mumbai tagelang besetzt und 171 Menschen getötet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.12.2008)

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2 Kommentare
Gast: Fliegender Hollaender
06.12.2008 17:25
0 0

Spuren des Terrors

Als Europaer muss ich manchmal lachen, wenn ich bei uns Menschen sehe, die bei so einer Nachricht sich
wundern oder sogar aergern. Wir sollten zuerst ganz
ehrlich und ohne Vorurteile uns einige Fragen stellen:
1- In welchen europaeischen Banken liegen die Finans-
quellen dieser Organisationen ?
2- Wo sammeln diese Terrororganisationen die Gelder
zum Waffenkauf ? Etwa in Europa ?
3- Wenn ein Terrorist nach Europa kommt und sich als
Verfolgter im eigenen Land nennt, wird er genau untersucht, oder bekommt sofort als Asylant ein Aufent-
haltserlaubnis ?
4- Ist die europaeische Politik eine geheime, indirekte Tolarisierung des Terrors, solange sie Europa in Ruhe lassen ?
5- Wie kann z.B. Europa feststellen, ob Al Kaida ein
Terrororganisatıon sei, aber PKK nur Freiheitskaempfer?
Oder gibt es ein Doppelmoral wie ''dein Terrorist und mein Terrorist''
Wenn wir diese Fragen ehrlich beantworten können, dann
sind wir ein Schritt weiter.


widder
05.12.2008 21:52
0 0

Indien: Terrorspur nach Österreich

Irgend ein Muslem in Österreich ließ sich dafür sicher finden. Wenn das Kopftuchtragen als Indiz für fundamentaler Islam hergenommen wird, dann ist eine ordentliche Rekrutierungsgröße vorhanden. Ja irgendwann kommen auch wir Ungläubige in Österreich dran. Die Schuld dafür wird vermutlich den Einheimischen selbst zugeschoben werden, weil wir diese Muslime nicht entspechend schätzen und würdigen und so angeblich deren Integration erheblich erschwert haben. Schöne verdrehte Welt....